Netzwelt-Ticker: Facebook und Ebay eilen YouTube zu Hilfe - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Facebook und Ebay eilen YouTube zu Hilfe

YouTube bekommt Unterstützung: Facebook und Ebay springen dem Unternehmen im Streit mit Viacom bei. Der Medienkonzern stört sich an unerlaubt genutzten Videos. Außerdem: Flash bekommt neue Fürsprecher. Das und mehr im Nachrichtenüberblick.
Von Carolin Neumann
YouTube-Homepage: Internetunternehmen stehen Seit' an Seit'
YouTube-Homepage: Internetunternehmen stehen Seit' an Seit'

YouTube-Homepage: Internetunternehmen stehen Seit' an Seit'

Foto: SAMANTHA SIN/ AFP
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Internetriesen machen Front gegen Medienunternehmen: Mit deutlichen Worten haben große Web-Firmen eine Klage des Medienkonzerns Viacom gegen die Videoplattform YouTube verurteilt. Viacom (MTV, Paramount Pictures) geht gegen das Google-Tochterunternehmen vor, weil dort Zehntausende Clips aus urheberrechtlich geschützten Viacom-Werken abrufbar sind. Jetzt haben Facebook, das Internet-Konglomerat IAC, Ebay und Yahoo sich gemeinsam an das Gericht gewandt, das für die Urheberrechtsklage zuständig ist: Sie warnen vor den Folgen des Prozesses.

Sollte die Klage, bei der es um eine Milliarde Dollar Schadenersatz geht, Erfolg haben, sei dies schädlich für die weitere Entwicklung des Internets. Dass einige Informationen auf Portalen wie der beklagten Google-Videotochter YouTube illegal sind, sei nunmal "unvermeidbar", heißt es laut der Medien-News-Seite Paidcontent in der Stellungnahme. Das sieht Viacom anders: Nichts hindere "legitime internetbasierte Unternehmen" daran, erfolgreich Geschäfte im Netz zu machen, teilt der Medienkonzern mit . Google habe aber bewusst von den Urheberrechtsverstößen profitiert.

Wie CNet anmerkt, kommt die Unterstützung für Google kurz nachdem seinerseits Viacom schwergewichtige Fürsprecher  um sich scharte: NBC Universal, Warner Bros. und Disney sowie die Screen Actors Guild und die Directors Guild, die Gewerkschaften der amerikanischen Schauspieler und Regisseure. Jetzt kommt es zum Showdown: Die vergleichsweise jungen und erfolgsverwöhnten Internetunternehmen gegen die großen, vom Strukturwandel gebeutelten Medienkonzerne.

Flash hat treue Fans

Time Warner, NBC Universal und andere Riesen der Medienbranche sollen Apple mitgeteilt haben, dass sie die Archive ihrer Websites nicht komplett für das iPad umstellen werden. Denn viele Inhalte setzen auf das Flash-Format für Videos und Animationen - das von Apple aber nicht unterstützt wird. iPhone- und iPad-Nutzer gucken also oftmals in die Röhre. Der Umbau auf iPad-kompatible Technik sei zu teuer und vor allem den Aufwand nicht wert, heißt es jetzt. Schließlich dominiere die von Steve Jobs geschasste Flash-Technologie  nach wie vor das Internet, zitiert die "New York Post" eine anonyme Quelle. Auch gebe es Tablets, die Flash abspielen können.

Doch es gibt auch Unterstützung für iPad und Co.: Zu den Unterstützern gehört neben Rupert Murdochs Fox News und CNN vor allem Disney. Da ist Apple-Chef Jobs allerdings auch größter Anteilseigner.

EU-Datenschützer haken bei Suchmaschinenbetreibern nach

Die Suchmaschinisten speichern die Daten ihrer Nutzer noch immer viel zu lange - finden jedenfalls die offiziellen Datenschützer in Europa. Die sogenannte Artikel-29-Arbeitsgruppe  hat in offenen Briefen an Google, Yahoo und Microsoft appelliert, sich endlich der allgemeinen EU-Datenschutzrichtlinie anzupassen. Marktführer Google etwa speichere die IP-Adressen seiner Nutzer derzeit neun Monate, die Datenschützer aber fordern von allen Betreibern eine Frist von sechs Monaten.  Außerdem fordern sie eine Anonymisierung der Daten. Sollten die Unternehmen dem nicht nachkommen, könnte offenbar eine Klage ins Haus stehen: EU-Justizkommissarin Viviane Redding  jedenfalls hat die USA am Donnerstag aufgefordert, ein Abkommen mit entsprechenden Eingriffsmöglichkeiten zu treffen, berichtet Betanews.

Auch das noch: