Netzwelt-Ticker Die HD DVD lebt weiter - ein bisschen
Die ganze HD-Videowelt ist nun vom Blu-ray-Format besetzt. Die ganze HD-Videowelt? Nein, ein paar tapfere Besitzer von HD DVDs leisten nach wie vor Widerstand. Für diese Filmsammler wollen die Unterhaltungselektroniker von LG und Samsung weiterhin Kombiplayer anbieten, die sowohl Blu-ray als auch HD DVD abspielen können, meldet "Bloomberg" .
Eigentlich gilt das HD-DVD-Format seit Toshibas endgültigen Rückzug von der HD-DVD-Geräteherstellung als mausetot, doch wird es wohl noch für einige Zeit eine gewisse Rolle im Marktgeschehen spielen können. Zumindest die erwähnten Käufer von HD DVDs werden ihre Filme sicher nicht sofort sämtlich im Blu-ray-Format nachkaufen wollen. Ob LG und Samsung allerdings noch wesentliche Umsätze mit ihren Kombiplayern erzielen können, bleibt auch deshalb fraglich, weil die Geräte mit saftigen Preisen zu Buche schlagen.
Gekappte Seekabel: Sabotage?
Vor zwei Wochen rätselte alle Welt über die Ursache für die gekappten Seekabel vor Ägypten und im Persischen Golf, die Teile des Nahen Osten in die Internet-Finsternis zurückstieß. Nun glaubt man bei der International Telecommunication Union (ITU), die Schäden an den Glasfaserkabeln könnten die Folge von Sabotage gewesen sein.
Sami Al Basheer Al Morshid, der Leiter einer ITU-Entwicklungsabteilung, schließt Vorsatz nicht aus: "Einige Fachleute bezweifeln, dass ankernde Schiffe die Kabel versehentlich zerrissen haben könnten, schließlich verlaufen die Kabel in großen Tiefen und in Gebieten, die von Schiffen nicht passiert werden dürfen", wird er bei "heise.de" zitiert . Allerdings war zumindest bei den Reparaturarbeiten an einem der gerissenen Kabel vor Dubai ein mehrere Tonnen schwerer Anker gefunden worden. Mittlerweile sind die Glasfaser-Backbones repariert.
Digitale Polaroids
Vor kurzem kündigte Sofortbildpionier Polaroid an, die Produktion von Sofortentwicklungsfilmen auf Chemiebasis nach 60 Jahren einzustellen. Zukünftig will man sich aufs digitale Geschäft verlegen. Was das Unternehmen damit meint, lässt sich an einem neuen Drucker erkennen, der mit dem sogenannten "Zink"-Verfahren Bilder produziert .
Dabei steht "Zink" für "zero ink", beschreibt also ein tintenlos arbeitendes Gerät. Tatsächlich benötigt der kleinformatige Drucker Spezialpapier, in dem die Sekundärfarben Cyan, Magenta und Gelb bereits enthalten sind und durch Hitzeeinwirkung aktiviert werden. Die 51 x 76 mm kleinen Bilder entstehen in 60 Sekunden, sind kratz- und wasserfest und sollen auch nicht verblassen. Praktisch für unterwegs: Das Druckerchen kann genauso über USB wie Bluetooth mit einer Digitalkamera oder einem Handy verbunden werden.
Handys für den Mann im Mond
Nachdem mittlerweile auch die letzten Winkel der Erde (inklusive großer Teile der Eifel, Süd-Sachsens und des Hunsrücks) mit dem Handy erreichbar sind, suchen die Mobilfunktechniker nach neuen Herausforderungen. Die Nasa hat sie. Gemeinsam mit ihren britischen Kollegen der BNSC plant die amerikanische Raumfahrtagentur die Entwicklung eines Mobilfunksystems für den Mond, berichtet "news.com" .
Im Zuge der Planungen für eine dauerhafte Besiedlung des Erdtrabanten ab dem Jahr 2020 arbeiten die Techniker auch an einem Kommunikationssystem, das selbst die Distanz zur Erde überwinden könnte. Erste Tests sollen 2012 beginnen, dabei wird der Prototyp eines satellitengestützten Netzes erprobt, das dem Inmarsat-Telefonnetz ähnelt. Am Ende dieser Phase mit dem Namen "MoonLite Mission" würden dann ein oder zwei Satelliten ein Telefonsystem am Südpol des Mondes stützen. Dort ist zunächst die Errichtung einer Station geplant, weil die NASA hier nach Wasser suchen lassen will.
Apple ganz klein: iPod shuffle jetzt ab 45 Euro
Klein ist er ja schon, der iPod shuffle, jetzt wird er noch winziger, zumindest, was den Preis angeht: Gestern kündigte Hersteller Apple eine Preissenkung von bisher 79 auf 45 Euro an. Die bunten Alukästchen dürften damit in der Beliebtheit weiter steigen, zumal Apple noch einen drauflegt und einen iPod shuffle mit doppelter Kapazität ankündigte. Für 65 Euro werden bald auch Dauerhörer glücklich, denn noch in diesem Monat soll die Variante mit zwei Gigabyte Speicherplatz herauskommen, genug für rund 500 Popsongs.