Netzwelt-Ticker Bundestag verabschiedet BSI-Gesetz
Das BSI-Gesetz ist da: Damit darf das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) künftig alle Daten aus der Online-Kommunikation zwischen Bürgern und Bundesbehörden auswerten, berichtet die ORF Futurezone. Ziel dieser Überwachungsmaßnahmen sei es, Deutschland besser gegen Hackerangriffe zu schützen.
BSI-Chef Udo Helmbrecht: Mahner in Sachen IT-Sicherheit, aber auch Wächter über die Netze des Bundes
Foto: ddpFDP, Linke und Grüne stimmten am Freitagmorgen gegen das Gesetz, machten datenschutzrechtliche Bedenken geltend: Mit diesem Gesetz werde das Bundesamt zu einer gigantischen Kontrollbehörde ausgebaut. Schon als der Gesetzentwurf Ende Mai nach massiver Kritik mit entschärften Passagen auf den Weg gebracht wurde, monierten Experten, dass die Maßnahmen nicht zur Verbesserung der IT-Sicherheit führen und die eingefügten Schutzmaßnahmen "lächerlich" seien, schrieb Heise.de . So sollen Nutzungsdaten anonymisiert gespeichert werden und nur bei einem konkreten Verdacht wieder "entpseudonymisiert" werden. Auch wurde auf eine geplante Protokollierung des Surfverhaltens verzichtet. Diese und andere Maßnahmen gingen der Opposition nicht weit genug.
Die Große Koalition betonte jedoch, dass es keinesfalls darum ginge, jede E-Mail an eine Behörde zu durchleuchten und mitzulesen. Ein automatisiertes Verfahren soll Mails nur beim Verdacht auf Schadprogramme öffnen. Die Verwendung von "Zufallsfunden" mit potentiell verwertbarem Inhalt soll durch einen Richtervorbehalt eingeschränkt werden.
In einem Interview mit "Technology Review" verteidigt BSI-Chef Udo Helmbrecht das Gesetz als Sicherheitsmechanismus : "Uns geht es allein um das Entdecken von Schadsoftware - und nicht darum, was in einer E-Mail steht."
Sollte das BSI Schadsoftware oder Sicherheitslücken entdecken, werden Produkthersteller oder Surfer gewarnt. Entgegen den Forderungen von Eugene Kaspersky, Entwickler der gleichnamigen IT-Sicherheits-Software, will Helmbrecht keine Internet-Polizei: "Ich bin dafür, in sichere Produkte, sichere Infrastrukturen und Prävention zu investieren." Hoffentlich gelten diese Maßstäbe auch im Umgang mit den nur zur Sicherheit erhobenen Daten.
Zehn versteckte iPhone-3.0-Features
Die neue iPhone-Firmware 3.0, also die neuste Version des iPhone-Betriebssystems, war so heiß ersehnt, wie kühl empfangen - denn wer sich revolutionäre Möglichkeiten von 3.0 versprach, wurde enttäuscht: Das Software-Update überzeugt viel mehr im Detail, Apple hat viele kleine Ecken und Kanten abgefeilt und Minischlaglöcher aufgefüllt. Viele dieser Detailverbesserung hat Apple traditionell nicht im Beipackzettel erwähnt, überlässt die Protokollarbeit Bloggern und Nerd-Magazinen.
"PC World" deckt zum Beispiel zehn versteckte Features der iPhone-Software 3.0 auf: Songs kann man jetzt mit variabler Geschwindigkeit vor- und zurückspulen, die Tastatur kennt neue Zeichen, die Zitierfunktion in Mail, die Schüttel-Rückgängig-Funktion und und und. Auch Golem.de hat sich iPhone 3.0 mal genauer angeschaut und erklärt, warum es sich für jeden lohnt, jetzt das iPhone zu aktualisieren .
Die 79 Geheimnisse guter Fotos
Fotografieren ist keine Kunst, wenn man es kann. Genauer: Fotografieren ist keine Kunst, wenn man diese 78 ehernen Geheimregeln guter Fotos kennt.
Der lettische Fotograf Ivars Gravlejs beweist im Gawno Magazine anschaulich, dass nicht viel dazugehört, schöne und interessante Fotos zu schießen. Regel Nummer drei: Wenn du im Dunkeln fotografierst, lohnt es sich, den Blitz zu benutzen. Regel Nummer 20: Es ist leichter, Wolken zu fotografieren, wenn Wolken da sind. Regel Nummer 45: Schauen Sie in den Sucher und nicht in die Linse, wenn sie fotografieren. Ah, ja. Daran lag das also.