Netzwelt-Ticker: Sicherheitsrisiko Telearbeit - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Sicherheitsrisiko Telearbeit

Heimarbeiter sind zu leichtsinnig, bringen sensible Firmendaten in Gefahr. Außerdem im Nachrichtenüberblick: Linus Torvalds findet, Apples Mac OS X sei Müll, das Service Pack für Windows Vista bekommt man auch jetzt schon und vieles mehr.
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Studien zum Online-Verhalten von Angestellten nicht nur im IT-Bereich ergeben seit längerer Zeit immer das gleiche: Die Leute sind ziemlich nachlässig, was Datenschutz und Sicherheit angeht. So lautet auch das Fazit der jüngsten Studie des Netzwerkausstatters Cisco . Diesmal wurden allerdings Heimarbeiter befragt - und zeigten erstaunliche Defizite.

Insgesamt wurden 2000 Telearbeiter in zehn Ländern unter die Lupe genommen. Das erschreckende Ergebnis: Allein im letzten Jahr hat sich die Zahl derer, die auch mal anderer Leute offene W-Lan-Verbindungen kapern, auf elf Prozent verdoppelt. Das legt den Schluss nahe, dass auch die Zahl offener W-Lans entsprechend zugenommen hat.

Auch sonst erstaunen die für die Heimarbeit Freigestellten mit Vertrauensseligkeit: 56 Prozent meinen, das Internet sei sicherer geworden. Da nimmt es nicht wunder, wenn viele ihre Notebooks, auf denen zum Teil hochsensible und vertrauliche Firmendaten gespeichert sind, ohne weiteres auch an Familienmitglieder oder Freunde verleihen. Das bedeutet logischerweise, dass die meisten Unternehmen das Bewusstsein ihrer Angestellten hinsichtlich der Datensicherheit stärken müssen. Schließlich steigt die Zahl der Telearbeiter, die ihre Aufgabe von zuhause aus erledigen, weltweit an.

Download von Vista SP1 schon jetzt möglich

Wie gestern berichtet, gibt's das erste Vista-Update erst im nächsten Monat, aber für ganz Ungeduldige bietet sich trotzdem eine Möglichkeit zur Vorabinstallation. Winfuture berichtet von einem zugegebenermaßen etwas umständlichen Weg, sich die finale Version des Service Pack 1 schon jetzt auf den Rechner zu holen . Die letzte veröffentlichte Testversion soll demnach identisch mit der nun in die Endproduktion gegangenen Ausgabe sein. Mit einem Eingriff in die sogenannte Registry des Rechners kann die Windows-Update-Funktion dazu gebracht werden, dieses Update herunterzuladen und zu installieren. Allerdings gilt hier: Alles geschieht auf eigene Gefahr!

Spam: Europa lässt Nordamerika hinter sich

Endlich hat das Alte Europa mal die Nase vorn und zieht an den Amerikanern vorbei. Allerdings auf einem eher unrühmlichen Feld: Die meisten Spam-Mails werden mittlerweile von europäischen Rechnern aus verschickt . Früher wurde die Pole-Position im Müllversand von Nordamerika gehalten, berichtet Symantec in seinem neuesten Spam-Report. Doch seit der rasanten Zunahme von Breitbandanschlüssen in Europa haben sich die Verhältnisse umgekehrt.

Linux-Erfinder hält Apple-Software für Müll

Dass Microsoft gerne an der Apple-Ikone kratzt, liegt in der Natur der Dinge und an der kommerziellen Konkurrenz. Doch nun greift auch Linux-Erfinder Linus Torvalds in die Kiste mit drastischen Vokabeln. Zum Thema, ob Mac OS X oder Windows Vista besser sei, ließ er sich mit deutlichen Worten vernehmen: Zwar sei "Leopard ein viel besseres System, aber in mancher Hinsicht ist es viel schwieriger, für Mac OS X zu programmieren als für Vista. Das Dateisystem ist kompletter Müll, wirklich gruselig ", wird der Entwickler vom "Sydney Morning Herald" zitiert. Dabei stört er sich vor allem an den Update-Funktionen, die den Nutzer zur ständigen Aktualisierung seiner Programme und auch seiner Hardware zwängen und ihm letztlich die Kontrolle abnähmen.

Japanische Studie: Doch kein Krebsrisiko durch Handys

"Wir werden alle sterben!" Den Eindruck konnte der geneigte Handynutzer nach Lektüre so mancher Studie zur Gefährlichkeit der Mobiltelefone gewinnen. Doch nun kommt Entwarnung aus Fernost. Reuters berichtet über eine japanische Untersuchung zur möglichen Gefährdung verschiedener Hirnregionen durch Handystrahlung .

Dazu wurde das Telefonierverhalten von 322 Hirnkrebspatienten mit dem 683 gesunder Probanden verglichen. Dabei stellte sich heraus, dass regelmäßiger Gebrauch der Geräte keinen erkennbaren Einfluss auf das Risiko hatte, an Krebs zu erkranken. Ein weiterer Anhaltspunkt für die Ungefährlichkeit der Quasselhilfen ist die Tatsache, dass trotz der weltweit explodierten Nutzerzahlen die Zahl der Hirnkrebspatienten fast unverändert ist.

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