Netzwelt-Ticker Riesiges Botnet entdeckt
Die großen Botnets tragen Namen wie Stormbot, Rbot und Bobax. Doch trotz des martialischen Auftritts sind sie nur Kinkerlitzchen. Das behaupten zumindest die Sicherheitsexperten von Damballa. Sie wollen einem Botnet auf der Spur zu sein, das alle bekannten Internetgefahren in den Schatten stellt. Noch wolle man aber nicht mit Details rausrücken. Ein bisschen Presse-Schaumschlägerei also, erstmal nicht mehr.
Doch das IT-Sicherheitsmagazin Dark Reading hat die Meldung zum Anlass genommen, einmal die drei größten Botnets vorzustellen, die das Internet untereinander aufteilen, für einen Großteil der Spam-Nachrichten verantwortlich sind und längst zu einer lukrativen Einkommensquelle für Internetkriminelle avancierten .
Während sich früher noch Viren und Trojaner mühsam per Diskette von Computer zu Computer hangelten, verbreiten sich die Botnet-Schadprogramme übers Internet. Infizierte Rechner werden Teil einer Zombiearmee, die willenlos die Wünsche der Hacker und ihrer Auftraggeber ausführt.
Google will in Spielen werben
Am Donnerstag gab Google bekannt, an Möglichkeiten zu arbeiten, in Zukunft auch in Computerspielen Werbung zu schalten. Die große Ankündigung kommt Monate nachdem Google die Ingame-Werbeagentur AdScape für 23 Millionen Dollar kaufte.
Im Internet wurde seitdem spekuliert, wann es endlich mit den Bandenwerbungen, Radiojingles und Werbe-Shirts innerhalb der Spielwelten losgeht. Nicht-Spieler fragen sich: Werbung in Spielen - nervt das nicht furchtbar? Die überraschende Antwort vieler Spieler: Nein, es steigert sogar den Realismus, wenn beim Autorennen die Fahrer in mit Werbung gespickte Renn-Overalls steigen.
Gegenüber der AFP muss sich Google deshalb auch gar nicht schämen zu behaupten , dass Werbung eine ganz tolle Sache ist: "Wir glauben, dass diese ergiebige Umgebung das perfekte Medium ist, relevante, zielgerechte Werbung zu transportieren, die letztlich den Spielern, den Spiele-Verlagen und den Werbern nutzt."
US-Handelskette nimmt Gewaltspiel aus den Regalen
Der Zwist um das umstrittene Computerspiel Manhunt 2 geht weiter. Nachdem Hacker einen Weg gefunden haben, die eigentlich nur verschwommen dargestellten Mordszenen klar darzustellen, hat die US-Handelskette Target das Spiel aus den Regalen genommen .
Diesem Schritt ging eine lange Debatte voraus, wie Gewalt in Computerspielen dargestellt werden kann und darf - und wo eigentlich die Grenzen zwischen legitimierter und nicht-geduldeter Gewalt gezogen werden müssen. Rockstar sah Manhunt als einen Versuch an, diese Grenzen auszuloten.
Welche Grenzen Rockstar sonst noch auslotet, erfuhren die am Spiel maßgeblich beteiligten Entwickler des 2006 geschlossenen Studios Rockstar Vienna. Die vermissen nämlich ihre Namen in den Credits, fühlen sich um ihre Arbeit und Leistung betrogen. Mehr zur Wiener Manhunt-Melange bei der "ORF Futurezone" .
Scammer nimmt US-Bosse ins Visier - und wird sein eigenes Opfer
Wie fängt man eigentlich Internetbetrüger? Das "Wall Street Journal" hat sich in einem spannenden und erhellenden Artikel an die Fersen eines Sicherheitsexperten geheftet , der Jagd auf so einen Scammer machte. Der zielte mit ausgedehnten Hackangriffen auf US-Bosse ab, schrieb ihnen vermeintlich vertrauliche E-Mails, um an noch mehr Daten und letztlich ihr Geld zu gelangen. Ein Virus half ihm dabei, auf die Rechner der Chefs zuzugreifen. Dumm nur, dass sich der Scammer dabei offenbar selbst infizierte - einmal erkannt, war das der Hinweis auf den der Sicherheitsexperte Joe Steward gewartet hatte. In mühevoller Arbeit sammelte er Beweismaterial, darunter sogar ein Foto des vermutlichen Hackers und übergab es dem FBI.
Verschlüsselte Torrents blenden Provider
Die Aufsehen erregenden Aktionen gegen Leute Tauschbörsennutzer haben einen für die Medienindustrie ungewollten Nebeneffekt: Filesharer verschlüsseln zunehmend ihren Datenverkehr und blenden damit Provider, die ihre BitTorrent-Aktivitäten unterbinden wollen - egal, ob es nun um legales (z.B. Spiele-Patches) oder illegales Tauschen (z.B. urheberrechtlich geschützte Musik) geht.
The Register hat nun Details zusammengetragen : In den letzten zwölf Monaten hat sich die Zahl der Filesharer, die sich nicht in die Karten schauen lassen wollen verzehnfacht: Heute tarnen 40 Prozent aller britischen Filesharer ihren BitTorrent-Verkehr als normalen Internet-Verkehr. Die Versuche der Plattenindustrie, englische Tauschbörsennutzer mithilfe der Provider aus dem Internet zu verbannen , stellt The Register fest, dürften damit gescheitert sein.
Wörterraten gegen den Welthunger
Gute Gedanke oder zynische Werbeidee? Das Prinzip jedenfalls ist ein einfaches Quiz: Die Website Freerice.com blendet auf dem Bildschirm ein englisches Wort ein und schlägt vier potenzielle Synonyme vor, von denen aber nur eines stimmt . Rät der Besucher richtig, spendet Freerice.com mit dem Geld der Werbeschaltenden zehn Körner Reis für das World Food Program der Vereinten Nationen. Reis spenden und seinen Wortschatz erweitern: Eine klassische Win-Win-Situation für die, die Hungern und für jene, denen nach Wissen dürstet...
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