Netzwelt-Ticker Koscher suchen mit Koogle
Für niemanden bleibt die Zeit stehen, auch nicht für ultraorthodoxe Juden. Der Alltag der frommen Gläubigen ist durch vielfältige Regeln und Verbote eingegrenzt. Das Internet war wegen der allenthalben drohenden Schmuddelbildchen völlig tabu. Bis jetzt, denn nun wurde ein extra für die Bedürfnisse strenggläubiger Juden konzipierter Suchdienst veröffentlicht, der allen religiösen Ge- und Verboten Rechnung tragen soll .
Die koschere Suchmaschine mit dem naheliegenden Namen Koogle ist mit einer Reihe von speziellen Filtern ausgestattet, die auch dem Frömmsten das Surfen ermöglichen sollen . So vermeidet Koogle die meisten Fotos, auf denen Frauen zu sehen sind, da solche Bilder von Ultraorthodoxen als unanständig angesehen werden.
Ebenso fehlen Links zu Online-Händlern, die zum Beispiel Fernsehgeräte feilbieten, weil ultraorthodoxen Juden solche Geräte verboten sind. Am Sabbat tut sich dann gar nichts mehr bei Koogle, dann sind Geschäfte und jedes Arbeiten streng verboten. Selbst das Eintippen von Wörtern.
Mit Bing gegen Schweinkram
Mit anderen Problemen sahen sich vor wenigen Tagen die Macher von Microsofts Google-Konkurrenz Bing konfrontiert. Die neue Suchmaschine aus Redmond entpuppte sich nach ihrer Veröffentlichung zunächst als direkter Weg zum Betrachten von Pornofilmchen aller Art. Dazu reichte es schon die Safesearch-Funktion in der US-Version von Bing, die beim Mouseover über die Vorschau-Thumbnails sofort die Clips startete, zu deaktivieren. Der Einsatz von zusätzlichen Filtern war nicht möglich, weil diese Bewegtvorschau direkt über Bing erfolgte.
Jetzt gibt es ein Safesearch-Update, das Eltern oder Schulverantwortlichen helfen soll, Schweinkram zu blocken . Dazu werden zunächst sämtliche, möglicherweise anstößige Inhalte über die Domain explicit.bing.com umgeleitet. Diese Adresse kann auch externen Filterprogrammen mitgeteilt und damit gesperrt werden. Außerdem werden in die Bildersuche auch die URLs der Quellseiten einbezogen, was die Sperrung bestimmter Seiten erleichtern soll.
Geld verdienen mit Twitter: Dell kann's
Nach und nach entpuppt sich der Microblogging-Dienst Twitter nicht nur als nervtötende Zwitscherplattform für allerlei Unwichtigkeiten. Als mögliche Verteilstation für Nachrichten oder Links kann Twitter ebenso genutzt werden wie als weiterer Kommunikationsweg von Bürgern und Behörden. Was bisher aber noch niemandem gelungen ist und viele für unmöglich halten, hat Computer-Hersteller Dell allem Anschein nach geschafft: Geld mit Twitter zu verdienen.
In einer Mitteilung bezifferte der Konzern den entsprechenden Mehrumsatz auf zwei Millionen Dollar. Das ist angesichts des Gesamtumsatzes von 12,3 Milliarden Dollar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber selbst damit hatte zuvor niemand gerechnet. Der Erfolg verdanke sich den von Dell auf Twitter veröffentlichten Infoschnipseln, durch die Twitter-Nutzer zum Kauf des einen oder anderen Produkts angeregt worden seien .
Palms Pre kann jetzt auch Nintendo spielen
Das Gedrängel im Smartphone-Markt wird immer größer: Seit Anfang Juni ist, zumindest in den USA, auch der neue Palm Pre zu haben. Von seiner technischen Ausstattung her ist er durchaus dem iPhone 3G S vergleichbar, hat, gleich dem Apple-Gerät, einen Multitouch-Bildschirm. Sein Betriebssystem, vom Hersteller als webOS betitelt, basiert auf der Open-Source-Betriebs-Software Linux.
Und eben dieser Linux-Unterbau ermögliche es offenbar, tief in den Innereien des Pre herumzuwühlen, das Smartphone um Funktionen zu erweitern, die vom Hersteller gar nicht vorgesehen sind. Zum Beispiel kann der Pre mit ein bisschen Geduld mit einem Emulator für Nintendo-NES-Konsolenspiele ausgestattet werden. Dazu muss der Nutzer allerdings kühn und furchtlos in den Developer Mode, einen Modus für Software-Entwickler, wechseln und einige komplizierte und Einstellungen vornehmen. Eine genaue Wegbeschreibung gibt es in einem eigenen Wiki .
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