Netzwelt-Ticker US-Behörde plant Terrorwarnungen per Twitter
Warnsystem des Department of Homeland Security: Bald mit neuen Regeln
Foto: FRANK POLICH/ REUTERSMit einer frühen Warnung kann man die Zahl der Opfer von Terroranschlägen verringern, glaubt das amerikanische Heimatschutzministerium. Als möglichen Verbreitungsweg für ihre Mitteilungen hat die Behörde jetzt Soziale Netzwerke entdeckt. Über die, so glauben die Verantwortlichen, ließe sich die Vorwarnzeit m Gefahrenfall verkürzen. Schließlich habe beispielsweise der Kurznachrichtendienst Twitter schon bewiesen, dass er zur Verbreitung von Nachrichten nahezu in Echtzeit taugt.
Am 27. April nun, will der Heimatschutz sein neues Warnsystem einführen. Dann sollen in "geeigneten Fällen" auch Online-Plattformen wie Twitter und Facebook zur Bekanntmachung von Notlagen herangezogen, so eine interne Heimatschutz-Richtlinie , die der Nachrichtenagentur AP vorliegt. Die traditionellen Verbreitungswege sollen aber ebenfalls weiter genutzt werden.
Außerdem soll vor der Ausrufung eines Alarms ein "Mehr-Stufen-Prozess" die Richtigkeit der Warnung sicherstellen, indem die diversen US-Geheimdienste mit betroffenen Behörden in den Bundesstaaten und Kommunen ihre Informationen abgleichen. Und auch der bisher gültige Farbcode, der die Risikolage in fünf Stufen einteilte, soll ersetzt werden. Zukünftig gibt es nur noch zwei Warnstufen, "erhöht" und "unmittelbar bevorstehend". Außerdem sollen die Alarmmeldungen befristet gelten, sie werden also mit einer Art Verfallsdatum verbreitet.
Aber nicht in jedem Fall soll die Öffentlichkeit benachrichtigt werden. Manchmal werde es ausreichen, nur die Sicherheitsbehörden zu informieren, in anderen Fällen müsse auch die Bevölkerung gewarnt werden. Noch seien die Vorbereitungen für das neue Warnsystem nicht abgeschlossen, erklärte eine Sprecherin: "Wir sind mit unseren Partnern dabei, einen Plan fertig zu stellen, der den Anforderungen aller Beteiligten entspricht."
Google bietet lokale Sonderangebote
Google hat seinen Lokalisierungsdienst Latitude in den USA um eine Funktion zum Auffinden von Sonderangeboten erweitert, berichtet Mashable . Dass Google Interesse an solchen Diensten hat, wurde bereits sichtbar, als der Konzern vor einigen Monaten versuchte, den Gutscheindienst Groupon zu übernehmen. Die jetzt "checkins" genannte Latitude-Funktion bietet Google-Anwendern vergünstigte Angebote bei Händlern, in Cafés und Restaurants in der unmittelbaren Umgebung an.
Die Einführung von checkins kam völlig überraschend und dürfte vor allem Foursquare und Facebook ärgern, die längst die Möglichkeit anbieten, dass man sich per Smartphone an bestimmten Orten einchecken und dadurch teilweise auch von Sonderangeboten profitieren kann. Google hat sein System allerdings um eine Status-Funktion erweitert, über die festgelegt werden kann, dass auf bestimmte Angebote nur zugreifen kann, wer einen bestimmten Status erreicht. Seinen Status kann man dabei, analog zu Vielflieger-Programmen, verbessern, in den man einen Ort, also beispielsweise ein Modegeschäft, wiederholt aufsucht und sich dort einchecked.
mak
Medienkonzern klagt gegen iPad-App
Der Zoff um TV-Apps für Apples iPad geht in die nächste Runde. Nicht genug, dass sich TV-Anbieter und Kabelnetzbetreiber um zusätzliche Lizenzgebühren streiten, die die Anbieter für das Einspeisen ihrer Programme auf dem iPad verlangen. Nun eskaliert der Ärger. Zunächst verschickten Fox und der Discovery-Channel Unterlassungsverfügungen an Time Warner Cable. Der Kabel-TV-Anbieter entfernte deren Programme daraufhin aus seiner iPad-App. Auch Viacom verbat sich die Verbreitung seiner MTV-Inhalte durch die Plattrechner-Anwendung.
Anscheinend war das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die Time-Warner-Cable-Juristen strengten am Donnerstag in New York eine Klage gegen Viacom an. Das Gericht möge feststellen, dass die internetgestützte Einspeisung von TV-Inhalten nicht gegen laufende Verträge verstoße. Zum selben Zeitpunkt reichte Viacom seinerseits Klage gegen Time Warner Cable ein, wegen Vertrags- und Urheberrechtsverletzung. Die iPad-App laufe "auf die unlizensierte Verbreitung von Viacom-Programmen hinaus", zitiert die "New York Times" aus der Begründung.
Andere Kabelnetzbetreiber werden die juristischen Auseinandersetzungen mit Interesse verfolgen, schließlich basteln auch sie an, Apps zum Streaming von TV-Inhalten auf Apples Tablet.
Telekom-Anschlüsse bald mit bis zu 200 Megabit
Auf der Cebit hat die Telekom neue, schnelle Glasfaser-Internetanschlüsse angekündigt, nun werden die Pläne um das Fiber-To-The-Home-Angebot (Glasfaser bis ins Haus) offenbar konkret. Wie "Golem" meldet, sollen die fixen Datenleitungen ab Anfang 2012 eingerichtet werden. Zunächst sollen Hannover, Mettmann, Potsdam, Neu-Isenburg, Kornwestheim, Brühl, Offenburg und Rastatt mit dem neuen "Giganetz" verkabelt werden. Die Informationen basieren auf einem Bericht von "Computerbase" und wurde, bis auf die Preisangaben von der Telekom bestätigt.
Demnach wird die theoretisch mögliche Geschwindigkeit von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde für Privatkunden wohl zunächst nicht bestellbar sein. Die angebotenen Produktvarianten beschränken sich auf Durchsatzraten von 100 beziehungsweise 200 Megabit pro Sekunde. Im Vergleich zu vorhandenen Angeboten wäre allerdings schon das eine ordentliche Leistungssteigerung. Schließlich werden per DSL üblicherweise zwischen sechs und 16 Megabit pro Sekunde übertragen, das Top-VDSL-Angebot der Telekom schafft gerade 50 Megabit pro Sekunde.
Immerhin können sich die künftigen Kunden schon einmal auf die Preise vorbereiten. Zum Monatsbeitrag von 54,95 Euro bekommt der Geschwindigkeitsfreund den Tarif "Call & Surf Comfort Fiber 100" mit 100 Megabit pro Sekunde. Wer 25 Euro drauflegt, erhält das "Entertain Premium Fiber 200"-Paket mit 200 Megabit pro Sekunden. Frühbucher können monatlich zehn Euro sparen.
Firefox 5 kommt zum Sommeranfang
Mit der Veröffentlichung der neuesten Browser-Version Firefox 4 verkündete Mozilla auch gleich die Nachfolgeversionen 5 und 6. Nun wurde der Veröffentlichungs-Fahrplan überarbeitet. Sobald die Entwicklung von Firefox 5 den Beta-Status erreicht, soll die sechste Version auf Kiel gelegt werden. Schon in wenigen Tagen, am 12. April, soll es soweit sein.
Die Beta von Firefox 5 soll demnach am 17. Mai veröffentlicht werden, am 21. Juni schließlich die endgültige Fassung folgen, meldet "Chip" . Womit unter Einberechnung der von Mozilla verkündeten Gesamtentwicklungszeit von 13 Wochen für eine Browserversion auch schon der Veröffentlichungstermin für Firefox 6 feststeht. Am 16. August soll es soweit sein.
Handyakkus leben länger dank Muskelschmalz
Wer seinen Händedruck kräftigen und seinen Unterarmen ein muskulöses Aussehen verschaffen will, der greift zum Handtrainer. Doch regelmäßiges Knautschen könnte bald nicht nur für Popeye-Arme sorgen, sondern auch Smartphones eine längere Akkulaufzeit verschaffen. Neuseeländische Forscher jedenfalls haben sich mit dem leidigen Problem befasst, dass Handyakkus allen Verbesserungen zum Trotz immer noch viel zu schnell schlapp machen. Also entwickelten sie einen flexiblen Generator, der durch Beugung und Entspannung einer Gummimembran Strom erzeugt.
Die Einsatzmöglichkeiten der Erfindung sind nicht nur auf sparsame Handybesitzer beschränkt. "Stellen Sie sich weiche Generatoren vor, die Energie erzeugen, indem sie sich auf Ozeanwellen beugen und strecken oder im Wind wie Bäume schwanken", zitiert " PC Authority" den Forscher Thomas McKay vom Bioengineering Institute's Biomimetics Lab in Auckland. Seinem Team sei es gelungen, auf äußere Schaltkreise und Verdrahtungen zu verzichten. Das Prinzip sei dabei völlig simpel, es bestehe aus der Gummimembran, in die Kohlenstoffteilchen in einem Rahmen eingelassen seien. Die Forscher arbeiten bereits an Prototypen, die in Kleidungsstücke eingepasst werden könnten und die bei jeder Bewegung ihres Trägers Strom erzeugen. Zum Beispiel, um das Handy aufzuladen.
Auch das noch:
- Die meisten US-Regierungs-Web-Seiten bald wegen Haushaltskrise offline
- Pentagon-Bastler lassen U-Boot-Jagd per Online-Spiel üben
- Die interaktive Karte aller militärischen Konflikte seit 4000 v. Chr.