Netzwelt-Ticker Die PSP wird Telefon
Handyspiele
Sony und die britische Telekom BT melden, dass man gegen Ende des Jahres auf und von der Insel per Playstation Portable telefonieren kann auch per Bildtelefonie. Die Software dazu soll künftig auf dem von Haus aus WLAN-fähigen Handheld vorinstalliert sein. Zunächst könne man dann zwar nur andere PSP-Nutzer erreichen, diese allerding weltweit. Bald darauf sollen dann auch Anrufe in Fest- und Mobilfunknetze möglich sein. Man will mit diesem verspielten Dienst schließlich in insgesamt 100 Ländern an den Start gehen.
Wir kommen von Google und möchten Ihnen helfen
Das ist einmal eine gute Nachricht für alle Windows-Benutzer: seit einem guten Jahr werkelt bei Google bereits ein Anti-Malware Team vor sich hin, das sich am Montag mit einem ersten Eintrag in Googles neuem "Security Blog" vorstellte . Künftig würde Google seine Nutzer bereits in den Suchergebnissen warnen und darauf hinweisen, dass eine Webseite schädlichen Code enthält, der den Netz-Nutzern beim Seitenaufruf untergejubelt werden soll. Ferner will man verhindern können, dass Schadsoftware per "Drive-by-Download" über Googles Desktop-Suche auf einen Rechner schneit.
Für so viel Schutz könnte man als Computerbesitzer mit etwas Aufmerksamkeit zwar stets auch selbst sorgen. Aber es schadet ja nicht, wenn jemand da ist, der sich kümmert. Und Google möchte sich kümmern, künftig noch sehr viel mehr. Denn die nächste Herausforderung für Suchmaschinen sei es, sämtliche Nutzerdaten zu erfassen. Google-Chef Eric Schmidt sieht seine Firma in fünf Jahren soweit, dass man dann jedem von uns gute Ratschläge erteilen kann: "Unsere Nutzer sollen uns auch fragen können, für welchen Job sie sich entscheiden oder was sie am nächsten Tag unternehmen sollen" , zitiert ihn die "Financial Times". Es sei Googles Mission, das Wissen der Welt zu organisieren und dazu müsste die Suchmaschine eben alles über uns in Erfahrung bringen. Schmidt: "Unsere Algorithmen für die Personalisierung werden ständig besser."
Hillary Clintons Mixtape
Hillary Clinton will im nächsten Jahr zur Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt werden. Und weil man bei so einem Vorhaben nichts dem Zufall überlassen darf, spielt sie aller Welt sogar ihre neun liebsten Lieder auf ihrer Webseite vor und fragt alle Welt: "Welchen Song soll ich zu meinem Wahlkampfsong machen?"
Gewählt werden kann unter zweimal U2, den Temptations und den Dixie Chicks, Shania Twain, den Staple Singers, Jesus Jones, KT Unstall und Smash Mouth, alles Stücke mit so vielsagenden Titeln wie "Get ready", "Ready to run", "Rock this country" und "Right here, right now". Naja. Wem das nicht gefällt, der darf einen zehnten Titel eintippen, ganz frei von der Leber weg; selbst Heino und Sarah Connor werden akzeptiert. Und weil das so ist und weil man offensichtlich schummeln kann, gibt es nun sogar eine Webseite, auf der man so oft man möchte einen Knopf anklicken kann, um für den Nine Inch Nails-Song "Capital G" Großes G zu stimmen . Dessen Fans haben es sich zur Aufgabe gemacht, ausgerechnet dieses Lied über den Amtsvorgänger Bush zur Wahlkampfhymne machen zu wollen . Warum? Weil es geht. So sind Fans nun einmal.
Der macht die Gefühle
Ist Apple etwa prüde? Oder welchen Grund hatte man, seine Anwälte wegen eines Plakats für ein Sexspielzeug in Gang zu setzen? Das britische Boulevardblatt "News of the World" berichtet, dass man der dortigen Schmuddelladenkette Ann Summers verbieten wolle, mit einem Poster nach Apple-Art für den hauseigenen iPod-Vibrator "iGasm" zu werben : auf der schwarzen Silhouette einer knieenden iPod-Nutzerin zweigt vom weißen Ohrstöpselkabel in Hüfthöhe eine Verbindung Richtung Schritt der Dame ab, die sich bodenturnerisch nach hinten durchbiegt, während sie winkend die Fernbedienung für den Vibrator hochhält. "Vielleicht sollten wir ihnen ein Gerät zuschicken, um ihnen wieder ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern", zitiert das Blatt "Ann Summers"-Chefin Jacqueline Gold. Was dann aber wohl, und mehr soll dem dann nicht hinzu gefügt werden, davon abhängt, was für Musik die Herren auf ihrem iPod haben.
Aufforderung zum Tanz
So geht es also auch: bei netzpolitik.org erfahren wir von einer gütlichen Einigung in einem Copyright-Streit , die anderen bitte ein leuchtendes Vorbild sein soll. Noch im Februar gab es die verworrene Situation, dass ein Choreograf sein Urheberrecht an einer Abfolge an Tanzschritten verletzt sah durch einen Ausschnitt in einem Video auf YouTube, welches er deshalb sofort gelöscht haben wollte: die besagte Szene zeigt tanzendes Konzertpublikum. Nach einigem Hin und Her gab Choreograf Richard Silver seine Forderung nun auf und willigte sogar ein, seine famosen Schritte fortan für "nichtkommerzielle Tänzer und sie dokumentierende Kulturgüter" freizugeben. Die ansehnliche Tanzfigur heißt "The Electric Slide" eine kleine Animation der Schrittfolge findet sich auf Mr. Silvers Webseite .