Netzwelt-Ticker US-Eliteunis gegen iPads
iPad fest im Griff: Nichts für den Hörsaal?
Foto: TOM PENNINGTON/ AFPAmerikanische Elite-Unis sind teuer, statten ihre Studenten aber auch stets mit schicker neuer Technik aus. Apples iPad gehört jedoch nicht dazu, und wenn, dann in nur sehr eingeschränkten Umfang. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, hat zum Beispiel die Princeton University bereits 20 Prozent der am Campus befindlichen iPads sperren lassen. Grund sei die übermäßige Belastung des Uni-Netzwerks , die bereits zu mehreren Fehlfunktionen geführt habe und die das komplette Computersystem der Lehranstalt beeinträchtigen könnte.
Schlechte Erfahrungen hat auch die Cornell University mit Produkten aus dem Hause gemacht. Schon das iPhone habe bei seiner Einführung die Bandbreitenkapazitäten völlig überlastet. Der IT-Beauftragte der Universität wies schon letzte Woche auf Netzwerk- und Verbindungsprobleme hin, man sei dabei "sicherzustellen, dass das iPad nicht die gleichen verheerenden Auswirkungen für unser Netzwerk hat".
Die Sicherheitsarchitektur des Funknetzwerks an der George Washington University unterstützt ebenfalls keine Geräte mit dem Apfellogo, weder das iPad noch das iPhone oder auch nur den iPod touch. Es werde wohl bis zum kommenden Frühjahr dauern, bis das iPad-Betriebssystem vom Uni-Netzwerk unterstützt werde
Das ist ein bemerkenswerter Rückschlag für Steve Jobs' Strategie, seinen neuen Tablet-Rechner im Marktsegment der hochentwickelten E-Reader für weiterführende Schulen und Universitäten zu platzieren. Auch wenn inzwischen zahlreiche Universitäten den Plattrechner akzeptieren und dabei anscheinend keinerlei Probleme auftreten, wird dieser PR-Effekt durch die Ablehnung einer Uni wie Princeton doch etwas beschädigt.
Zumal selbst Hochschulen, die das iPad zulassen, mit dem Gerät so ihre Schwierigkeiten haben. So offeriert die Seton Hill University im Bundesstaat Pennsylvania zwar allen Erstsemestern im Herbst Gratis-iPads oder MacBooks. Doch die Freude der Studenten übers schicke Begleitgerät zum Nulltarif dürfte sich schnell wieder legen. Spätestens dann, wenn ihnen der Gebührenbescheid über 800 Dollar ins Haus flattert, die pro Jahr für den Ausbau der Netzwerkkapazitäten der Uni fällig werden.
"Apples Sicherheitsvorkehrungen? Welche Sicherheitsvorkehrungen?"
Angefangen hat Marc Maiffret als Microsoft-Hacker. In den 90er Jahren errang er als Entdecker der Anfälligkeit von Microsoft-Produkten für den "Code Red"-Wurm eine gewisse Berühmtheit und avancierte zur Hassfigur der Redmonder. Doch inzwischen wandelt der erwachsen gewordene Maiffret auf ehrbaren Pfaden und verdingt sich als IT-Sicherheitsberater , genügend Erfahrung hat er ja. Und ist nun voll des Lobes über die Sicherheitsausstattung der einst von ihm so hart angegriffenen Microsoft-Programme. "Cnet" erklärte er, die Windows-Macher würden heute mehr als jeder andere zur Sicherung ihrer Programme tun: "Sie sind wirklich mustergültig, wie sie das machen." Natürlich habe das mit dem übergroßen Marktanteil Microsofts zu tun, der das Unternehmen entsprechend interessant für Angriffe mache.
Wesentlich harscher fällt hingegen seine Einschätzung der Sicherheitsanstrengungen von Apple aus. Zum Thema gebe es vor allem viel PR- und Marketing-Getöse, aber tatsächlich habe das Unternehmen Sicherheitsthemen lange verschlafen. Eine wirkliche Sicherheitsarchitektur habe es nicht gegeben. "Jedesmal, wenn irgendwo ein Hacker-Wettbewerb stattfand, hat einer innerhalb weniger Stunden eine neue Apple-Schwachstelle gefunden." Die Apple-Community sei sich über die Risiken völlig im Unklaren. Erst im letzten halben Jahr hätten die Verantwortlichen in Cupertino begriffen, welche Bedeutung Sicherheitsfragen für ihr Geschäft hätten.
Rösler will Pflicht zur Online-Anbindung von Arztpraxen
Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) macht Druck bei der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Die sei nämlich dazu geeignet, den Krankenkassen über den Online-Zugriff einen Abgleich der Patienten-Stammdaten zu ermöglichen. Allerdings sollten die Kassen nicht den vollen Zugriff auf die kompletten Patientendaten erhalten. "Es kann nicht sein, dass die Krankenkasse auf Ihre Daten zurückgreifen kann", zitiert die "Ärztezeitung" den Minister auf einer Fachveranstaltung. Die Praxis-EDV müsse streng getrennt gehalten werden.
Durch die Onlineüberprüfung könnten die Kassen aber zum Beispiel schnell darüber Auskunft einholen, welchen Zuzahlungsstatus ein Patient bei der Medikamentenabrechnung habe. Eine Reihe von Ärzteverbänden steht der eGK bislang eher reserviert gegenüber. Sie verlangen, die Einführung dürfe nur auf freiwilliger Basis erfolgen.
Microsoft Office 2010 auf der Zielgeraden
Es ist soweit, Microsoft Office 2010 ist fertig und zur Produktion freigeben. Die offizielle Veröffentlichung soll am 12. Mai erfolgen. Die Bürosuite wird in drei Varianten angeboten:
- Home & Student beinhaltet Word, Excel, Powerpoint und ein neues Notizprogramm namens Onenote.
- Home & Business packt außerdem noch Outlook dazu.
- In der Professional-Version schließlich gibt es obendrein noch die Datenbank Access und den Gestaltungshelfer Publisher.
Verkaufsbeginn soll im Juni sein, dabei wird die Vollversion mit Datenträger offeriert, daneben auch eine Product Key Card, die lediglich einen aktivierbaren Produktschlüssel enthält. Der ist mit 109, 249 oder 499 Euro auch deutlich günstiger als die Retail-Version, für die jeweils 139, 379 oder 699 Euro zu zahlen sind.
IPhone 4G mit 80 GByte Speicherplatz?
"Engagdet" hat ein Bild , Gizmodo gleich das ganze Gerät : ausgerechnet in einer Bar im kalifornischen San José soll jemand ein iPhone der nächsten Generation verloren haben. Zu sehen ist eine Kamera auf der Vorderseite, das Gerät soll satte 80 GByte Speicherkapazität haben. Das neue 4G steckte dabei zur Tarnung noch im Gehäuse des Vorgängermodells 3G. Und tatsächlich soll es sich nicht um eine Ente handeln, mit der Witzbolde die Jüngergemeinde veräppeln wollen. Auf einem älteren Foto mit einem iPad-Prototypen sei auch ein entsprechendes iPhone 4G zu sehen. Und das schon seit Monaten. Da das iPad ja nun inzwischen in der wirklichen Welt angekommen sei, könne ähnliches auch für das Apple-Smartphone angenommen werden.
Auch das noch:
- Wie man das Kleingedruckte übersieht und seine Seele verkauft
- Erdbebenbeobachtung mit dem Notebook
- Baut AMD demnächst CPUs für Apple ?