Netzwelt-Ticker US-Senator fordert iPod-Verbot
Großbritannien: Auf Datendiebstahl stehen ab sofort zwei Jahre Gefängnis
Datendiebe aufgepasst: Wer in Großbritannien private Daten anderer ausspäht und dann weiterverkauft, muss in Zukunft mit einer Haftstrafe von zwei Jahren rechnen. Das Amt für Verfassungsangelegenheiten teilte überdies mit, dies gelte auch für die Weiterkäufer derartigen Datenmaterials. "Die Menschen haben ein Recht auf Schutz ihrer Privatsphäre vor Missbrauch. Ich glaube, die Einführung von Haftstrafen wird eine wirkungsvolle Abschreckung für die sein, die persönliche Daten sammeln", so Staatssekretär Lord Falconer .
Mega-Patchday bei Microsoft
Nächsten Dienstag ist es wieder soweit, Microsoft begeht seinen traditionellen Patch Day . Diesmal werden gleich ein Dutzend Sicherheitsflicken ans Computervolk ausgegeben. Davon sollen mindestens vier Sicherheitslücken stopfen, die Microsoft als "kritisch" eingestuft hat. Diese sollen Probleme im Betriebssystem Windows, in Microsoft Office, in Microsoft Data Access Components (MDAC) und ausgerechnet in diversen Sicherheitsapplikationen wie Windows Defender beheben. Passend dazu kam die Meldung, man plane in Redmond den Ausbau der Sicherheitsabteilung. Microsofts Sicherheitsmanager Vincent Gullotto kündigte neben der Erweiterung der Forschungsabteilung am Microsoft-Sitz den Aufbau neuer Abteilungen in Europa und Asien an, meldet "heise.de" . Mit dieser Strategie werden zwei Ziele gleichzeitig verfolgt: Zum einen soll Microsofts Position im Markt für Sicherheitsprodukte verbessert werden. Darüber hinaus sieht man auch Bedarf in Bezug auf Schwachstellen bei eigenen Produkten.
Kanadische Seite für Nuklearsicherheit gehackt
Ausgerechnet die Homepage der kanadischen Kommission für Nuklearsicherheit wurde diese Woche gehackt, wie "news.com" berichtet . Wer am Mittwoch die Startseite öffnete, sah als Erstes die Überschrift "zur unverzüglichen Veröffentlichung" und darunter das Foto einer explodierenden Atombombe. Der Kommissionssprecher beschwichtigte Befürchtungen nach tiefergehenden Sicherheitslecks. "Wir haben uns sofort mit unserem Internet-Provider in Verbindung gesetzt. Sobald wir erfuhren, dass es einen Angriff auf die Seite gegeben hatte, wurde sie abgeschaltet. Es war lediglich diese Seite betroffen, interne Informationen waren nicht berührt."
Yahoo Pipes startet: Info-Bündelung online
Ausnahmsweise gibt es keine Neuigkeiten von Google, sondern von der Suchmaschinenkonkurrenz Yahoo. Dieser Tage wurde der Betatest von "Yahoo Pipes" gestartet . Die Applikation soll die unterschiedlichsten Daten aus dem Internet in einem Feed zusammenfassen. Via drag & drop können die ausgewählten Datenquellen auf einer Benutzeroberfläche angeordnet und mit Filter- und Sortierfunktionen an die individuellen Wünsche angepasst werden. Ganz egal, ob man nur Nachrichten sucht oder Anzeigen für ein neues Auto, alles lässt sich erfassen. Auch Bilderdienste wie flickr können mit einbezogen werden. Und da gegenwärtig nichts ohne Web 2.0-Touch auszukommen scheint, können die so erstellten Pipes auch anderen Nutzern zugänglich gemacht werden.
Vodafone ermöglicht eBay-Auktionen vom Handy aus
Auch wer fern vom heimischen Rechner ist, muss bald nicht mehr auf spannungsgeladene Momente beim Mitsteigern auf eBay verzichten. Die Mobilfunkgebühren fallen kontinuierlich und so bietet Vodafone seinen Kunden eine Applikation an, die den Online-Auktionator auch mobil verfügbar macht . Das Programm wird auf verschiedenen Vodafone-Handys bereits vorinstalliert sein, für andere kompatible Geräte kann der Client aus dem Internet heruntergeladen werden. Damit soll dem Kunden die Suche nach Produkten oder Kategorien genauso ermöglicht werden wie die Abgabe von Geboten. Zunächst wird der Dienst in Italien angeboten, doch im weiteren Verlauf des Jahres auch auf andere europäische Länder, darunter Deutschland, ausgeweitet werden.
New York: iPod-Verbot geplant
Einen Beliebtheitswettbewerb durfte Carl Kruger derzeit kaum gewinnen. Der New Yorker Senator trat mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit, das Benutzen von iPods auf allen Straßen des US-Bundesstaats zu verbieten. Seine Begründung: Fußgänger unter Musikbeschallung seien im Straßenverkehr zu unaufmerksam, besonders beim Überqueren der Straße. "Sie laufen wie ferngesteuert in Autos und Busse hinein. Gerade hier in New York City haben wir durch den iPod ein paar schlimme Unfälle hinnehmen müssen", zitiert der "Inquirer" den Politiker , der seine Idee bereits als Gesetzesvorlage eingebracht hat. Würde diese verabschiedet, dann wäre der Gebrauch des iPods künftig nur noch in Grünanlagen und auf Parkbänken zulässig. Warum sich der Zorn des Senators nicht auch gegen andere Mp3-Player richtet, war nicht zu erfahren. Ob der Mann Microsoft-Aktien hält?
Studie: Marktanteil der Online-Werbung verdreifacht sich bis 2010
Schon jetzt wird tüchtig online geworben. Sechs Prozent aller Werbeausgaben richten sich gegenwärtig auf die virtuelle Welt. Glaubt man einer aktuellen Studie des Frankfurter Media-Consultant-Unternehmens Timelabs, wird dieser Anteil noch kräftig steigen . Bis zum Jahr 2010 soll sich der Markanteil mit einem Anstieg auf 15 Prozent beinahe verdreifachen. Allerdings gehen diese Zuwächse zu Lasten der klassischen Werbung. Dies insbesondere im Zeitungsbereich, der in den kommenden vier Jahren bis zu elf Prozent vom Werbekuchen abgeben muss. Als mächtigster Staubsauger hat sich einmal mehr Google erwiesen. Das Unternehmen erzielte mit seinem Konzept der Stichwortvermarktung einen Anteil von 31,5 Prozent im Online-Bereich. Der werde noch weiter steigen, so die Studie, die eine Zunahme erfolgsabhängiger, personalisierter Werbung gegenüber den herkömmlichen, an Reichweiten orientierten Modellen erwartet.
Auch Fujitsu ersetzt Sony-Akkus
Das Drama um defekte oder gar explodierende Notebook-Akkus von Sony nimmt kein Ende. Noch immer befinden sich überall auf der Welt Tausende schadhafter Batterien im Umlauf, daran erinnert eine Mitteilung von von Fujitsu Siemens Computers . Seit vergangenem Oktober bietet das Unternehmen freiwillig den Austausch von Sony-Akkus an, die in bestimmten Notebooks Verwendung fanden. Da jedoch immer noch nicht sämtliche Batteriesätze ausgetauscht wurden und es weiterhin zu Zwischenfällen kommt, haben die Fujitsu-Techniker ihren Hinweis bzw. das entsprechende Angebot erneuert und listen die betroffenen Typen (verschiedene Lifebook- und Amilo-Modelle) auch gleich noch einmal auf.