Netzwelt-Ticker: Gerüchte um Playstation 4 - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Gerüchte um Playstation 4

Steht die nächste Inkarnation der Sony-Spielkonsole schon 2008 in den Regalen? Möglich wäre es. Unmöglich ist dagegen, wie US-Telekommunikations-Konzerne ihre Kunden fürs Nicht-Telefonieren abzocken. Das und mehr im Überblick.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Playstation 4 schon im Herbst 2008?

Es rumort weiterhin um Sonys Spielkonsole Playstation. Gerade erst macht der japanische Konzern ordentliche Gewinne mit der Version Nummer drei, und schon kommen bei DailyTech die ersten Gerüchte um die nächste Generation auf .

Bereits im Herbst 2008 könnte die PS4 demnach auf den Markt kommen, wobei es allerdings unklar ist, ob auf dem Gerät tatsächlich die Zahl "Vier" kleben wird. Es wird auch weniger eine völlig neue Konsole denn eine Weiterentwicklung der jetzigen sein. Mit einem veränderten Laufwerkschacht und viel mehr Platz, um Peripheriegeräte anzuschließen. Außerdem soll ein mächtig aufgerüstetes Softwarepaket dabei sein, das der immer stärkeren Nutzung der Geräte im TV- und HiFi-Bereich Rechnung trägt.

Schneller bieten mit Firefox

Seit gestern ist die "Ebay-Edition" des Firefox-Browsers draußen, damit will Mozilla Zugang und Nutzung des Online-Auktionshauses vereinfachen, wie futurezone meldet . Dabei können Ebay-Angebote über einen eigenen Sidebar beobachtet werden, der sich die Daten vom entsprechenden "My Ebay"-Account holt. Momentan ist das Angebot auf deutsch, englisch und französisch zu haben. Das wird Ebay-Nutzer sicher freuen, andere sind weniger entzückt, dass auf dem geliebten Open-Source-Browser nun gleichsam das Ebay-Logo pappt.

Exakter bewerten auf Ebay

Passend zur Ankündigung  des Auktionshauses, sein Bewertungssystem zu erweitern: In "Kürze" (so Ebay) werde man Verkäufer zusätzlichen nach einem Punktesystem in vier Sachgebieten bewerten: Präzision und Zuverlässigkeit der Artikelbeschreibung, Art der direkten Kommunikation, Versandgeschwindigkeit und Höhe der Porto- und Verpackungsgebühren.

Texas: Schüler macht Counterstrike-Map der Schule und fliegt

Jedes Mal nach schweren Unglücken steigt die Aufmerksamkeit auch in Bezug auf die Umstände, die zur Katastrophe geführt haben. Ebenso regelmäßig schießen die Vorsichtsmaßnahmen übers Ziel hinaus. So auch im Fall des Massakers an der Universität von Blacksburg.

In Texas hat man der Debatte um den vorgeblich negativen Einfluss von Killerspielen eine besonders bizarre Note hinzugefügt: Ein Schüler der angesehenen Clements High School wurde gefeuert und in eine Sonderschule abgeschoben . Grund: Der Jugendliche hatte den Plan seiner Schule im Ballerspiel "Counterstrike" nachgebaut.

Als Eltern anderer Kinder mitbekamen, was der Junge auf dem Rechner hatte, verständigten sie die Polizei. Die nahm den Schüler fest und durchsuchte anschließend sein Zimmer, wo sie auch fündig wurden: Sie entdeckten einen Hammer, den der Junge dazu brauchte, um sein altersschwaches Bett zu reparieren. Die Polizei jedoch entschied, der Junge sei "eine terroristische Bedrohung".

HP verklagt Pelikan

Druckertinte ist ein ganz besonderer Saft, nicht so selten, aber genauso teuer wie Mäusemilch oder Chanel N° 5. Das ärgert vor allem die, die viel drucken müssen, und entsprechend froh sind sie über Angebote von Drittanbietern, die die Farbdöschen zu erträglichen Preisen verkaufen.

So macht das auch Pelikan, deren Druckertintensparte leere Markenpatronen aufkauft, neu befüllt und wieder in Umlauf bringt. Das gefällt nun Unternehmen wie HP überhaupt nicht, die viel Geld und Mühe investiert haben, die werte Kundschaft ans eigene, teure Produkt zu binden. Kein Wunder daher, dass HP jetzt Pelikan verklagt hat, weil die deutsche Konkurrenz Markenrechte bei Patronen und Tinten verletze, wie die Financial Times berichtet . Denn Pelikan begnüge sich nicht mehr mit dem Verkauf von recycelten Patronen, sondern biete auch Neuware an. Und das sei nichts anderes als der Handel mit raubkopierten Tinten und Patronen.

US-Telcos: bezahlen fürs Nicht-Telefonieren

Auf einen neuen und sehr originellen Weg der Umsatzsteigerung ist das amerikanische Telekommunikationsunternehmen Verizon verfallen: die Abrechnung für nicht gemachte Telefongespräche. Davon betroffen ist die Gruppe jener anspruchsloser Kunden, die mit dem Basispaket ohne jeden Schnickschnack zufrieden sind und keine Sondertarife (bei entsprechend höherer Grundgebühr) für Leistungen irgendeiner Art in Anspruch nehmen wollen, so zum Beispiel für Ferngespräche.

Reporternews berichtet von den ersten Fällen , in denen Verizon-Kunden auf ihrer Telefonrechnung einen Rechnungsposten über zwei Dollar fanden, weil sie zwar Ferngespräche führen könnten, dies aber nicht täten und auch keinen gesonderten Ferngesprächstarif angemeldet hätten. Das klingt so kundenfreundlich und sympathisch, dass es sicher nicht mehr lange dauern wird, bis auch die Deutsche Telekom davon hört und damit ihre Maßnahmen zur Kundenbindung intensiviert.

Die Hälfte der Europäer tut es schon: TV online gucken

RTL-Boss Gerhard Zeiler träumte jüngst noch im SPIEGEL-Gespräch davon, dass die heute 17-jährigen Internetnutzer in zehn Jahren sämtlich wieder vor die Glotze zurückkehren würden, da macht TechCrunch auf eine Motorola-Studie aufmerksam , derzufolge bereits beinahe die Hälfte der europäischen DSL-Nutzer Fernsehen online guckt. Am weitesten verbreitet ist Web-TV demnach in Frankreich. 59 Prozent der Franzosen nutzen das Online-Angebot, um Dokumentationen und Serienfolgen anzuschauen. In Deutschland liegt der Anteil bei 33 Prozent. Die BBC zitiert dazu den Motorola-Studienleiter Karl Elliott : "Die Zuschauer in Europa sind nicht länger damit zufrieden, sich nach von den Sendern diktierten Programmabläufe zu richten, sondern wenden sich der flexiblen Wahlfreiheit zu, wie sie der TV-Konsum übers Internet ermöglicht."

Belgien hat Google wieder lieb

Da hatten einige das Funktionsprinzip des Internet nicht ganz begriffen. Der Verband der belgischen Zeitungsverleger Copiepresse hatte Google verklagt, weil die Suchmaschinenbetreiber auf ihrer Nachrichtenseite auf Zeitungen von Verbandsmitgliedern verlinkten und dabei Headlines und kurze Anleser anboten, wie es eben das Prinzip von Google News ist. Copiepresse beschwerte sich über die unerlaubte Nutzung von Zeitungsinhalten, die noch nicht einmal vergütet werde.

Da manche Richter bekanntlich noch weniger Ahnung vom Internet haben, gewann Copiepresse letztes Jahr sogar einen entsprechenden Prozess und wollte auch in anderen Ländern klagen. Irgendjemand muss den Verbandsfunktionären in der Zwischenzeit das Internet zumindest teilweise erklärt haben und damit die Vorteile, von Google News verlinkt zu werden, denn die Streithähne haben sich geeinigt. Google darf nun wieder auf Artikel der Verbandstitel verlinken, nur archiviert dürfen sie nicht werden und gelangen daher auch nicht in den Google Cache. Schon morgen also kann man in die belgischen Zeitungen nicht einmal mehr virtuellen Fisch einwickeln.

Verschwiegenheitserklärung bei Google

Wer beim KGB arbeitet oder Mitglied beim Opus Dei ist, macht daraus in der Regel ein Geheimnis, schon deshalb, weil es mit dem öffentlichen Ansehen besagter Organisationen nicht zum Besten steht. Nicht selten müssen Mitarbeiter von Firmen, die mit militärischem oder sonstig geheimnisträchtigen Inhalten zu tun haben, ziemlich strikte Verschwiegenheitserklärungen unterschreiben.

Jetzt macht Slashdot darauf aufmerksam , dass anscheinend auch Google ("Don't Be Evil") seinen Mitarbeitern eine solche Erklärung abverlangt. Ein anonymer Leser wird mit der Aussage zitiert: "Um für eine Anstellung bei Google auch nur in Betracht gezogen zu werden, muss man eine Vereinbarung unterschreiben, in der Öffentlichkeit 'den Namen Google weder zu erwähnen noch anzudeuten'. Diese Vereinbarung verfällt nie."

Auch wenn derlei Erklärungen in der Wirtschaft nichts Ungewöhnliches sind, verwundert die Art der Handhabung bei Google doch. Auf Valleywag.com sind weitere, umfangreiche Beispiele für Verschwiegenheitserklärungen nachzulesen , die selbst Besucher des Google-Firmengeländes in Mountain View unterzeichnen müssen.

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