Netzwelt-Ticker: Skype-Gründer plant Web-TV - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Skype-Gründer plant Web-TV

Janus Friis, Co-Autor von KaZaA und Skype, hat etwas Neues in der Pipeline - und keine Lust mehr auf Gerichtsprozesse. Außerdem im Nachrichtenüberblick: Dänemark sperrt AllofMP3, MacExpo setzt Greenpeace vor die Tür, Ubuntu macht auf nervöser Molch und Vista das Windows teurer.
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Janus Friis, Co-Autor des Filesharing-Systems KaZaA (viele Gerichtsverfahren) und Mitgründer des Internet-Telefonie-Dienstes Skype (viel Geld durch den Verkauf an eBay) hat schon wieder Großes vor. Wie Reuters berichtet , gab er dem dänischen Finanzblatt "Boersen" gegenüber zu Protokoll, an der Entwicklung eines werbefinanzierten Web-TV-Dienstes zu arbeiten.

Das unter dem Codenamen "Venice" laufende Projekt soll Breitband-Anwender kostenlos mit hochwertigen TV-Inhalten versorgen. Über Details schweigt Friis sich allerdings noch aus, gibt aber an, bereits mit TV-Firmen aus aller Welt in Verhandlungen zu stehen. "Wir wollen keine Gerichtsverfahren mehr", sagte er gegenüber dem Börsenblatt und verwies damit auf die rechtlichen Probleme, die ihm KaZaA bescherte. Einen geplanten Starttermin mochte Friis allerdings noch nicht nennen. "Wir werden es einfach präsentieren, wenn wir das Gefühl haben, dass es gut genug läuft und wir genug Inhalte haben", so Friis, der aber sofort einschränkte, dass dies nur noch ein Frage von ein bis zwei Monaten sein könne.

Acer: Windows wird mit Vista teurer

In den Augen von Jim Wong, Senior Corporate Vice President des PC-Herstellers Acer, treibt Microsoft mit Windows Vista die Preise hoch. Nach seiner Meinung werden PC-Käufer die Einstiegsversion Vista Home Basic aufgrund ihrer schlechten Austattung ablehnen. Schließlich, so Wong, fehlen der Basisversion gerade jene Funktionen, die Vista von seinen Vorgängern abheben. "Es gibt keine [Aero-] Grafik, keine Media-Center und keine Fernbedienung", sagte Wong gegenüber "PC Pro"  .

Gerade diese Funktionen, die nur in den Premium-Versionen von Vista zu finden sind, habe Microsofts Marketing-Maschinerie jedoch hervorgehoben und gleichzeitig die Basisvariante unter den Teppich gekehrt. Laut Wong müssen PC-Hersteller wie Acer ihren Produkten Vista Home Premium beilegen. Das sei jedoch rund zehn Prozent teurer als das bisher verwendete Windows XP Home und werde die Herstellungskosten um ein bis zwei Prozent pro PC nach oben treiben. Kosten, auf denen die Hersteller sitzen bleiben werden, da die Kunden nach Wongs Ansicht nicht bereit sind, zukünftig mehr für PCs zu zahlen. Bleibt zu vermuten, dass die Hersteller nach Wegen suchen werden, die höheren Herstellungskosten auf anderem Wege einzusparen.

Dänemark sperrt AllofMP3

Wie Associated Press berichtet , hat ein dänisches Gericht den Internet-Anbieter Tele2 AB angewiesen, Verbindungen zu der russischen Musik-Website AllofMP3 zu blockieren. Damit kam das Gericht einem Antrag des dänischen Armes der Plattenfirmen-Vereinigung IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) nach. Der IFPI-Vorsitzende John Kennedy sieht in dem Urteil einen weiteren Sargnagel im Kampf der Plattenfirmen gegen das nach ihrer Ansicht illegale Treiben der Russen. Der Moskauer AllofMP3-Betreiber Mediaservices hingegen zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung und betonte, man sei keiner Gesetzesübertritte schuldig befunden worden.

MacExpo wirft Greenpeace raus

Eklat auf der Londoner Mac-Messe MacExpo. Wie "The Register" meldet  wurde die Umweltschutzorganisation trotzt ordnungsgemäß gebuchten Messestandes des Platzes verwiesen. Mit ihrem Messe-Auftritt wollten die Aktivisten für ihre Aktion "Green my Apple" werben, welche darauf abzielt, den Mac- und iPod-Hersteller Apple zu animieren, seine Produktion auf umweltfreundliche Produktionsverfahren und Materialien umzustellen.

Bereits viereinhalb Stunden nach Beginn der Messe wurde der Stand jedoch auf Geheiß der Messeleitung geschlossen. Andere Aussteller hätten sich darüber beklagt, dass Greenpeace-Mitarbeiter Fotos ihrer Stände gemacht, sowie Flugblätter außerhalb ihres eigenen Messestands verteilt hätten, so MacExpo-Marketing-Director Matt Denton. Damit habe die Organisation ihren Vertrag gebrochen. Den Greenpeace-Stand will die Messeleitung nicht wieder freigeben, so heißt es, und auch keine Rückvergütung leisten. Der Greenpeace-Aktivist Iza Kruszewska hält diese Reaktion für "total übers Ziel hinausgeschossen". Seine eigene Sicht der Dinge hat der Greenpeace-Mitarbeiter tomD im offiziellen Greenpeace-Weblog festgehalten. 

Ubuntu gibt nervösen Molch frei

Ist denn schon wieder ein halbes Jahr um? Muss wohl so sein, denn Canonical Ltd. hat soeben das neueste Update der Linux-Distribution Ubuntu , Codename "Edgy Eft" (Nervöser Molch), freigegeben. Laut "ars technica"  folgt die Firma damit dem Plan, der Entwicklung des GNOME-Desktop folgend alle sechs Monate ein Update herauszugeben. Wie "Infoworld" berichtet  hebt die Canonical-Managerin Jane Silber vor allem Verbesserungen des Benutzer-Interfaces hervor. Hierauf legte die Firma von Anfang an großen Wert, da sie mit Ubuntu gezielt auch Linux-Neulinge ansprechen will. Darüber hinaus sind in dem Paket einige aktualisierte und neue Zusatzprogramme enthalten.

So beispielsweise der Foto-Manager F-Spot, welcher den Upload von Digitalfotos auf flickr vereinfachen soll. Als wichtigstes Merkmal des unter der Versionsnummer 6.10 firmierenden Updates stellt der Hersteller jedoch eine "Upstart" genannte Technologie hervor, die den Systemstart deutlich beschleunigen soll. Laut "ars technica" wird dieses Versprechen in der aktuellen Version aber noch nicht eingelöst. Langfristig sehen die Autoren jedoch großes Potential in Upstart, dessen Effektivität mit zunehmender Integration in das System steigen werde. Man kann sich also schon jetzt auf das nächste Update freuen. Am 19. April 2007 soll es soweit sein.

Namen für Schall und Rauch

Bei Frogger ging es um Frösche, bei Sim City um simulierte Städte und beim Flight Simulator ums fliegen. Aber was mag sich hinter Titeln wie "Pricess Tomato in salad kingdom" oder "Beyond the Beyond" verbergen? Womöglich ähnliches wie beim "Ninja Hamster" und "XEXYZ"? Die Spiele-Experten von "Gamerevolution" wissen  es und haben in nächtelanger Arbeit ihre persönliche Top-50-Liste der schlechtesten Spiele-Namen zusammengestellt. Die Nummer Eins: das Playstation-Game "Irritating Stick". Die Autoren wissen bis heute nicht, worum es darin geht. Ihnen war der Titel irgendwie zu irritierend.

Spracherkennung schlägt SMS-Meister

Böse Schlappe für den Weltmeister im SMS-Tippen. Der US-Amerikaner Ben Cook, der mit der Zurschaustellung seiner flinken Finger Tagesgagen von 1000 US-Dollar einnimmt, musste sich im Wettkampf mit einem Spracherkennungssystem geschlagen geben. Allerdings hatte er auch einen schlechten Tag. Mit immerhin 48 Sekunden für den Final-Satz war er ganze sechs Sekunden langsamer als bei seinem Weltrekord. Gegenüber der Spracherkennung, auf die sein Auftritt aufmerksam machen sollte, hätte er aber auch in Bestform keine Chance gehabt. Deren Text erschien bereits nach 16 Sekunden auf dem Bildschirm. 

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