Netzwelt-Ticker Der "Playboy" kommt aufs iPad
"Playboy"-Model: Bald kommt das Magazin mit den spannenden Interviews auf das iPad
Foto: Kim Kyung-Hoon / REUTERSUralt-Playboy Hugh Hefner hat angekündigt, das von ihm gegründete Magazin "Playboy" werde demnächst in einer Version für das iPad erhältlich sein. Passt ja auch gut zusammen: Hochglanz-Postille auf Hochglanz-Display.
Hefner kündigte an, neue und alte Ausgaben des Magazins sollen von März an für Apples Tablet-Computer verfügbar werden. Unzensiert, betonte der 84-jährige per Twitter-Mitteilung. Möglicherweise gibt der Termin auch einen Hinweis auf die seit Monaten erwartete Einführung einer neuen Apple-Plattform für Zeitschriften und Magazine mit Abo-Funktion.
Gemeinsam mit der News Corp. von Medien-Mogul Rupert Murdoch entwickelt Apple für diese Plattform die digitale Tageszeitung "The Daily". Eigentlich hätte das Blatt in dieser Woche vorgestellt werden sollen. Der Termin, zu dem Murdoch und Jobs gemeinsam erscheinen sollten, war dann aber kurzfristig abgesagt worden. Als Begründung wurden technische Schwierigkeiten genannt.
Apple war bisher stets bemüht, die iOS-Plattform familienfreundlich zu halten, während über konkurrierende Plattformen wie dem Android Marketplace auch erotische oder pornografische Inhalte verbreitet werden. In den vergangenen Monaten gab es auch Diskussionen mit Boulevard-Zeitungen wegen der Bilder luftig bekleideter Frauen in ihren Apps. Da Apple sich aber auch keinen Zensur-Vorwurf einhandeln wollte, hat sich die Lösung eingebürgert, dass Print-Inhalte identisch in die iPad-Versionen übergehen können. Eine iPhone-Version des "Playboy" ist bereits im iTunes Store vorhanden, wird von deren Nutzern aber als ausgesprochen schlecht bewertet. Unter anderem weil die Qualität der Bilder "sehr enttäuschend" und die abgebildeten Damen "gar nicht nackt" seien.
mak/dpa
Sperren oder löschen?
Im Kampf gegen kinderpornografisches Material im Internet kann der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) erste Erfolge melden: 99,4 Prozent der 2010 vom eco an Provider oder das internationale INHOPE-Netzwerk gemeldeten Webseiten seien abgeschaltet worden.
Von 656 gemeldeten Seiten wurden demnach 652 entfernt. Dabei habe die Quote für die 448 im deutschen Bereich gemeldeten Angebote sogar 100 Prozent betragen. Von den 208 beanstandeten, im Ausland gehosteten Web-Seiten wurden über die per INHOPE zusammengeschlossenen internationalen Beschwerdestellen 204 entfernt.
Mit diesen Zahlen will der eco offensichtlich belegen, dass das Modell "löschen statt sperren" funktioniert. Im letzten Jahr hatte es noch Vorwürfe gegeben, der Verband würde Erfolgszahlen nur erfinden. Doch inzwischen würden die nationalen Beschwerdestellen ihre Arbeit zunehmend koordinieren, so der eco. Die Folge sei, dass die Kinderporno-Seiten jetzt schneller entfernt werden. Mittlerweile seien 84 Prozent der von eco ins Ausland gemeldeten Websites binnen einer Woche offline, nach zwei Wochen habe die Erfolgsquote schon bei 91 Prozent gelegen, teilt der Verband mit. "Die Frage ist also nicht ob, sondern nur, wie schnell wir den kriminellen Schmutz aus dem Netz kriegen" , erklärte eco-Rechtsvorstand Oliver Süme.
Comcast schluckt NBC Universal
Sage keiner, mit Kabelnetzen sei nicht das dicke Geld zu verdienen. Der amerikanische Provider Comcast zumindest hat seine Kriegskasse so gut gefüllt, dass es zur Übernahme des Medienkonzerns NBC Universal (NBCU) reicht. Inzwischen hat nach der EU-Kommission nun auch die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) in der Sache grünes Licht gegeben. Der bisherige Eigentümer General Electric bildet mit Comcast ein Joint Venture, in dem NBCU zu 51 Prozent vom Kabelnetzbetreiber gehalten werden. Damit erlangt Comcast mit NBC den Zugriff auf einen großen terrestrischen TV-Sender sowie ein Hollywood-Studio.
Billig-Computer sollen Briten online bringen
Ganz Großbritannien soll ans Netz. Um das zu erreichen, plant die Regierung im Rahmen des Projekts "Race Online 2012", ihren Bürgern Computer zum Stückpreis von 98 britischen Pfund (rund 116 Euro) anzubieten. So soll ab dem nächsten Jahr jeder erwachsene Brite die technische Grundlage für einen Zugang zum Internet bekommen können.
Der Rechner wird allerdings nur sparsam ausgestattet sein. Das Ubuntu-Linux-System soll einen 2 GHz schnellen Pentium-4-Prozessor mit 256 Megabyte Arbeitsspeicher sowie eine Festplatte mit 20 Gigabyte Speicherplatz beinhalten . Zum Preis von 140 Pfund (166 Euro) gibt's ein bisschen mehr, dafür sollen dann ein Pentium mit 2,8-GHz-Taktung, 512 Megabyte Arbeitsspeicher und eine 40 Gigabyte-Festplatte unter der Haube arbeiten. Zum Surfen und Lesen und Schreiben von E-Mails ist das allemal genug.
Brillenloses 3D mit einem Augenzwinkern
Während sich die TV-Hersteller noch darüber streiten, ob 3-D am Bildschirm denn nun besser mit oder ohne teure 3-D-Brille konsumiert werden sollte, hat Francois Vogel längst eine Lösung gefunden: Statt mit einer aufwendigen Elektronik im schnellen Wechsel die Brillengläser zu verdunkeln, um den 3-D-Effekt zu erzielen, lässt er die Bewegungen seiner Augenlider vom TV-Gerät fernsteuern. Zumindest in seinem YouTube-Video, das uns rätseln lässt, wie er den Augen-Effekt wohl hinbekommen hat - und ob man davon Muskelkater (volkstümlich für: Katarrh) bekommt.
Teutonische Gemüter seien gewarnt: Es wäre durchaus denkbar, dass hier Humor im Spiel ist!
mak
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