Netzwelt-Ticker: Sicherheitsleck beim Flash Player - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Netzwelt-Ticker Sicherheitsleck beim Flash Player

Adobes Flash Player gefährdet Mac- und Windows-Rechner, Yahoo und Facebook verknüpfen sich noch enger und Fußballfans wollen den elektronischen Fußballchip und Videobeweis. Das und mehr im Überblick.
Adobe Flash Player: Die auf fast jedem Rechner installierte Software hat ein Leck
Adobe Flash Player: Die auf fast jedem Rechner installierte Software hat ein Leck

Adobe Flash Player: Die auf fast jedem Rechner installierte Software hat ein Leck

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Flash Player hat eine Sicherheitslücke , vor der Hersteller Adobe warnt. Betroffen sind die Version 10.0.45.2 und sämtliche vorangegangenen Versionen der Web-Multimediasoftware. Beim Adobe Reader und bei Acrobat ist die in der jeweiligen Software enthaltene Bibliothek authplay.dll betroffen.

Die Schwachstelle ermögliche es Angreifern, Programmabstürze zu verursachen und darüber hinaus den kompletten Rechner zu übernehmen. Von diesem Problem sind nicht nur Installationen auf Windows-Computern betroffen, sondern auch solche mit Linux oder Mac OS X.

Bislang gibt es noch keinen offiziellen Sicherheitsflicken, um die Lücke zu schließen. Adobe weißt darauf hin, dass die Vorabversion des Flash Players 10.1 von der Lücke nicht betroffen zu sein scheint. Diese Version bietet Adobe als kostenlosen Download  an.

Adobe

Der Adobe Reader und Acrobat in den Versionen 8.x sollen ebenfalls nicht betroffen sein. empfiehlt Nutzern von Reader und Acrobat 9.x, die Datei authplay.dll zu löschen.

Allerdings habe das zur Folge, dass das Programm beim Öffnen einer PDF-Datei mit Flash-Inhalten abstürze. Nutzer können auf einer Adobe-Infoseite herausfinden, welche Flash-Version  auf ihrem Rechner läuft. "DailyTech" kann sich die Anmerkung nicht verkneifen, Steve Jobs werde jetzt wohl meinen: " Ich hab's euch ja gesagt ."

Deutsche Verleger wollen Geld von Facebook

Der deutsche Verlegerverband VDZ will von Facebook eine Beteiligung an den Werbeeinnahmen, die das Netzwerk mit Anzeigen auf Facebook-Seiten von Medien einnimmt. Der "Financial Times Deutschland" (Artikel online nur als PDF verfügbar ) sagte der VDZ-Geschäftsführer Digitale Medien, Alexander von Reibnitz:"Wir wollen die Geschäftsbeziehung so gestalten, dass wir nicht nur Inhalte liefern, während andere sie monetarisieren."

Yahoo integriert Facebook

Ist das der Befreiungsschlag für Yahoo? Der ewige Zweite hinter dem Platzhirsch im Suchmaschinengeschäft, Google, dockt beim Social Network Facebook an. Damit Yahoo-Nutzer noch schnelleren Zugriff auf das Facebook-Angebot erhalten, können ab dieser Woche die Nutzerkonten beider Anbieter verknüpft  werden. Womit zum Beispiel der Facebook-Newsfeed oder Status-Updates in Echtzeit auf die individualisierten Yahoo-Homepages gebracht werden können. Und wer Inhalte auf Yahoo-Seiten hochlädt, kann diese zugleich auch auf seinem Facebook-Profil sichtbar machen.

Nutzer, die diese Integration für ihre eigenen Accounts verwenden wollen, müssen diese über ein Opt-In aktivieren. Dazu hat Yahoo auch seinen Profile-Service generalüberholt, mit dem Nutzer die Einstellungen für ihre Privatsphäre einrichten können. Diese Aktivitätenverwaltung wurde jetzt in Yahoo Pulse umbenannt und soll sogar mehr Möglichkeiten bieten als Google Buzz. Weitere Yahoo-Dienste wie Yahoo News oder Flickr sollen ebenfalls einbezogen werden.

Auch Australien mag Google Street View nicht

Google wird mit seinem Panoramafotodienst Street View nicht glücklich. Nun gibt es auch in Australien Scherereien wegen ungebührlicher Eingriffe in die Privatsphäre. Schon in Deutschland hatte die unerlaubte Erfassung von W-Lan-Daten für gehörigen Ärger gesorgt. Nun veranlasste die australische Regierung polizeiliche Ermittlungen gegen Google und einige Google-Mitarbeiter.

Die Untersuchung soll klären, ob beim Abfotografieren des Straßennetzes für Google Maps und Earth illegalerweise auch Informationen von privaten W-Lan-Anschlüssen gesammelt worden sind. Wie Generalstaatsanwalt Robert McClelland gegenüber dem "Sydney Morning Herald" erklärte, habe es in dieser Richtung zahlreiche Beschwerden gegeben, "die in ihrem Kern auf mögliche Verstöße gegen das Überwachungsgesetz hinweisen, das den Zugang zu elektronischer Kommunikation für nicht autorisierte Zwecke untersagt ".

Angeblich Sicherheitslücke bei SchülerVZ

Beim sozialen Netzwerk SchülerVZ ist ein Sicherheitsleck aufgetreten, wodurch das Auslesen privater Daten und Cookies möglich sein soll. Außerdem könnten Schadcodes eingeschleust und Nutzer auf verseuchte Web-Seiten geleitet werden, ohne dass sie davon etwas mitbekommen.

Wie "Gulli" berichtet, ist offenbar ein Schüler auf diese Lücke gestoßen  und hat die entsprechenden Informationen weitergeleitet. Und wie es aussieht, gibt es ein vergleichbares Leck auch bei den Schwesterangeboten StudiVZ und MeinVZ. Auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE erklärte VZ-Sprecher Dirk Hensen am Montagvormittag, derzeit könne man den Sachverhalt "nicht nachvollziehen", man prüfe die Angelegenheit.

Fans wollen Fußballchip und Videobeweis

Nur noch ein paar Tage, dann ist endlich wieder Fußball-WM. Und wie sich zeigt, haben die Freunde des runden Leders nichts gegen technischen Fortschritt. Im Auftrag des IT-Verbandes Bitkom befragte das Marktforschungsinstitut Forsa Fußballfans zum Einsatz technischer Hilfsmittel . 70 Prozent hätten nichts dagegen, würde der Videobeweis eingeführt oder ein Chip im Fußball, um krasse Fehlentscheidungen der Schiedsrichter korrigieren zu können. Erstaunliches Detail am Rande: Ausgerechnet die ansonsten eher technikaffine Generation der 14- bis 19-Jährigen lehnt die Hightech-Ausstattung auf dem Platz ab, 42 Prozent in dieser Gruppe bevorzugen den altmodischen Kick ohne Schnickschnack. Und sagt man den über 60-Jährigen sonst schon mal eine gewisse Technikferne nach, dann gilt das nicht für den Fußball. In dieser Altersgruppe haben nur 15 Prozent etwas gegen technische Hilfsmittel zur Vermeidung von Irrtümern einzuwenden.

"The Lord of the Rings Online" bald gratis

Unbezahlbar war er schon immer, aber jetzt ist der eine Ring sogar kostenlos. Das 2007 eingeführte Online-Rollenspiel "The Lord of the Rings Online" war bislang mit monatlich fälligen Gebühren verbunden. Doch ab Herbst 2010 ist es damit vorbei. Die Betreiber vom Entwicklerstudio Turbine ändern ihr Geschäftsmodell, das Herumstromern durch Mittelerde wird dann nichts mehr kosten. Wer allerdings bei seiner Reise besondere Gegenstände benutzen oder zusätzliche Quests verfolgen will, soll dann per Micropaymant zur Kasse gebeten werden. Und wer Zugriff aufs komplette Angebot wünscht, kommt um den Erwerb eines VIP-Abos nicht herum. Ab dem 16. Juni können Fans die neuen Einstellungen mit einem Betaprogramm ausprobieren. Im Unterschied zu "Dungeons and Dragons Online", wo Turbine ähnliche Änderungen vorgenommen hat, gelten die Neuerungen für "The Lord of the Rings Online" ausdrücklich auch für die europäischen Bewohner von Tolkiens Mittelerde .

Mehr lesen über