Netzwelt-Ticker: Hinweis auf App Store von Windows 8 entdeckt - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Hinweis auf App Store von Windows 8 entdeckt

Microsoft hat indirekt ein Feature im neuen Windows 8 bestätigt: einen App Store. Außerdem im Überblick: Das Bundesverwaltungsgericht verweigert Öffentlich-Rechtlichen die PC-Gebühr, und RIM will im Handy-Musikmarkt mitmischen.
Von Carolin Neumann
Windows 8: App Store nach dem Apple- und Google-Vorbild?
Windows 8: App Store nach dem Apple- und Google-Vorbild?

Windows 8: App Store nach dem Apple- und Google-Vorbild?

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Microsofts nächstes Betriebssystem wird einen eigenen App Store haben: Windows-Chef Steven Sinofsky hat in einem Blogpost zwischen den Zeilen bestätigt, was gerüchteweise schon länger im Raum stand. Wie einst im Vorfeld der Einführung von Windows 7 wird auch die Entstehung von Nummer 8 seit dieser Woche in einem Blog begleitet. Dort findet sich auf einer Liste  der verschiedenen Teams, die an dem kommenden Betriebssystem arbeiten, auch eines mit der Zuständigkeit "App Store".

Microsoft hatte bereits vor zwei Monaten Details über Windows 8 offenbart. Demnach wird das Betriebssystem für die neue Version runderneuert, angelehnt scheint sie in vielen Punkten an Windows Phone 7. Obwohl für Touchscreens optimiert, soll das neue OS auch weiterhin mit Maus und Tastatur steuerbar sein. Von einem eigenen App Store war bislang offiziell nicht die Rede, laut "Computerworld"  glaubten einzelne Tüftler jedoch, in den bisherigen Infohäppchen und Bildern von Microsoft Hinweise darauf gefunden zu haben.

Wie ein solcher Marktplatz auf Windows aussehen wird, ist unklar. Ob Microsoft außerdem wohl beim Arbeitstitel "App Store" bleibt? Der Technologiekonzern befindet sich mit Kontrahent Apple bereits in einem Rechtsstreit über die Frage, ob der Begriff "Appstore" schützenswert ist - wie Apple das gerne hätte, aber Microsoft verhindern will, weil das Unternehmen den Namen zu gerne selbst benutzen würde. Für sein mobiles Betriebssystem Windows Phone 7 nutzt Microsoft den Begriff "Marketplace" für Apps.

Bundesliga-Tippspiel von Sky gehackt

Das Bundesliga-Tippspiel der Pay-TV-Plattform Sky hat offenbar eine Schwachstelle, die jetzt von Hackern missbraucht wurde. Laut digitalfernsehen.de  versichert der Anbieter jedoch, dass dabei keine Kundendaten ausgelesen werden konnten; diese befänden sich in einer separaten Datenbank. Wie viele Teilnehmer des Tippspiels betroffen sind, wurde nicht bekannt. Fürs Erste sei das Wettspiel offline, man wolle zunächst die Sicherheitslücken beseitigen.

Bundesverwaltungsgericht streicht GEZ-Gebühr für Arbeitsrechner

Das Bundesverwaltungsgericht hat in letzter Instanz entschieden: Beruflich genutzte Computer im heimischen Arbeitszimmer bleiben gebührenfrei . In drei separaten Fällen hatten der Bayerische, Hessische und Südwestrundfunk von selbstständigen GEZ-Pflichtigen verlangt, für Geräte im Arbeitszimmer Gebühren abzuführen. Für Rundfunkgeräte in privat genutzten Räumen hatten die Kläger ihre Gebühren gezahlt. Sie nutzen jedoch jeweils einen Teil ihrer Wohnungen für die Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit und beriefen sich dafür auf die Gebührenbefreiung für Zweitgeräte. Schon in der Vorinstanz waren die Gebührenbescheide gegen die Kläger aufgehoben worden, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten waren in Revision gegangen.

RIM plant Musikdienst fürs Smartphone

Spotify, Simfy, iTunes, Grooveshark - die Smartphone-Welt strotzt nur so vor starken Angeboten für mobile Musik. Warum also, fragt ArsTechnica , will jetzt auch der kanadische Gerätehersteller Research In Motion (RIM) beim Geschäft um Online-Musik mitmischen? Das "Wall Street Journal"  (Artikel versteckt sich hinter der Paywall) berichtet, dass RIM einen Dienst namens BBM Music fürs Blackberry plant.

Den namentlich nicht genannten Quellen des "WSJ" zufolge geht es RIM nicht darum, in Konkurrenz mit Spotify oder iTunes zu treten. Stattdessen soll BBM Music angeblich nur jeweils 50 Songs zur Verfügung stellen, die sich dann allerdings per Messenger mit Freunden teilen ließen. Selbst wenn das nur wenige Dollar im Monat kostet - wie viele junge Leute würden tatsächlich ihr Geld für nur 50 Lieder ausgeben?, fragt ArsTechnica weiter. Wenn das "WSJ" Recht behält, dürfte sich das bald zeigen, denn Deals mit den vier großen Labels sind dem Bericht zufolge bereits in trockenen Tüchern; BBM Music könnte schon in der kommenden Woche starten.

Auch das noch:

  • Foursquare lässt Nutzer in Events  einchecken.
  • Die Sims  leben jetzt auch auf Facebook - und könnten die erste richtige Konkurrenz für Platzhirsch Zynga werden.
  • Ein Plan für neue Samsung-Geräte wurde offenbar geleakt, auch Windows Phone 7  ist demnach weiterhin im Spiel.
  • Und die Sonne scheint - nicht: Auf Google Maps  lassen sich nun Wetterinformationen einblenden. Die Daten kommen von The Weather Channel.
  • Google Plus schmeißt Nutzer im Rahmen der Namenspolitik raus - obwohl es dessen echter Name  ist.
  • Gemeinsam Videos schauen: Hangouts in Google Plus  sind jetzt direkt aus YouTube möglich.
  • Europäischen Start-ups wird immer wieder vorgeworfen, ihre Produkte seien nur Kopien meist amerikanischer Innovationen. Netzwertig hat eine Checkliste erstellt, ab wann ein Klon  wirklich als Klon gelten kann.

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