Netzwelt-Ticker: Bundesinstitut prüft Laserdrucker-Emissionen - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Bundesinstitut prüft Laserdrucker-Emissionen

Laserdrucker können bei Allergikern Beschwerden hervorrufen, stellt das Bundesinstitut für Risikobewertung fest. FBI, Secret Service & Co. bringen gemeinsam einen eBay-Hacker zur Strecke. Das und mehr im Überblick.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Laserdrucker: Beinahe jeder hat einen im Büro, und trotzdem könnte Vorsicht geboten sein. Denn die Geräte können die Gesundheit beeinträchtigen. Das jedenfalls stellt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer Studie fest, die sich mit den beim Laserdruck verwendeten Tonern befasst. Auch wenn keine schwerwiegenden Schäden zu erwarten seien, könnten die von den Druckern ausgestoßenen Staubteilchen Reizungen der Atemwege und Bindehaut verursachen und zu Schleimhautbeschwerden führen .

Besonders für Allergiker, die derzeit ohnehin im Dauerstress stehen, ist das keine erfreuliche Nachricht. Immerhin weist das BfR einen Ausweg: um Geräte mit Mindeststandards bei Emissionen einzusetzen, sollte bei Neuanschaffungen auf Drucker mit dem Blauer-Engel-Zertifikat geachtet werden.

Welche Elemente genau die unerwünschten Wirkungen auslösen, ist ungeklärt. BfR-Präsident Andreas Hensel zieht daher das Fazit: "Studien zur physikalischen und chemischen Identität der gemessenen Partikel sollten deshalb mit hoher Priorität durchgeführt werden, um gegebenenfalls gezielte Maßnahmen zur Risikobegrenzung ableiten zu können."

Rumänischer eBay-Hacker in Haft

Immer wieder hatte ein Hacker namens Vladuz in den vergangenen Monaten beim Online-Auktionator eBay für Ärger gesorgt. Mehrfach war es ihm gelungen, in an sich geschützte und für Administratoren vorgesehene Bereiche vorzustoßen und dort gefundene Details anschließend genüsslich in Foren auszubreiten. Mit der geballten Ermittlungsmacht des eBay-eigenen Ermittlerteams, des FBI und des Secret Service gelang es rumänischen Behörden, den Mann zu identifizieren und zu verhaften .

Ein Gericht in Bukarest schickte den 20-Jährigen zunächst für 29 Tage in Untersuchungshaft. Diese Zeit wird er nicht mit Vorfreude verbringen, denn eBay erklärte, der von Vladuz verursachte Schaden belaufe sich auf eine Million Dollar. Und diese Summe wird das Unternehmen zweifellos von dem Hacker einzutreiben versuchen.

Ministeriums-PCs samt sensibler Daten verschwunden

Vor einigen Tagen machte die Meldung die Runde, auch in Deutschland seien dank unerklärlicher Schlamperei Hunderte von regierungsamtlichen PCs und Notebooks verschütt gegangen, insgesamt an die 500 Geräte. Doch es kommt noch schlimmer, denn nun wurde bekannt, dass sich auf den abgängigen Geräten teilweise sensible Daten befunden haben sollen . . Darunter die Adressen von 1.200 Zivildienstleistenden, Steuerdaten, geheime Ministerialtelefonnummern und dienstliche Dokumente mit der Einstufung "VS-Vertraulich" oder noch höheren. Allerdings bestritt die Bundesregierung, dass es in diesem Zusammenhang zu Missbrauch gekommen sei. Zumindest weiß man nichts von einem solchen.

BKA-Gesetzentwurf im Wortlaut

Alle reden darüber, aber fast niemand hat es bisher gesehen: das neue, umstrittene BKA-Gesetz, das "zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus" konzipiert worden ist. Dankenswerterweise hat nun das Blog "netzpolitk.org" den Dienst am Bürger übernommen und offeriert seit Sonntag den Wortlaut des Gesetzentwurfs in der Fassung vom 16. April als PDF zum Download .

Provider schaffen Betrugsmöglichkeiten

Phisher und sonstige Onlinebetrüger sichern sich gern Webdomains, die sich nur in einem oder zwei Buchstaben von der korrekten Schreibweise unterscheiden, wie sie wohl schon jeder aus Versehen in seinen Browser eingetippt hat. Ohne dass das Opfer es in solchen Fällen merkt, landet es auf täuschend ähnlichen Betrugsseiten, die dem arglosen Nutzer wichtige Daten wie Kontonummern oder Passwörter entlocken sollen.

Beim Versuch, Betrügern diese Masche zu verleiden, produzierten amerikanische Internetprovider unfreiwillig ein riesiges Sicherheitsloch, das es Hackern erlaubt hätte, Adressen wie eBay, PayPal, Google and Yahoo für ihr einträgliches Tun zu nutzen. Erst IT-Sicherheitsexperte Dan Kaminsky bemerkte die Gefahr und wies auf die Lücke hin, die am Freitag wieder geschlossen wurde . Trotzdem dauere die Gefahr an, weil bei manchen Providern falsch geschriebene Domainnamen nicht zu einer Fehlermeldung führen, sondern die Suche nach möglichst "ähnlichen" Schreibweisen in Gang setzen. Ein gefundenes Fressen für Bösewichte.


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