Netzwelt-Ticker: Papst-TV auf YouTube - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Papst-TV auf YouTube

Der Vatikan will frohe Botschaften und ernste Ermahnungen zukünftig auch via YouTube verbreiten, Computerhersteller Belkin kommt wegen gekaufter Amazon-Bewertungen in Kritik und Vortänzer Judson Laipply versucht es mit einem zweiten Teil von "Evolution of Dance". Das und mehr im Überblick.
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Ob bei der Amtseinführung des nächsten Papstes auch die Kardinäle ihre persönlichen Eindrücke via Twitter und Co. verbreiten? Der erste Schritt dorthin  ist laut dem britischen "Telegraph" bereits gemacht, am Freitag wird der Heilige Stuhl eine Kooperation mit Google bekanntgeben und den Vatikan-Kanal bei YouTube eröffnen. Videoaufzeichnungen und Reden von Papst Benedict XVI. sowie Nachrichten vom Heiligen Stuhl wird der Vatikan direkt bei YouTube veröffentlichen. Das Material stellen Radio Vatikan und das Vatican Television Center bereit . Das soll dann vom braven Katholiken bis zum neugierigen Surfer jeden rasch mit Neuigkeiten aus dem Zwergstaat versorgen.

Belkin gibt gekaufte Bewertungen zu

Ein Computerhersteller geht beichten: Belkin, Anbieter von Computerperipherie und Netzwerkzubehör, musste sich wegen gekaufter Bewertungen beim Online-Händler Amazon entschuldigen. Erst letzte Woche hatte laut "ORF Futurezone"  ein US-Student aufgedeckt, dass ein Belkin-Mitarbeiter über den Amazon-Dienst "Mechanical Turk" Leute suchte, die gegen Bezahlung eine positive Bewertung über einen Belkin-Router schreiben: "Write a positive 5/5 Review for Product on Website" . Jener Router wurde zuvor von Amazon-Käufern durchgängig als schlecht beurteilt. Pro positive Bewertung bot der Belkin-Mitarbeiter 65 US-Cent. In einer im Netz veröffentlichten Stellungnahme entschuldigte sich Belkin-Präsident Mark Reynoso für die "unethischen Praktiken"  eines einzelnen Mitarbeiters, die Postings werden gelöscht.

Evolution of "Evolution of Dance"

Das könnte eines der bekanntesten Videos der Welt sein: Judson Laipply tanzt sich vor Publikum durch mehrere Jahrzehnte Tanzgeschichte, stellt das Video auf YouTube online und wird - eben nicht zum Superstar. Obwohl "Evolution of Dance" allein bei YouTube in zwei Jahren über 111 Millionen Mal angeschaut wurde, sah Laipply nicht viel vom Ruhm, wie er im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE gesteht. Ein paar zusätzliche Engagements als Motivationstrainer, auch bei großen Firmen. Auf der Straße aber wird Laipply wohl kaum erkannt. Jetzt versucht der US-Amerikaner es noch einmal - doch "Evolution of Dance 2" wird kaum an den Sensationserfolg des ersten Teiles anschließen können. Laipply tanzt müde und querbeet - wenigstens klickt es noch ganz ordentlich: Innerhalb von zwei Wochen wurde das YouTube-Video schon fast drei Millionen Mal heruntergeladen.

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