Netzwelt-Ticker China erlaubt sich Umleitung
Google, Yahoo & Co: in China blockiert
TechCrunch macht auf Entwicklungen in China aufmerksam, die die Bemühungen von Google, Yahoo & Co. zu einem schnellen Ende führen könnten, im Riesenreich Fuß zu fassen . Unter der martialischen Überschrift "China erklärt westlichen Suchmaschinen den Krieg" berichtet das Blog, dass sämtliche Anfragen, die von chinesischen Rechnern aus an Google, Yahoo oder Life.com gerichtet werden, automatisch auf die chinesische Suchmaschine Baidu umgeleitet werden.
Selbst Anfragen nach Videoclips bei YouTube landen auf der chinesischen Seite. Möglicherweise steht die Aktion, die über frühere schlichte Blockaden der Suchmaschinen weit hinausgeht, mit dem Besuch des Dalai Lama in Washington in Zusammenhang, worüber Chinas Herrscher ihre Untertanen lieber uninformiert lassen möchten.
Genauso sind aber auch ökonomische Beweggründe denkbar. Denn die Umleitung zu Baidu beschert der Seite immer höhere Nutzerzahlen. Baidu ist, obwohl in einem offiziell kommunistischen Land zu Hause, schon längst als Börsenwert am Nasdaq notiert. Man kann jedenfalls nicht behaupten, dass die geschmeidige Kooperation besonders von Google und Yahoo mit der Zensur Chinas sich besonders ausgezahlt hätte.
Preissenkungen bei der PS3
Preissturz bei Sony: Der japanische Konsolenhersteller verkauft seine Playstation 3 in den USA in der 80 Gbyte-Version ab sofort 17 Prozent billiger, statt 499 Dollar muss der Käufer nur noch 399 Dollar über den Tresen reichen . Ab dem 2. November bekommt die PS3 dazu noch eine kleine Schwester, mit 40 Gbyte ist sie nur halb so groß. Und sie kann auch nicht soviel, im Unterschied zum großen Modell hat sie keine Kompatibilität zu alten PS2-fähigen Spielen und auch keinen Speicherkartenleser. Diese sparsame Ausstattung soll den Käufern durch ein Zückerchen in Form einer beigelegten DVD mit "Spider-Man 3" versüßt werden. Das alles soll endlich die Verkaufszahlen der PS3 beflügeln. Ob es hilft?
Britischer Einzelhandel: Vista ist an Verlusten schuld
Die Nörgelei am neuen Betriebssystem von Microsoft nimmt kein Ende. Diesmal mault die britische Einzelhandelskette Dixon Store Group (DSG) und nennt auch konkrete Zahlen: Um umgerechnet 30 Millionen Euro habe sich der Verdienst des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr verringert, und das liege an Vista, das wie Blei in den Regalen liege .
Einzig die Rechner mit bereits vorinstalliertem Vista liefen in nennenswertem Umfang, blieben aber ebenfalls weit hinter den Erwartungen zurück. DSG-Sprecher Mark Webb ließ es nicht an Deutlichkeit mangeln: "Das neue Windows hat nicht die Faszination entfaltet wie vorhergehende Versionen. Die große Nachfrage, die wir erhofften, blieb aus."
Schon zuvor wurde immer wieder davon berichtet, dass bereits der Vista-Start deutlich schleppender angelaufen war als vergleichsweise bei Einführung der Vorgängerversion Windows XP.
Nüchterne Branchenbeobachter verweisen darauf, dass eine solche Verkaufs-Hysterie auch nicht zu erwarten war: Der Generationswechsel der Windows-Systeme werde nun weit langsamer, sukzessiver ablaufen. Was meinen Sie, wie stehen die Chancen für Vista? Stimmen Sie ab!
Dicke Hose mit Fujitsu
Große Kapazität, geringe Größe. Die neuen externen 2,5-Zoll-Festplatten von Fujitsu sind noch nicht einmal DIN A 6-groß und fassen trotzdem bis zu 300 GByte an Daten . Für die Hemdtasche sind die Geräte mit einem Gewicht von einem halben Pfund noch zu schwer, aber in die Hosentasche passen sie allemal. Die sogenannten "HandyDrives" sollen noch in diesem Monat in den Verkauf gehen und reichen dabei von 120 GByte zu 90 Euro bis zu 200 Euro, die für die 300 GByte-Version fällig werden. Auch wenn viel reingeht, braucht die Apparatur nicht besonders viel Strom: Ein eigenes Netzteil hat sie nicht, die Versorgung wird über das am Computer angeschlossene USB-Kabel besorgt.
Universal Music: Singles nicht mehr auf CD, sondern USB
Wer kauft denn heute noch CDs? Gibt doch alles im Internet, zum Beispiel bei iTunes, wo man im September seit Start des Angebotes drei Milliarden Downloads verzeichnete.
Was für die Plattenindustrie ein dickes Problem bedeutet. Aber anstatt nun selbst auch einen Online-Shop mit digitalem Musikangebot zu eröffnen, verfielen die Verantwortlichen auf eine andere Idee: Universal Music wird noch in diesem Monat damit beginnen, Musikstücke auf USB-Sticks zu verkaufen .
Einer der Gründe, warum Universal nicht den Schritt weg von physischen Produkten in die reine Virtualität macht, ist das Geld: Die Gewinnmargen sind hier nämlich wesentlich höher als bei digitalen Downloads. Ab dem 29. Oktober sollen die ersten Titel der Rockband Keane und Nicole von den Pussycats in den Handel kommen, zum Preis von umgerechnet gut sieben Euro, beinahe doppelt so viel, wie eine CD-Single kosten würde. Der Finanzchef von Universal UK Brian Rose meinte: "Das Angebot richtet sich an die Jüngeren, zwölf- bis 24-Jährigen, für die eine CD nicht mehr so cool ist, wie es früher üblich war."
Feedback zum Amazon-Relaunch: das meinten unsere Leser
Im gestrigen Netzwelt-Ticker fragten wir, wie die bisher nur zeitweilig sichtbare Neugestaltung von Amazon.de bei Ihnen ankommt. Über 1200 Leser stimmten ab (Stand: Freitag, 13.45 Uhr), fast 47 Prozent fanden das neue Design gut oder sehr gut. Hier sind die Screenshots des Neudesigns zu sehen.
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