Netzwelt-Ticker: Blizzard rehabilitiert schwule Orks - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Blizzard rehabilitiert schwule Orks

Pinke Laptops für den Valentinstag, schwule Orks, die wieder offen schwul sein dürfen, ein Telefon, das bald schon GEZ-Gebühren kosten wird, Windows-Vista-Tipps für IT-Verantwortliche - das und mehr in unserem Nachrichtenüberblick.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Windows Vista für Profis

Mit Windows Vista kommt nach jahrelanger Ruhepause endlich mal wieder eine echte Herausforderung auf die IT-Verantwortlichen zu. Die meisten davon sind noch sehr zaghaft, wenn es darum geht, den Umstieg zu planen. "Never touch a running system" ist der Lieblingsspruch vieler Chief Information Officer. Für genau dese Zielgruppe hat Elizabeth Millard von "CIO Today"  wunderbar ausführliche zusammengefasst, was das neue Windows für Firmen bringen kann und welche Stolpersteine noch aus dem Weg zu räumen sind. Lesestoff für's Wochenende.

Schwule Orks dürfen wieder werben

Das vom Betreiber des Online Rollenspiels "World of Warcraft" ausgerufene öffentliche Werbeverbot für schwul-lesbische Gilden wird aufgehoben. Der Versuch, im offenen Chatkanal des Spiels Werbung für eine Homosexuellen-freundliche Spielergemeinschaft zu untersagen, hatte für dermaßen viel Wirbel gesorgt, dass Blizzard Entertainment jetzt einen Rückzieher macht. Bei der WoW-Spielerin Sara Andrews, deren Einladung an Schwule, Lesben und Transsexuelle den Stein ins Rollen brachte, hat man sich offiziell für die "Unannehmlichkeiten" entschuldigt. Man wolle nun die Mitarbeiter besser auf derartige Situationen vorbereiten und die Verhaltens-Richtlinien überprüfen, schreibt das schwul-lesbische Magazin "In Newsweekly" . Eine Erklärung, was genau das Ziel dieser Überprüfung sein soll, bleibt Blizzard bislang schuldig. Vorerst will man einen speziellen Kommunikationskanal für Spielergemeinschaften einführen. Dort sollen Spieler mit gemeinsamen Neigungen "in angemessener Weise" für ihre Gemeinschaften werben können, sagt Paul Sams von Blizzard Entertainment. Offenbar nähert man sich dem Thema mit kleinen Schritten.

15 Millionen chinesische Online-Daddler

Langsam ist es an der Zeit, mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen. Chinesen sind weder allesamt gelb, noch verbringen sie den ganzen Tag in Reisfeldern oder mit Planungen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Denn eigentlich wollen sie nur spielen. Dieser Gedanke liegt auf jeden Fall nahe, wenn man die Zahlen liest, mit denen "Joystiq"  um sich wirft. Demnach hat "Yulgang", das beliebteste und außerdem kostenlose chinesische Multiplayer Online-Rollenspiel, fast 15 Millionen registrierte Anwender. Bis zu 260.000 davon sind gleichzeitig online. Und nicht nur das: einem früheren Bericht zufolge, den Joystiq zitiert, hat das kostenpflichtige "World of Warcraft" im Land der Mitte sogar bis zu einer halben Million gleichzeitig aktiver Spieler.

Online-Verabredung zum Suizid

Japan hat eine der höchsten Selbstmordraten der Welt. Allein im Jahr 2004 nahmen sich 32.325 Japaner das Leben. Meist sind es Männer, besonders häufig Arbeitslose. Nun sieht die japanische Polizei einen neuen Trend kommen: Online-Verabredungen zum gemeinschaftlichen Suizid. Immerhin 91 solcher Fälle, so schreibt die "Infoworld" , haben sich in 2005 im Land der aufgehenden Sonne zugetragen. Die Zahl sei zwar noch vergleichsweise gering, doch mit stark steigender Tendenz. Aufgrund dieser Entwicklung hat die japanische Polizei die Internet-Provider aufgefordert, Verdachtsfälle zu melden und die persönlichen Daten der betroffenen heraus zu geben - offenbar mit Erfolg. Im letzten Halbjahr 2005 sank die Zahl derartiger gemeinschaftlicher Selbstmorde im Vergleich zum Vorjahr von 36 auf 11.

Telefon für Fussball-Verückte

Rechtzeitig zur Fussball-WM will Samsung mit dem SGH-P900 ein Mobil-TV-fähiges Handy auf den europäischen Markt bringen, berichtet "Infosync World" . Neben einer Zwei-Megapixel-Kamera, Bluetooth und all den anderen Nettigkeiten moderner Mobiltelefone verfügt das Gerät über einen TV-Empfänger nach DMB-T-Standard. Der soll Fernsehsendungen auf das drehbare Farbdisplay zaubern. Im zweiten Halbjahr soll das Fernseh-Fon in den Läden stehen und hoffentlich leichter zu bekommen sein als WM-Tickets. Auf einen einheitlichen Standard fürs Handy-TV hat man sich in Deutschland allerdings noch nicht geeinigt. Und Vorsicht: Ab kommendem Jahr werden für ein solches Fernsehtelefon wohl GEZ-Gebühren fällig.

Hoffnung auf Schneeschmelze

Maskottchen polarisieren. Besonders hart trifft es derzeit "Neve" und "Gliz", die Schneeballfrau und den Eisblockmann, die den Olympischen Winterspielen in Turin  vorstehen. Eine ganze Schar von Amateur-Pinselkünstlern hat sich über die unschuldigen Kreaturen hergemacht und sie nach Herzenslust verfremdet. Einer offenbar stark erregten Variante kam nun unerwartete Berühmtheit  zu, als die kanadische Provinz-Postille "The Province" die Karikatur anstelle des offiziellen Logos benutze. Tja, lieber Bildredakteur, so kann es gehen, wenn man sich auf das Web verlässt.

Valentinstag-Mania

Diese Jahr bloß nicht wieder das Geschenk zum Valentinstag vergessen! Am 14. Ist es soweit. Für ein pink lackiertes Notebook  dürfte es jetzt allerdings etwas zu spät sein. In den paar Tagen wird die Farbe nicht mal trocken. Dann doch lieber etwas wirklich praktisches, wie etwa das Versprechen: "Schatz, dieses Jahr lege ich immer die Bettwäsche zusammen". Die Anleitung zum Üben gibt's hier .

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