Netzwelt-Ticker: HP produziert neue TouchPads - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker HP produziert neue TouchPads

Der Tablet-Ausverkauf von HP geht in die Verlängerung, Apples Streaming-Angebot hält nicht ganz, was es verspricht, und Pirate-Bay-Gründer wollen Rapidshare Konkurrenz machen. Das und mehr im Überblick.
HP Touchpad: Erfolgreiche Rabattschlacht, Produktion wird noch einmal aufgenommen
HP Touchpad: Erfolgreiche Rabattschlacht, Produktion wird noch einmal aufgenommen

HP Touchpad: Erfolgreiche Rabattschlacht, Produktion wird noch einmal aufgenommen

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Letzte Woche schlug die Nachricht vom Ramschverkauf des HP TouchPad bei Tablet-Freunden wie ein Bombe ein. Binnen Stunden waren sämtliche Geräte, die noch kurz zuvor wie Blei in den Regalen gelegen hatten, zum Niedrigpreis verscheuert. Zurück blieben die langen Gesichter der vielen, die trotz geduldigen Versuchen an überlasteten Servern und Hotlines gescheitert und leer ausgegangen waren. Doch nun gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer: Offensichtlich hatten die Verantwortlichen bei Hewlett-Packard (HP) ein Einsehen und beschlossen, "eine begrenzte Menge" der hauseigenen Plattrechner bis Ende Oktober nachzuproduzieren. Dann endet HPs viertes Steuerquartal.

Doch allzu enthusiastisch sollten TouchPad-Fans  nicht sein - weder verrät die HP-Mitteilung, wie viele Geräte produziert werden sollen, noch wird klar, ob es noch einmal eine ähnliche Preisaktion geben wird. Und der Fachdienst PCAuthority will in Erfahrung gebracht haben, dass der letzte TouchPad-Schlussverkauf auf die USA beschränkt bleiben soll. Das zumindest wird aus der Erklärung des Konzerns herausgelesen, für Australien habe man sämtliche Lagerbestände geleert und werde auch keine weiteren Tablets verkaufen .

Freuen dürfen sich die Schnäppchenjäger, die ein TouchPad ergattern konnten. Sie werden auch künftig mit einem aktuellen Betriebssystem auf ihrem Gerät arbeiten können. Nach der HP-Aufgabe von WebOS hatten Entwickler die Portierung von Android auf das TouchPad angekündigt. Nun wurde erstmalig erfolgreich die Entwicklung einer auf dem WebOS-Tablet lauffähigen Android-2.3-Gingerbread-Version bekannt .

Warum Apples iCloud kein wirkliches Streaming bietet

Von Apples Cloud-Dienst versprach sich die Netzgemeinde eigentlich die Möglichkeit, Musikangebote aus dem iTunes-Store über das Internet zu streamen, ganz ohne Download. Doch wie AllThingsDigital anmerkt, hält der Name nicht unbedingt, was er verspricht. Ein Apple-Sprecher habe bestätigt, jeder Musiktitel müsse zum Anhören aus der iCloud zuvor auf dem iPad, iPhone oder sonstigen Gerät des Nutzers gespeichert werden .

Was wie ein Stream aussehe, sei tatsächlich zeitgleiches Herunterladen und Abspielen einer lokal gespeicherten Datei. Die werde temporär im Cache des jeweiligen Geräts abgelegt. Abhängig von der Geräte- und damit Speichergröße könnte es dann schon ein Weilchen dauern, bis der Titel wieder gelöscht werde. Womöglich vertraut der Konzern der Kapazität der meisten Provider, die erforderlichen Bandbreiten für wirkliches, massenhaftes Streaming bereitzustellen - denn so wird bei wiederholtem Abspielen unter Umständen Bandbreite gespart.

Pakistan verbietet Verschlüsselung

Mit verschlüsseltem Datenverkehr haben staatliche Behörden schon immer ihre Schwierigkeiten gehabt - schließlich macht das Abhöraktionen schwieriger. Also liegt es nahe, diese Art der zivilen Geheimniskrämerei zu verbieten. Dachten sich offenbar die Behörden in Pakistan und untersagten die Nutzung von Verschlüsselungssoftware in privaten Netzen. Die Maßnahme erfolge aus "Sicherheitsgründen" und zur Verfolgung "von Terroristen". Schon zuvor waren die 20 Millionen Internet-Nutzer des Landes von der Obrigkeit aus sozialen Netzwerken wie Facebook ausgesperrt worden.

Überdies müssen Internetprovider den Behörden nun jeden Surfer melden, der seinen Datenverkehr mit Verschlüsselungen vor staatlicher Überwachung verbergen will. Jeder Nutzer solcher Programme benötige künftig eine besondere Genehmigung durch die Telekommunikationsbehörde .

Gründer von The Pirate Bay starten Filehoster

Fredrik Neij und Peter Sunde, zwei der Gründer von The Pirate Bay, nehmen Neuland unter den Pflug und haben einen Freehoster an den Start gebracht. Ähnlich wie bei Angeboten wie Rapidshare soll das in Hongkong beheimatete "Bayfiles" Interessenten den anonymen Upload von Dateien ermöglichen. Die Links können dann veröffentlicht und damit anderen das Herunterladen des Materials ermöglicht werden. Der Schritt komme zur rechten Zeit, weil traditionell genutzte Plattformen wie der Tausch-Client BitTorrent zunehmend von Providern blockiert würden, so Neij zu TorrentFreak .

Allerdings ist der neue Online-Speicher wohl nichts für Filmfreunde. Denn die Macher haben das Upload-Limit für unregistrierte Nutzer auf 250 Megabyte begrenzt, Mitglieder dürfen das Doppelte hochladen. Premium-Mitglieder erhalten zum Jahrespreis von 45 Dollar unbegrenzten Speicherplatz und können Dateien bis zu einer Größe von 5 Gigabyte mit anderen teilen. Entdecken Rechteinhaber widerrechtlich kopierte Dateien wie zum Beispiel Kinofilme, sollen sie sich offenbar mit einer Aufforderung zum Löschen an Bayfiles wenden können.

Auch das noch:

  • Firefox macht sich auch für Tablets schön  und bastelt an einer Plattrechner-Version. Die Verwaltung von geöffneten Tabs wird übersichtlicher, auch der übergroße "Zurück"-Button bekommt seinen Einsatz.
  • Apple will sein 3G MacBook zurück . Das Prototyp-Gerät war vor ein Wochen über den Kleinanzeigendienst Craigslist verkauft worden. Der Besitzer hatte den Rechner danach zwischenzeitlich bei eBay angeboten. Beim Gebot von 70.000 Dollar war die Auktion auf Apples Drängen entfernt worden.
  • Das wasserdichte Tablet kommt . Jetzt müssen auch Badewannenkapitäne und Strandurlauber nicht mehr auf digitale Bespaßung verzichten.
  • Apple wirft die "Financial Times" aus dem App-Store . Die Zeitungsleute hatten nicht akzeptieren wollen, Zahlungen über das iTunes-System abzurechnen und 30 Prozent Gebühr zu berappen.

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