Netzwelt-Ticker Controller unter Kontrolle
3.700 gefälschte Xbox 360 Controller
Nachdem der Zoll am Frankfurter Flughafen in den vergangenen Monaten bereits über 20.000 gefälschte iPods aus Chinaeinkassierte, ging den Zöllnern am Flughafen Köln/Bonn nun ein ebenfalls recht ansehnlicher Fang ins Netz. Zunächst gaben die Beamten eine auffällige Postsendung aus China mit 20 Steuerelementen für die Spielkonsole Xbox zur Begutachtung an Microsoft Deutschland weiter. Ergebnis der Prüfung: Fälschungen!
Bei der Überprüfung der chinesischen Absenderadresse wurde man erneut fündig und stellte weitere 3.700 imitierte Controller sicher. Der Pressesprecher des Zollamts Flughafen-Köln/Bonn Kai Wilkens weist gegenüber de.internet.com auf die steigenden Zahlen bei Produktpiraterie hin : "Die wirtschaftlichen Schäden, die Marken- und Produktpiraten verursachen, sind ernorm. Der deutsche Zoll beschlagnahmte bundesweit bei Einfuhrkontrollen im abgelaufenen Jahr in 9.164 Fällen (2005: 7.217) gefälschte Marken oder Produkte, wobei sich der Wert der beschlagnahmten Waren mit fast 1,2 Milliarden Euro (2005: 213,4 Millionen Euro) mehr als verfünffacht hat."
Ruhe sanft, XP
Das lange Sterben des Betriebssystems Windows XP hat begonnen: Spätestens mit der Einführung der Nachfolgeversion Windows Vista war klar, dass die Tage von XP gezählt sind. Bald nämlich wurde angekündigt, dass der XP-Support im Jahr 2014 endgültig eingestellt wird. Höchstwahrscheinlich werden dann sowieso nur noch sehr wenige Anwender diesen Service nachfragen, denn wie apcmag.com in Erfahrung gebracht haben will , ließen einige Computerhersteller wie Lenovo und Dell wissen, dass Microsoft ihnen für Ende 2007 einen Lieferstopp für OEM-Versionen von XP angekündigt hat. Diese verbilligten Betriebssysteme werden nur in Verbindung mit einem neuen Computer verkauft. Ab 2008 wird es Neurechner also nur noch mit vorinstalliertem Windows Vista geben - dies schreiben auch die Verträge vor, die Redmond mit diversen Herstellern geschlossen hat.
Deutsche Uni-Portale mangelhaft
Online sind sie mittlerweile alle, aber ihr Potenzial schöpfen sie noch lange nicht aus. Die Rede ist von Deutschlands Universitäten, und die Einschätzung findet sich in einer gestern vorgestellten Studie, die TNS Infratest im Auftrag von Microsoft durchgeführt hat .
Über 200 Studenten waren detailliert zu ihrem Online-Verhalten und zur Nutzung der universitären IT-Angebote befragt worden. Hauptsächlich bemängelten sie das Fehlen attraktiver Anwendungen, die das Studium effizient unterstützen könnten. So scheint Interaktivität ein Fremdwort für die meisten Uni-Portale zu sein, sie beschränken sich in der Regel auf ihre Funktion als kommunikative Einbahnstraße zum Verbreitung von Informationen.
Die Einreichung von Formularen zum Fachwechsel sei oft ebenso wenig möglich wie die Online-Anmeldung zu Prüfungen. Von virtuellen Sprechstunden oder Chats mit dem Professor kann zumeist nur geträumt werden. Die Vermittlung des Lehrstoffes erfolgt in beinah 60 Prozent der Vorlesungen immer noch mit dem guten, alten Overhead-Projektor, mit dem schon die Saurier ausgebildet wurden. Noch fataler für Deutschlands Unis, die im internationalen Wettbewerb um kluge Köpfe stehen: das Angebot ausländischer Hochschulen wurde deutlich besser bewertet.
Freitag, der 13.
Freitag, der 13 ist ja immer so ein Tag, an dem nicht nur Horoskopleser ängstlich auf den Kalender schauen. In einer Pressemeldung erinnert Symantec daran , was an besagtem Datum durch die Jahrhunderte bereits alles schiefgegangen ist. Angefangen bei der Verhaftung (und späteren Ermordung) der Templer durch Philipp den Schönen am 13. Oktober 1307 über den Schwarzen Freitag im Mai 1927 (auch ein 13.), der zum großen Börsencrash mit anschließender Weltwirtschaftskrise führte bis hin zur amerikanischen Mondmission Apollo 13, deren Besatzung am 13. April 1970 nur knapp einem tödlichen Unglück entging ("Houston, wir haben ein Problem.").
Grund genug auch für den Computerbesitzer, seinem Rechner einen zweiten aufmerksamen Blick zu schenken: am Ende stürzt er ausgerechnet heute, am Freitag, dem 13. ab und alle wichtigen Daten sind weg. Das wäre fatal, denn, so Symantec-Sicherheitsexperte Patrick Heinen: 74 Prozent der Anwender machen kein Backup. Computernutzer sollten selbst für den Schutz der liebgewonnenen Urlaubsfotos regelmäßige Datensicherungen vornehmen. Nicht nur am Freitag, dem 13. Dann besteht auch kein Grund mehr für die Paraskavedekatriaphobie, wie die Angst vorm heutigen Tag auch genannt wird.
Sony killt die "kleine" PS3
Größer ist schöner, das haben sich offensichtlich auch die Computergamer gedacht, die Sonys Playstation 3 vor allem in der "dicken" Version mit 60 Gigabyte-Festplatte kaufen und den kleinen Bruder mit schmaler 20 Gigabyte Kapazität zumeist im Regal stehen lassen. Neun von zehn Käufern entscheiden so. Die Konsequenz: Sony kündigt an, die Produktion der kleinen PS3 aufgrund des geringen Kundeninteresses einzustellen . Die noch vorrätigen Konsolen würden aber noch abverkauft. Dabei handelt sich immerhin noch um mehrere tausend Geräte, die sich in den Lagern stapeln. Der europäische Markt ist übrigens nicht betroffen, hier wurde im Unterschied zu den USA und Japan der Konsolen-Schmalhans gar nicht erst eingeführt.