Netzwelt-Ticker Lasst Leuchten sprechen
OSx86 meldet sich zurück
"Die Meldungen über unser Ableben sind stark übertrieben" - frei nach Mark Twain geben die Betreiber vom OSX86-Projekt Entwarnung . Letzte Woche vermeldete die Website, dass der russische Hacker Maxxuss Patches zum Download anbietet, mit denen die 10.4.4-er Version von Apples Mac OSX auch auf ganz normalen Windows-PCs läuft. Nur einen Tag später wurden die Seitenbetreiber von OSX86project.org von Apples Anwälten angerufen, die Seiten verschwanden umgehen aus dem Netz, wie die "Washington Post" berichtet . Doch anstatt in Grund und Boden geklagt worden zu sein, einigten sich die Betreiber laut eigener Aussage mit Apple und entfernten alle kritischen Links aus News und Forenbeiträgen. Ungewiss ist allerdings, was mit der Seite Win2OSX.net passiert ist - auch sie ging letzte Woche wohl gezwungenermaßen offline, hat sich seitdem aber nicht mehr zurückgemeldet...
Achtung: Zweiter Mac-Virus im Umlauf
Nach dem zweifelhaften Oomp-A/Leap-A Malware-Debüt auf dem Mac, ist nun schon der nächste OSX-Wurm im Umlauf. Wie F-Secure vermeldet , verbreitet sich jetzt also auch der OSX/Inqtana.A via Bluetooth von Rechner zu Rechner. Allerdings über eine Sicherheitslücke, die bereits letztes Jahr in einem Security Update geschlossen wurde. Damit, so Macnews.de sei Inqtana.A eher ein Proof of Concept, ein Wink, als eine ernsthafte Bedrohung. Wie auch der Oomp-A-Wurm verlangt Inqtana.A nach dem Einverständnis des Anwenders, wenn er sich über Bluetooth auf einen neuen Rechner übertragen will. Erst dann missbraucht der Wurm eine Sicherheitslücke, um sich per OBEX Push Transfer weiter zu übertragen. Und obwohl er bereits am 24. Februar seine Wirkung einstellen wird und Inqtana noch nicht in freier Wildbahn gesichtet wurde, warnt F-Secure: Mac OSX 10.4 updaten!
Virenstatistik: 2006 fing schlecht an
Im Rahmen der RSA Sicherheitskonferenz in San Jose, Kalifornien, präsentierte Software-Hersteller und Malware-Vermesser Commtouch eine Untersuchung zur Verbreitung von Spam und Viren im Monat Januar. Das Ergebnis ist beunruhigend, wie das Unternehmen in einer Pressemeldung verlautbart. Aus den zwei Milliarden Viren-Nachrichten, die im Januar aus 130 Ländern in dem Unternehmen eingingen, geht hervor, dass im ersten Monat 19 neue E-Mail-Viren Verbreitung fanden, von denen vier als massive Attacken gewertet wurden, "ein seltenes Phänomen in einem einzigen Monat". Auch geht aus den Zahlen hervor, dass Varianten eines Viren- oder Wurmstamms aus einer geringen Gefährdung eine ernsthafte Bedrohung machen können. Sicherlich nicht ganz eigennützig schließt Commtouch die Pressemeldung mit einer Warnung an alle Hersteller von Anti-Viren-Software: Zwischen Ausbruch eines Virus und dem entsprechenden Update der Viren-Software vergehen durchschnittlich über acht Stunden - ein Zeitrahmen, in dem ein mächtiger Virus bereits sehr viel Schaden anrichten kann.
Touchscreen iPod
Touchscreens, die nicht nur eine, sondern mehrere Eingaben (=Finger) gleichzeitig verarbeiten können, könnten der große Clou kommender Gadgets werden. Und vielleicht wird auch der nächste iPod von Apple per Touchscreen bedienbar. Das jedenfalls legt eine Patent-Anmeldung von Apple nahe, die Hrmpf.com ausfindig gemacht hat .
Olympia-Online: Turin beliebter als Athen
Die Olympischen Winterspiele in Turin sind, gemessen an der Popularität der offiziellen Website, interessanter als die Sommerspiele in Athen. Laut Reuters , klickte es am Mittwoch etwa 50 Millionen Mal auf Torino2006.org - das ist 10 Prozent mehr "Klicks" als Athens2004.com am selben Tag vor zwei Jahren bekam. Gänzlich abgeschlagen: Saltlake2002.com . Die Website der Olympischen Spiele bekam vor vier Jahren gerade einmal ein Zehntel des heutigen Aufkommens ab...
Poesie am Montag
Der Montag gilt gemeinhin als schlimmster Tag der Woche - doch wir müssen immerhin ein Siebtel unseres Lebens mit Montagen verbringen. Doch der heutige Montag kann mit guter Stimmung beginnen - dank der poetischen Strahlkraft von Apples Programmierern und den wunderschönen LED Throwies. Erstere begrüßen potentielle Hacker ihres Betriebssystem mit einer Karma-Warnung in Reimform und der Bitte: "Bitte stiehl nicht Mac OS! Echt, das ist völlig uncool. (C) Apple Computer, Inc.", wie man zum Beispiel beim "Sydney Morning Herald" nachlesen kann . Apple hat die Anti-Hacker-Lyrik in den Tiefen des Betriebssystems übrigens offiziell bestätigt.
Weitaus schöner sind da doch die LED Throwies - magnetische Glühwürmchen zum Selberbasteln. Alles was man dazu braucht: bunte Leuchtdioden, Knopfbatterien, Magnete und Klebeband. In großen Mengen hergestellt, verwandeln diese Throwies in Sekunden metallene Gebäudewände in wunderschöne Leuchtpunkt-Feuerwerke. Eine Anleitung auf Instructables.com verzauberte so viele Surfer, dass die Seite zusammenbrach. Kein Wunder: eine Gruppe poetischer Graffiti-Geeks verwandelt mit haufenweise Throwies ein einst kaltes Stahl-Bauwerk zu José Gonzales wunderschöner Version vom The Knife-Hit Heartbeats in ein kleines Geschenk an die Passanten, die verwirrt aber glücklich am Spektakel vorbeilaufen. Denn das scheint unabwendbar: Throwies zaubern jedem ein Lächeln auf die Lippen (außer vielleicht der Stadtreinigung).