Netzwelt-Ticker Olympisches Komitee droht Domainverwalter
Olympische Ringe (in Whistler, Kanada): Schutz für die olympische Idee im Netz?
Foto: Richard HEATHCOTE/ AFPDas Internationale Olympische Komitee droht der Internetverwaltung Icann erneut mit rechtlichen Konsequenzen, falls diese sich nicht für den Schutz von Olympia-Marken engagiert. Konkret soll alle Olympia-Marken in ein Schutzregister aufnehmen, damit andere Firmen sich keine Olympia-Domains - oder das, was das IOC für solche Domains hält - reservieren können. "Sollten diese Problempunkte nicht vollständig geklärt werden und sollte Icann die Olympia-Schutzmarken nicht auf die Reservierungsliste schreiben, werden das und die Nationalen Olympischen Komitees alle verfügbaren legislativen, regulatorischen, administrativen und justiziellen Mechanismen in Bewegung setzen, um Icann für alle Schäden, die der Olympischen Bewegung entstanden sind, verantwortlich zu machen," tönen IOC Generaldirektor Urs Lacotte und sein Mann für Rechtsangelegenheiten Howard Stupp in einem als Richtlinien-Vorschlag getarnten offenen Brief an die Internetverwaltung ( PDF-Datei, 175 KB ).
Den Drohungen voraus ging der öffentliche Aufruf der Icann , sich mit Vorschlägen an der neuen Version der Richtlinien für die Vergabe von generischen Top-Level-Domains zu beteiligen ( PDF-Version der aktuellen Guideline-Version ). Icann will neue Top-Level-Domains freigeben, Städte, Firmen, Vereine sollen ihre eigene Top-Level-Domain-Endung bekommen: .berlin, .canon und eben auch .olympia. Das IOC befürchtet, dass damit auch zahlreiche Domain-Grabscher sich Pseudo-Olympia-Domains sichern werden: www.Superhengste.olympia.
Diese Angst des IOC vor der Icann ist nicht neu: Schon seit Jahren wird in Icann-Foren über das Problem IOC diskutiert. Schon im März dieses Jahres hagelte es erste IOC-Proteste wegen der neuen Domains.
Sony und Microsoft prahlen mit Bewegungssteuerungs-Absatzzahlen
Wer verkauft bis Weihnachten mehr Wedel-Erweiterungen für Spielkonsolen? Die großen Rivalen Microsoft und Sony versuchen sich in diesen Tagen gegenseitig mit Verkaufszahlen zu übertrumpfen. Microsoft erklärte, man habe weltweit 2,5 Millionen Kinect-Systeme für die Xbox 360 abgesetzt. Sony setzte dem heute Nachmittag in einer Pressemitteilung entgegen, man habe weltweit 4,1 Millionen der sogenannten Motion Controller für Sonys Bewegungssteuerung Move für die Playstation 3 verkauft.
Kinect vs. Move: Neue Regeln
Der Vergleich hinkt allerdings etwas: Ein Kinect-System ermöglicht auch zwei oder mehr Personen, gemeinsam Bewegungsspiele an der Konsole zu spielen. Für die PS3 braucht man einen Motion Controller pro Spieler. Einzeln verkaufte Playstation-Eye-Kameras (die man für Move braucht) und sogenannte Navigation Controller (die mit einem zusätzlichen Joystick mehr Kontrollmöglichkeiten bieten sollen) seien aber nicht mitgezählt worden, so Sony. Playstation Move ist bereits seit zwei Monaten auf dem Markt (außer in Japan, dort erst seit einem Monat). Microsofts Kinect ist, je nach Region, seit Anfang bis Mitte November verfügbar.
cis
Cleverer Website-Hack dank iPhone-Design
Sicherheitsexperten warnen vor einer neuen Betrugsmasche mit dem iPhone: Präparierte Websites können sich als vertrauenswürdige Webangebote tarnen - indem sie ein Design-Feature von Apples Handy-Betriebssystem iOS ausnutzen. Der Trick ist so banal wie gut: Websites können den iPhone-Browser Safari dazu zwingen, die Adresszeile aus dem Bild zu scrollen, um so der eigentlichen Website mehr Platz zu schaffen. Das ist eigentlich eine gute Idee, doch können Angreifer dieses Feature ausnutzen, um Surfern eine gefälschte Website unterzujubeln. Dazu bringen sie eine falsche Adresszeile als Grafik am oberen Rand der Betrugs-Site unter, blenden die echte Adresszeile mit der verräterischen URL aus und blenden so den Surfer: Der sieht eine vermeintlich echte Adresszeile der vermeintlich vertrauenswürdigen Website und befindet sich doch in Hackerland, gibt womöglich seine Onlinebanking-Daten preis. Sicherheitsexperte Nitesh Dhanjani erklärt den Hack am besten selbst mit einem Video.
Und wie schützt man sich davor? Am besten, indem man kritische Seiten nur von Hand aufruft - Apple jedenfalls wird sich laut einem Sicherheitsexperten erstmal nicht um das Problem kümmern.
Google Beatbox: Next Level Beats
Wer hätte gedacht, dass man Googles Übersetzungstool auch als Beatbox missbrauchen kann? Wer sich dort die Deutsch-Deutsch-Übersetzung von "pv zk pv pv zk pv zk kz zk pv pv pv zk pv zk zk pzk pzk pvzkpkzvpvzk kkkkkk bsch" vorlesen lässt , versteht, warum Blogs und Foren begeistert die Geschichte verbreiten. Seltsam nur: Das geht - mit diesen Buchstaben - wirklich nur auf Deutsch (eine Sprache, die nur wenigen als "Sprache der Liebe" bekannt ist).
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