Netzwelt-Ticker: Skype setzt auf Linux-Server - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker Microsoft nutzt Linux, Bär macht Copyright-Ärger

Der VoIP-Dienst Skype zieht eine zentralisierte Ebene in seine Datenverwaltung ein und soll dadurch sicherer werden. Außerdem im Nachrichtenüberblick: In Colorado gab es Streit um die Rechte an einem viralen Bärenbild und Google jagt Microsoft einen Regierungsauftrag ab.
Fallender Bär: Das betäubte Tier fiel weich (auf eine Spezialmatte)
Fallender Bär: Das betäubte Tier fiel weich (auf eine Spezialmatte)

Fallender Bär: Das betäubte Tier fiel weich (auf eine Spezialmatte)

Foto: AP/ CU Independent/ Andy Duann
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Bislang wurde der Betrieb beim Online-Telefonierdienst Skype über ein Netzwerk von P2P-Clients abgewickelt. Doch inzwischen ist die Zahl der Nutzer stark angestiegen: Seit dem Kauf des VoIP-Anbieters durch Microsoft vor einem Jahr hat nach eigenen Angaben die Zahl der Anwender einen Sprung um 37 Prozent auf 41 Millionen Nutzer gemacht.

Microsoft hat das System umgestellt. Statt eines reinen P2P-Systems gibt es nun viele von Microsoft betriebene Server, auf denen eine nicht näher bezeichnete Linux-Version läuft. Der IT-Sicherheitsforscher Kostya Kortchinsky erklärte gegenüber "Ars Technica", im alten System hätten im Schnitt 48.000 Clients als Knoten gearbeitet und jeweils bis zu 800 Nutzer verbinden können. Das vom ihm entwickelte System der Linux-Supernodes  hingegen bewältige bis zu 4100 Nutzer pro Knotenpunkt, die theoretische Grenze liege sogar bei 100.000.

Der Abschied vom dezentralen P2P-System bringe ein Plus an Sicherheit, so Kortchinsky: "Es ist aus Sicherheitsgründen ziemlich gut, wenn Sie sich nicht auf Leute verlassen müssen, die zufällig auf ihren Rechnern zufällige Sachen laufen lassen. Sie haben eben etwas, das zentral und sicher ist."

Streit ums virale Bärenbild

Ein Bär verirrte sich auf den Campus der Universität von Boulder im US-Bundesstaat Colorado. Herbeigerufene Sicherheitskräfte stellten das Tier in einer Baumkrone und betäubten es. Beim Herunterfallen machte Student Andy Duann ein Foto, das wenig später ohne seine Einwilligung in der Studentenzeitung der Uni "CU Independent" erschien. Von dort machte das Foto seinen Weg zur Nachrichtenagentur Associated Press (AP), die das Bärenbild im Ausland verbreitete - in der Annahme, die Studentenzeitung habe die Rechte an dem Motiv gehalten.

Doch das war ein Irrtum. Tatsächlich gab es keinerlei Vereinbarung zwischen Duann und der Zeitung. Der Student kritisierte das Vorgehen der Studentenzeitung, nach Tagen der Debatte sind sich nun alle einig: Duann ist mit Veröffentlichungen einverstanden , wenn er als Urheber anerkannt und genannt wird. Der fallende Bär hat inzwischen eine eigene Facebook-Seite , zwar nur knapp 400 Fans, aber dafür einige amüsante Foto-Remixe.

Auch das noch:

  • Shopping-Seite und Blogs sind laut Studie größere Virenschleudern als Porno-Websites. In Symantecs "Internet Security Threat Report" (PDF)  wird auch aufgezählt, auf welchen Seiten sich Besucher mit größerer Wahrscheinlichkeit Malware einfangen können. Sex-Seiten sind erstaunlicherweise nur mit einem Anteil von 2,4 Prozent vertreten und landen auf Platz zehn. An der Spitze liegen dagegen mit einem Anteil von 19,8 Prozent Blogs. Private Web-Seiten folgen mit 15,6 Prozent.
  • Facebook will soziale Organspenden.  Ab sofort können Mitglieder des sozialen Netzwerks in ihrer Timeline die Info "Organspender" hinzufügen - allerdings vorerst nur in den USA und Großbritannien. Für die einen markiert das eine neue Stufe des Exhibitionismus, für andere die Hoffnung, dass sich mehr Spender für dringend benötigte Transplantationen finden.
  • Google jagt Microsoft Regierungsauftrag ab.  Der Deal ist 35 Millionen Dollar wert und sieht vor, die 90.000 Angestellten des US-Innenministeriums künftig mit Google Apps for Government arbeiten zu lassen. Das System soll bislang verschiedene nebeneinanderher werkelnde Programme ersetzen und vereinheitlichen. Bis 2020 erhoffen sich die Ministerialen auf diese Weise Einsparungen von 500 Millionen Dollar.
  • "Angry Birds Space" schießt den Vogel ab.  Gerade einen guten Monat, nämlich genau 35 Tage nach der Veröffentlichung, knackt die Weltraumversion des Spiels der bösen Vögel die 50-Millionen-Grenze. So häufig sei es bereits heruntergeladen worden und stelle damit das sich am schnellsten verbreitende mobile Spiel dar, freut sich die Entwicklerfirma Rovio.

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