Netzwelt-Ticker Gerüchte über Google Games
Zynga-Spiel "Farmville": Geld von Google?
Eine Nachricht vom Finanzmarkt bringt Google-Kenner und Freunde sogenannter Social Games gleichermaßen zum Träumen. Der Suchmaschinist habe im Stillen 100 Millionen Dollar in das Farmville-Unternehmen Zynga investiert, will "Techcrunch" in Erfahrung gebracht haben. Mit der Folge, dass Zynga ein Teil der bislang nur gerüchtehalber erwähnten Spieleplattform Google Games werden könnte. Die soll noch in diesem Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt werden, in ihrem Angebot könnten dann eben auch Spiele von Zynga enthalten sein. Damit hätten die Entwickler in Mountain View eine Menge Zeit gespart, denn mit "Farmville", "Mafia Wars" und anderen wäre sofort eine Reihe zugkräftiger Games dabei. Außerdem könnte Google noch eins draufsetzen und einem ungeliebten Konkurrenten eins auswischen. Ganz einfach damit, als Bezahlsystem aufs hauseigene Checkout zu setzen und damit dem Bezahldienst Paypal seinen (TechCrunch zufolge) größten Kunden wegzunehmen. Darüber hinaus könnten auch die Wirtschaftszahlen Zyngas bei Google für rote Bäckchen sorgen: ungenannten Quellen zufolge soll der Umsatz im ersten Halbjahr 2010 bei 350 Millionen Dollar gelegen haben, im kommenden Jahr könnten sogar über eine Milliarde Dollar hereinkommen.
Google stellt App-Entwickler-Tool für jedermann vor
Nicht jeder, der regelmäßig am Computer sitzt, ist ein Nerd, der ein halbes Dutzend Programmiersprachen im Schlaf beherrscht. Für diejenigen, die nur spärliche Kenntnisse im Programmieren haben, sind die Hürden jetzt dennoch niedriger geworden. Heute hat Google seine Entwicklungsanwendung namens "App Inventor" für den allgemeinen Gebrauch freigeschaltet. Das Android-Programm erlaubt es dem Anwender, ähnlich wie in einer Textverarbeitung mit Textblöcken, auf einer grafischen Oberfläche ganze Blöcke von Programmiercode hin- und herzuschieben. Dabei steht jeder für eine andere Smartphone-Fähigkeit. Das Projekt läuft unter Federführung von Harold Abelson, eines Wissenschaftlers vom Massachusetts Institute of Technology. Der Forscher, der gerade sein Sabbatjahr bei Google verbringt, erklärte der "New York Times" das Grundprinzip seiner Erfindung: "Das Ziel besteht darin, in dieser mobilen Welt aus Konsumenten Schöpfer, Urheber zu machen." Smartphone-Nutzer sollten damit ähnliche Freiheiten fürs Programmieren erhalten, wie sie schon seit langem im Computerbereich bestehen. "Wir konnten das nur deshalb machen, weil die Android-Architektur so offen ist", so der Forscher.
Damit setzt sich Google erneut vom Konkurrenten Apple ab, der eine deutlich restriktivere Politik in Sachen Entwicklung und Zulassung von Apps für iPhone & Co. verfolgt.
Irland bremst geplante EU-Datenweitergabe an Israel aus
Alle reden über das Swift-Abkommen, das den Austausch von Bankdaten zwischen der EU und den USA regelt. Derweil gibt es noch eine andere Initiative zum Austausch von sicherheitsrelevanten Daten, diesmal zwischen der EU und Israel. Zunächst sollen private Unternehmen in Europa und Israel Daten über Kunden austauschen können. Ein israelischer Handynutzer könnte so zum Beispiel die Netze in Italien nutzen, die italienischen Telkos würden dabei sämtliche benötigten persönlichen Daten aus Israel zur Abrechnung erhalten. Darüber hinaus könnten israelische IT-Sicherheitsunternehmen ihre Dienste wie Datensicherung auf israelischen Servern auf dem europäischen Markt anbieten. Doch diesen Plänen schob jetzt der irische Justizminister Dermott Ahern einen Riegel vor, wie "Haaretz" aus Tel-Aviv berichtet . Der Politiker erklärte, weil israelische Stellen im Zuge einer Aktion gegen die palästinensische Hamas auch irische Pässe gefälscht hätten, dürfe das Land keinerlei Zugang mehr zu entsprechenden Daten erhalten. Irland will nun die gesamte EU-Initiative zur Datenweitergabe an Israel stoppen.
Urteil legt Schadensersatz für beschlagnahmte Computer fest
Polizei im Haus, Computer weg. Das ist in der Regel ein Ergebnis von Hausdurchsuchungen durch Polizeibeamte. Und bis das gute Stück dem Besitzer wieder ausgehändigt wird, vergehen nicht selten Monate, in deren Verlauf kein Zugriff auf zum Teil wichtige Daten möglich ist. Selbst dann, wenn etwaige Verdächtigungen sich später als grundlos erweisen. Dafür gibt es jetzt Schadenersatz, urteilte das Oberlandesgericht München (Beschluss v. 23.03.2010 - Az.: 1 W 2689/09). Computer seien heute ein ebenso wichtiger Bestandteil der alltäglichen Lebensführung wie ein Herd, Kühlschrank oder Fernseher. Und so erhielt eine Klägerin, der bei einer Durchsuchung unrechtmäßig ein PC nebst Notebook beschlagnahmt worden waren, für immerhin eines der Geräte eine Erstattung für den entstandenen Nutzungsausfall, den das Gericht auf 2,30 Euro am Tag berechnete. Womit die Besitzerin für eine 77-tägige Beschlagnahmefrist Anspruch auf 177,10 Euro Schadenersatz hätte.
YouTube jetzt mit Doppelplus-Full-HD
Die Videoplattform YouTube wird jetzt noch schärfer. Die Techniker haben unter der Haube geschraubt und die maximale Auflösung für Videoclips versechsfacht. Damit können nun Auflösungen von bis zu 4096 × 2304 hochgeladen und wiedergeben werden. Allerdings dürfte sich der Nutzerkreis des neuen Angebotes noch sehr im überschaubaren Rahmen bewegen. Denn um die feinen Riesenbilder überhaupt als flüssigen Film ansehen zu können, braucht der Filmfan schon eine richtig dicke Datenleitung. Vom nötigen Equipment zur angemessenen Wiedergabe mal ganz zu schweigen, schon der geeignete Projektor hätte die Ausmaße eines kleinen Kühlschranks, wie "Heise" anmerkt .
China hat Google wieder lieb.
Nach längerem Zoff über Chinas Zensurmaßnahmen fürs Internet, der zum kurzzeitigen Ausschluss Googles aus dem Reich der Mitte führte, haben sich die Kontrahenten nun wieder geeinigt. Die Behörden erteilten der Seite Google.cn wieder ihre Zulassung, allerdings nur nach einigen Änderungen. Derzeit sind nur Anfragen für harmlose Themenbereiche wie Musik oder Produktsuche zulässig, solche mit politischen Inhalten werden nach wie vor auf die unzensierte Schwesterseite in Hongkong umgeleitet .
Auch das noch:
- Google Maps beginnt mit 45-Ansichten mit 3D-Effekt
- Facebook entschuldigt sich für Porzellanpuppen-Nipplegate
- Microsoft patentiert das Umblättern