Netzwelt-Ticker: Microsoft-Browser stürzt nach Update ab - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Microsoft-Browser stürzt nach Update ab

Microsofts flickt neue Löcher in seinen Webbrowser, StudiVZ kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus und die PS3 kann jetzt auch DivX-Filme abspielen. Das und mehr im Überblick.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

An notorische Löcher in den Programmen hat sich der leidgeprüfte Microsoft-Nutzer ja mittlerweile gewöhnt. Aber nun haben die Redmonder eine neue Stufe im Spiel mit den Nerven ihrer Kunden eingeführt. Letzte Woche war wieder Patchday, unter anderem wurden vier Flicken für den Internet Explorer verteilt. Seither hakelt und ruckelt der Browser, und zwar in den Versionen 6 und 7 sowohl unter Windows XP wie auch Vista .

Wer nun bestimmte Seiten wie zum Beispiel die des Versanddienstes FedEx aufruft (es soll ja Leute geben, die vor Weihnachten Pakete verschicken), wird mit einem Browserabsturz belohnt. Andere User beklagen ewig lange Wartezeiten beim Seitenaufbau. Microsofts Security-Bulletin MS07-69 benennt bislang keine Ursachen für die Probleme . Die Ratschläge für die Betroffenen reichen von der Deinstallation des Updates bis zum Umstieg auf Alternativbrowser wie Firefox oder Opera.

StudiVZ: Rüffel vom Bundesdatenschutzbeauftragten

Immerhin das haben die Marketing-Experten von StudiVZ geschafft: Die Studenten-Community ist in aller Munde. Allerdings meist nicht in positiver Weise. Der Ärger um geplante Änderungen der AGB, haben im Netzwerk für Aufruhr gesorgt. Nun stimmt auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar in den Chor der Kritiker ein und bezeichnete die Vermarktungspläne der Netzwerkbetreiber als unlauter und im Prinzip ungesetzlich.

Kein StudiVZ-User habe bei seiner Anmeldung und Preisgabe persönlicher Daten deren kommerzielle Nutzung zugestimmt. Solche Kopplungen seien im Datenschutzrecht verboten. "Mich wundert schon, dass die Betreiber von StudiVZ ihre Nutzer auf diese Art und Weise dazu bewegen wollen, dem zuzustimmen", kommentierte Schaar die Vorgänge .

Bleibt abzuwarten, ob sich die Lage wieder entspannt, nachdem StudiVZ wieder zurückruderte, auf SMS-Werbung und Datenverkauf an Dritte verzichtete und die Löschung persönlicher Daten nach Beendigung der Mitgliedschaft gelobte. Die Mehrzahl der Studenten scheint die Plattform jedoch ohnehin hauptsächlich zur Anbahnung von Freizeitkontakten zu nutzen und ist ansonsten vom fröhlichen Geist "Ich hab' ja nichts zu verbergen" erfüllt.

Iranische Internet-Nutzer verhaftet

Wie "Reporter Ohne Grenzen" (ROG) meldet , wurden in Teheran am Sonntag zwei Dutzend Internetcafés geschlossen und 23 Nutzer, darunter elf Frauen, verhaftet. Der Vorwurf: "unmoralisches Verhalten". Genauer wurden die Maßnahmen nicht begründet.

Schon seit längerem läuft im Gottesstaat die Hatz gegen freie Meinungsäußerung. Das Internet unterliegt einer strengen Zensur. Darüber hinaus werden Frauen, die sich "unislamisch" kleiden, Ziel einer massiven staatlichen Kampagne. "Die Linie der Regierung in Sachen freie Meinungsäußerung radikalisiert sich weiter - vor allem, wenn Frauen betroffen sind", so ROG. "Die Gründe für die Festnahmen sind extrem vage."

Microsoft wird versteigert

Das Äquivalent jenes berühmten gallischen Dorfs, das als einziges nicht von den Römern besetzt wurde, liegt heute in Portugal. Im südeuropäischen Land darf der Weltkonzern Microsoft nicht unter dem Namen "Microsoft" auftreten - das tut dort bereits seit 1981 ein heimisches Unternehmen. Die Softwareschmiede aus Redmond firmiert in Portugal unter dem nicht sehr griffigen Kürzel "MSFT".

Begreiflicherweise hat der Konzern großes Interesse daran, die Namensproblematik zum eigenen Vorteil zu lösen. Allerdings wohl nicht groß genug. Jedenfalls schleppten sich die Verhandlungen ergebnislos dahin, bis es den Portugiesen zu bunt wurde. "MSFT hat zwar Interesse an unserem Namen bekundet, wollte aber mehr Zeit, um die Sache zu diskutieren", sagte Ricardo Carvalho, Chef der portugiesischen Firma. "Wir haben bereits in der Vergangenheit Gespräche mit ihnen geführt und wollten jetzt nicht mehr länger warten." Die Namensrechte sollen nicht mehr direkt abgetreten, sondern meistbietend beim Onlineauktionator eBay versteigert werden - Startgebot eine Million Dollar .

Firefox 3 Beta 2 veröffentlicht

Test-Anwender aufgepasst: Es gibt wieder etwas zu überprüfen. Seit gestern Abend steht die zweite Beta-Version von Firefox 3 zum Herunterladen bereit . Die Testergemeinde wird wie immer um Rückmeldungen gebeten. Die Firefox-Entwickler haben vor allen im Bereich Sicherheit einige Neuerungen eingebaut. Der Schutz vor Schadprogrammen soll verbessert worden sein, die Anzeige der Whois-Daten beim Klick aufs Favicon und erweiterte Verschlüsselungsfunktionen kommen hinzu. Im grafischen Bereich trifft der Nutzer nun auf eine verbesserte Bedienoberfläche und Lesezeichenverwaltung. Außerdem soll Firefox 3 bei der Darstellung von Bildern jetzt auch Farbprofile unterstützen.

PS3 kann jetzt auch DivX

Sonys beliebte Daddelkiste Playstation 3 verwandelt sich immer mehr in einen Video-Player. Nach dem jüngsten Firmware-Update spielt die Konsole nun auch DivX-kodierte AVI-Filme und kann so zur Wiedergabe der meisten Filme benutzt werden , die in Tauschbörsen zu finden sind. Die werden nämlich in der Regel mit dem größtenteils zu DivX kompatiblen Xvid-Verfahren kodiert. Was besonders Gamer freuen wird: Ab sofort kann die eigene Stimme mit dem "Voice changer" den Anforderungen des Spielcharakters angeglichen werden, vom tiefen Brummbass bis zur Fistelstimme ist alles einstellbar.

OpenOffice online

Das freie Programmpaket OpenOffice mit seinen Büroanwendungen kann ab sofort online genutzt werden. Für Arbeitsgruppen besonders lohnend: Mehrere Anwender können gleichzeitig an einem Konzept oder Dokument gemeinsam arbeiten. Von diesem Schritt erhoffen sich die Entwickler einen öffentlichkeitsträchtigen Reklameschub. Der beim Projekt fürs Marketing zuständige John McCreesh beschreibt es so : "Mit dieser interessanten Entwicklung kann jeder OpenOffice ohne Download und Installation ausprobieren. Wer sich fragt, wie es sich im Vergleich zu seiner bisherigen Bürosoftware darstellt, hat jetzt eine bequeme Möglichkeit, dem Programm auf seinem eigenen Browser bei der Arbeit zuzusehen."

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