Netzwelt-Ticker Deutsche googlen am häufigsten Facebook
Facebook-Logo: Google hilft planlosen Deutschen dieses Facebooks
Foto: Jens Büttner/ dpaDie deutschen Webnutzer suchen bei Google und der Microsoft-Suchmaschine Bing etwas, was viele ohnehin täglich nutzen: Facebook. Das weltgrößte Netzwerk taucht auf dem ersten Platz der Suchanfragen auf, die im Jahr 2010 bislang gestellt wurden. Auch der Rest der Top Ten bei Google und Bing - von "youtube" über "ebay" bis "gmx" - zeigt wieder einmal vor allem eins: Dass Suchmaschinen die URL-Leiste vergessen lassen.
Die Videochat-Website Chatroulette ist als Suchbegriff international der Aufsteiger im jährlichen "Zeitgeist" des Suchmaschinenprimus Google, in Deutschland wuchsen nur die Anfragen nach "wm 2010" schneller.
Auch "iphone 4" und "ipad" wurden häufig eingetippt, letzteres ist sogar auf Platz eins der Google-Bildersuche 2010 und damit vor Lena Meyer-Landrut . Überhaupt geht es erstaunlich züchtig zu in den diesjährigen Ranglisten: Statt Lady Gaga oder Angelina Jolie führt die Eurovision-Gewinnerin das Ranking der meist gesuchten Personen bei Google an. Doch keine Sorge, Megan Fox und Co. haben stattdessen ein Plätzchen in der Rangliste der Yahoo-Suche genau wie bei Bing , auch wenn sie sich dort ebenfalls Stefan Raabs Schützling geschlagen geben müssen.
Webcam-Spanner bekommt Bewährungsstrafe
Per Webcam spionierte er in den Zimmern zahlreicher Mädchen - dafür hat ein 44-Jähriger am Freitag ein Jahr und zehn Monate Haft auf Bewährung bekommen. Das sagte der Vorsitzende Richter am Amtsgericht Düren, Maik Schwanewilm, der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. Der Mann hatte sich in die Computer der Opfer gehackt und sie mit der Webcam beim An- und Ausziehen beobachtet. Insgesamt fanden die Ermittler drei Millionen Bilder auf dem Rechner des Verurteilten. Das Urteil ist rechtskräftig.
Gerichtsdirektor Manfred Neukirchen sagte: "Der Mann hat in vollem Umfang gestanden." Das habe sich strafmildernd ausgewirkt, da so auf Zeugenaussagen weitgehend verzichtet werden konnte. Das Gericht blieb am einzigen Verhandlungstag zwei Monate unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe von zwei Jahren.
Insgesamt war der Mann zwischen Herbst 2009 und April 2010 in fast 100 Computer von Kindern und Erwachsenen eingedrungen. Er benutzte dazu eine Spionagesoftware (Trojaner), die er über das Chat-Programm ICQ verschickte. Zwölf Opfer beobachtete er anschließend über die Webcam der von ihm infizierten Computer. Das jüngste Opfer war ein 13 Jahre altes Mädchen. Aufgefallen waren die Taten, weil ein Mädchen einem Datenschutzbeauftragten in der Schule erzählt hatte, dass die Kontrollleuchte ihrer Kamera nicht ausgehe.
dpa
Twitter noch lange kein Massenmedium
Für dieses Ergebnis braucht man eigentlich keine Studie, das renommierte amerikanische Pew-Institut hat sie trotzdem durchgeführt: Twitter ist in den USA vom Mainstream noch weit entfernt. Die Netz-Erforscher haben herausgefunden, dass gerade mal acht Prozent der amerikanischen Erwachsenen Twitter verwenden. Der Löwenanteil der Nutzer ist zwischen 18 und 29 Jahren alt, lateinamerikanischer Abstammung und lebt in Städten. Ansonsten ist der Erhebung unter 2257 Erwachsenen zufolge die Twitter-Zielgruppe sehr heterogen. Hier tummeln sich Jüngere genau wie Best Ager, Besserverdiener, College-Abbrecher. Immerhin kommt Pew zu der Erkenntnis, dass mehr Frauen als Männer den Zwitscherdienst nutzen.
WikiLeaks: Ungeahnte Unterstützung
"Wir haben unsere Zeit schon abgesessen, also können wir auch das Verbrechen begehen, für das wir verurteilt wurden", kommentiert der Chef von EasyDNS seine jüngste Domainvergabe an WikiLeaks . Das kanadische Unternehmen hatte vergangene Woche per Twitter und Facebook einen regelrechten "Shitstorm" über sich ergehen lassen müssen. Grund: Statt EveryDNS wurde wegen eines Schreibfehlers EasyDNS als Hoster der Whistleblower-Plattform ausgemacht, der die Domain abschaltete. Der Provider nimmt es den Angreifern offenbar nicht übel und hostet jetzt gleich zwei WikiLeaks-Klone in Holland und der Schweiz.
Wird das iPad die Zeitung kannibalisieren?
Sollte Apples iPad nicht eigentlich den Printjournalismus retten?, fragt PaidContent und spielt damit auf eine aktuelle Studie der Universität von Missouri unter 1600 häufigen iPad-Nutzern an. Demnach erwägen 58,1 Prozent der Befragten, ihr Abonnement der gedruckten Zeitung zugunsten der elektronischen Lektüre abzubestellen. Da der Großteil jedoch aus finanziellen Erwägungen auf dem iPad Zeitung liest, sähe die Sache schon anders aus, sollten die entsprechenden Apps im Preis steigen. Der durchschnittliche iPad-Nutzer ist laut Erhebung übrigens ein gebildeter, wohlhabender und technologiefreundlicher Mann zwischen 35 und 64. Alle Ergebnisse gibt es hier .
Längere Videos bei YouTube
Erst fiel die Beschränkung von Videos auf zehn Minuten, jetzt lässt YouTube noch längere Clips auf seiner Plattform zu. Demnächst können auch Videos hochgeladen werden, die das bisherige Limit von einer Viertelstunde sprengen, verkündet die Google-Tochter. Das scheint zunächst einmal nicht für alle Nutzer zu gelten - Kriterien verriet YouTube allerdings nicht.
Science-Fiction-Schmankerl zum Wochenende
Näher war Otto Normal selten an SciFi-Visionen dran: Ein Kinect-Hack macht ein futuristisches gestengesteuertes Interface möglich.
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