Netzwelt-Ticker: Kim Dotcom will sein Geld zurück - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Kim Dotcom will sein Geld zurück

Wegen eines Formfehlers der neuseeländischen Polizei fordert Megaupload-Gründer Kim Dotcom sein konfisziertes Vermögen zurück. Außerdem im Überblick: Ein Virenangriff, der keine Spuren hinterlässt, keine Anonymität bei Bitcoins und vieles mehr.
Megaupload-Gründer Kim Dotcom: Will sein beschlagnahmtes Vermögen zurück bekommen
Megaupload-Gründer Kim Dotcom: Will sein beschlagnahmtes Vermögen zurück bekommen

Megaupload-Gründer Kim Dotcom: Will sein beschlagnahmtes Vermögen zurück bekommen

Foto: STRINGER/NEW ZEALAND/ Reuters
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Peinliche Schlappe für die Polizei im Fall Megaupload: Die richterliche Anordnung zur Beschlagnahme vieler Besitztümer von Kim Dotcom und seiner Firma Megaupload sei "null und nichtig" , entschied Richterin Judith Potter am Freitag. Der Grund: Die Polizei habe die falsche einstweilige Verfügung beantragt. Ein Verfahrensfehler.

Für Dotcoms Verteidiger ist die Sache klar: Sie fordern die sofortige Rückgabe des beschlagnahmten Millionenvermögens an ihren Mandanten. Das Eigentum sei "unrechtmäßig beschlagnahmt und zurückgehalten" worden.

So einfach dürfte das aber nicht gehen - das neuseeländische Rechtssystem sieht vor, solche Versehen nachträglich berichtigen zu können. So habe der mit der Beschlagnahmung beauftragte Polizeibeamte nachträglich das richtige Formular eingereicht und darauf die bereits beschlagnahmten Dinge korrekt vermerkt. Das Gericht erließ eine erneute, zeitlich begrenzte einstweilige Verfügung und will schon bald endgültig über die Rechtmäßigkeit des Vorgangs entscheiden.

Was am Montag sonst noch wichtig war

  • Das schon 13 Jahre alte Online-Rollenspiel "Everquest" ändert das Geschäftsmodell. Ab sofort sollen nicht mehr Abonnements, sondern kaufbare Spielinhalte und -vorteile  Geld bringen. Immer mehr Firmen setzen auf dieses sogenannte Free to Play-Prinzip - weil es mehr potentielle Spieler zu langfristigen Spielern konvertiert als andere Modelle. Zumindest derzeit, da "kostenlose" Spiele noch eine Neuigkeit sind.
  • Für große Aufregung hat die Enthüllung einer schweren Sicherheitslücke in Microsofts Windows-Betriebssystem  gesorgt. Jetzt legt Sicherheitsblogger Dan Kaminsky nach: Fünf Millionen Computersysteme stehen potentiellen Angreifern offen . Potentiell betroffen sind fast alle aktuell noch von Microsoft unterstützten Windows-Versionen .
  • Microsoft will dieses Jahr keine neue Spielkonsole mehr auf den Markt bringen - das Jahr 2012 sei das Jahr der Xbox 360, sagt ein Sprecher des Konzerns. Das heißt: Mit neuem Zubehör soll die angegraute Konsole wieder aufgefrischt werden .
  • Den Virenexperten von Kaspersky Labs ist ein seltener Fund gelungen: Ein Malware-Angriff, der keine Spuren hinterlässt . Dazu lädt der Angreifer die schädliche Datei über eine Java-Sicherheitslücke direkt in den Arbeitsspeicher des Zielcomputers, statt den Schädling erst auf der Festplatte zu speichern.
  • Wie steht es um die Anonymität der virtuellen Währung Bitcoin? Nicht gut, meinen Fergal Reid und Martin Harrigan vom University College Dublin. Bitcoin ist nicht anonym , erklären sie in mehreren interessanten Blogeinträgen.
  • Der Patentstreit zwischen Apple und Motorola scheint - vorerst - beendet. Die amerikanische Internationale Handelskommission (ITC) hat mitgeteilt (PDF-Datei ), dass Motorola keine Apple-Patente verletze. Apple kann allerdings in Berufung gehen.

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