Netzwelt-Ticker: Google+ hat 90 Millionen Mitglieder - DER SPIEGEL
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Google: Suchen und netzwerken

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Netzwelt-Ticker Google+ hat 90 Millionen Mitglieder

Viele neue Profile, aber was machen die Leute eigentlich bei Googles sozialem Netzwerk? Und wie lange? Google-Chef Larry Page prahlt mit Anmelderekorden und schweigt zum Rest. Außerdem im Nachrichten-Überblick: Siris Zukunft und erfolgreicher Online-Protest.
Von Carolin Neumann
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Reichlich Werbung sowie die zunehmende Integration in Googles andere Dienste scheint dem sozialen Netzwerk Google+ einen ordentlichen Schub zu verschaffen: Im Rahmen seiner Quartalsbilanz gab das Internetunternehmen bekannt, jetzt 90 Millionen Nutzer auf seiner jungen Plattform zu registrieren.

Die reine Mitgliederzahl sagt allerdings wenig über die tatsächliche Nutzung des Netzwerks aus (die ist beim Konkurrenten Facebook hoch). Google-Unternehmensvertreter drückten sich bei der Bekanntgabe vor klaren Aussagen, beschreibt unter anderem das Blog "AllThingsD". 

Nichts desto trotz ist das rasante Mitgliederwachstum des Netzwerks durchaus erwähnenswert, vor allem in Verbindung mit einer im Dezember bekannt gewordenen Langzeitprognose: Der Namensforscher Paul Allen, den das "Google Watch Blog" als "inoffiziellen Google-Plus-Rechner"  bezeichnet, schätzte Ende Dezember die Mitgliederzahl bei Google+ auf 62 Millionen.

Allen schätzt die Anzahl der angemeldeten Nutzer bei Google+ auf Basis einer Stichprobe mit 337 Nachnamen, die weltweit vorkommen. Allens Mitarbeiter untersuchen seit Juli 2011, wie oft diese Namen in den öffentlich durchsuchbaren Profilen bei Google+ auftauchen. Auf Basis dieser Häufigkeiten und der bislang von Google veröffentlichten Mitgliederzahlen rechnen sie dann hoch, wie sich die Mitgliederzahl insgesamt entwickelt.

Allen prognostizierte Ende Dezember, dass Ende 2012 bei Google+ 400 Millionen Menschen angemeldet sein könnten.

Patentantrag deutet Pläne für Siris Zukunft an

Ein Patentantrag ist erst einmal genau das: ein Antrag. Und doch lässt sich daraus bereits teilweise deuten, wie sich ein Unternehmen die Entwicklung seiner Produkte vorstellt. Das Blog "Patently Apple" glaubt in einem aktuellen Apple-Antrag ein "Killer Patent"  im Zusammenhang mit Siri zu entdecken. Darin wird beschrieben, wie die neue Spracherkennung des Konzerns auch im Web, beim Thema E-Mail oder sogar als eine Art Haushaltsassistent angewandt werden könnte.

Samsung scheitert mit Klage gegen Apple

Im Kampf um Technologiepatente hat Samsung in Deutschland erneut eine Niederlage gegen Apple erlitten. Ein Mannheimer Gericht wies eine Klage der Südkoreaner zurück. Samsung habe noch nicht über eine mögliche Berufung entschieden, sagte ein Sprecher. "Wir sind enttäuscht, dass das Gericht unsere Sicht nicht teilt", erklärte er. Das Urteil betreffe nur eines von mehreren Patenten, zu denen Samsung in Mannheim Klage eingereicht habe. Das Gericht wollte sich vor einer Stellungnahme Apples nicht zu dem Urteil äußern. Das Mannheimer Verfahren um Mobilfunktechnologien ist eins von dreien in Deutschland. (Reuters)

Auch das noch:

  • "TechCrunch" zeigt  auf Basis von Informationen der gemeinnützigen Journalistenorganisation "ProPublica", wie die Proteste gegen den Stop Online Piracy Act (Sopa) und den Protect IP Act (Pipa) die Stimmung bei den Abgeordneten verändert haben. Bloß weil zum Beispiel Wikipedia wieder offiziell erreichbar ist, ist der Protest gegen die Gesetzesvorhaben nicht am Ende, fasst "Computer World"  zusammen. Auch die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF)   zieht ein Resümee des Blackouts: Über die EFF-Website wurden allein am Mittwoch eine Million Protest-E-Mails an Kongressabgeordnete geschickt.
  • Google veranstaltet ein digitales Filmfestival: In einem YouTube-Wettbewerb  werden die besten Geschichtenerzähler gesucht.