Netzwelt-Ticker Vibrator für den Golfplatz
USA: härtere Strafen für Raubkopierer
Der Versuch, einen Kopierschutz zu umgehen, könnte künftig strafbar sein - auch wenn er scheitert. Dies sieht ein Gesetzentwurf vor, um den die US-Regierung den sogenannten Digital Millennium Copyright Act, kurz DMCA, erweitern will. Bis zu zehn Jahre Haft sollen Raubkopierern darin angedroht werden, auch wenn sie mit ihrem Handeln keine kommerziellen Interessen verfolgen, schreibt "CNet". Zudem soll den Strafverfolgungsbehörden das Aufspüren kommerziell agierenden Raubkopierer durch das neue Gesetz erleichtert werden. Geplant ist es auch, mit einen Budget in Höhe von 20 Millionen Dollar eine FBI-Einheit aufzubauen, deren einzige Aufgabe es wäre, Urheberrechtsverletzungen zu verfolgen. Eine Begründung für diese drastischen Verschärfungen lieferte US-Justizminister Alberto Gonzales bereits im vergangenen November. Damals sagte er, solche Änderungen seien notwendig, da neue Technologien "große kriminelle Organisationen dazu ermuntern, in das Geschäft mit dem Diebstahl geistigen Eigentums einzusteigen". Zudem, so Gonzales, würden die Erlöse aus solchen Geschäften "ganz offensichtlich genutzt, um terroristische Aktivitäten zu finanzieren".
Ein Ding, sie zu finden...
Ist das Golfers Traum? Nie mehr nach einem verlorenen Ball suchen zu müssen? Wenn ja, dann hat Sanderson Golf wohl das richtige Produkt entwickelt. Wie "Gizmag" schreibt, braucht der BallFinder SCOUT nur eine Sekunde, um mit seiner Digitalkamera eine Fläche von über 50 Quadratmetern nach versteckten Golfbällen abzusuchen. Um eine der verlorenen Kugel aufzuspüren, soll es ihm reichen, wenn ein Prozent der Balloberfläche aus dem Gras lugt. Für den geforderten Preis in Höhe von 148 britischen Pfund (rund 213 Euro) könnte man allerdings auch eine Menge Golfbälle kaufen.
EBay Express online
Wer sich ein wenig bei eBay umschaut stellt schnell fest, dass sich die Online-Auktionsplattform zum Eldorado für Schnäppchenjäger gewandelt hat. Statt auf langatmige Versteigerungen mit ungewissem Ausgang setzen immer mehr Anbieter auf Festpreise und sogenannte Sofort-kaufen-Angebote. Dieser Entwicklung trägt man bei eBay nun Rechnung. Wie der "Inquirer" meldet, ist seit Sonntag eine Vorabversion der neuen Website "ebay Express" online. Sinn und Zweck soll es sein, Neuwaren zu Festpreisen an die Käufer zu bringen und den Einkauf durch ein integriertes Bezahlsystem schön einfach und schnell zu machen. Mit dem Grundgedanken von eBay hat das zwar nichts mehr zu tun, aber wenn es nachgefragt wird, kann man es ja mal probieren. Um Waren über eBay Express anzubieten, muss ein Verkäufer über mindestens 100 Bewertungen verfügen, die zu 98 Prozent positiv sein sollten. Zudem sind ausschließlich Festpreise erlaubt und auch ein Foto des jeweiligen Artikels ist Pflicht. Zur Zahlungsabwicklung müssen Anbieter über einen PayPal Premier- oder PayPal Business-Account verfügen. Eine eBay-Express-Website für den deutschen Markt ist für den Herbst dieses Jahres geplant.
Haben Firefox & Co. eine Chance?
Dass man als Erfinder einer Technologie nicht automatisch ein Abo auf den ersten Platz hat, musste Netscape schmerzvoll erfahren. Den ursprünglichen Vorsprung des Navigator machte Microsoft schnell zunichte und dominiert mit dem Internet Explorer bis heute den Markt für Webbrowser. Ob dieser Erfolg einer technischen Überlegenheit oder einfach dem besseren oder massiveren Marketing der Windows-Company geschuldet ist, beschäftigt bis heute die Gemüter. Die Antwort glauben die Professoren Pai-Ling Yin von der Harvard Business School und Timothy F. Bresnahan von der Stanford University gefunden zu haben. In einer Veröffentlichung stellen sie fest, dass "der Vertrieb beim Gewinnen von Marktanteilen eine größere Rolle als die Technologie" spiele. In einem Interview der "HBS Working Knowledge" klärt Professor Lin nun auf, ob Neulinge wie Firefox und Camino eine Chance haben, sich gegen den Platzhirsch durchzusetzen. Das Ende sei schon hier verraten: Ihrer Ansicht nach werden es die Kleinen schwer haben. Zu groß ist Microsofts Marktdurchdringung und zu hoch die Hürden für ungeübte Anwender, sich an einen neuen Browser zu gewöhnen. Aber vielleicht irren sie sich ja auch.
Motorola-Patent schockt
Eigentlich sollte der Vibrationsalarm moderner Handys dazu dienen, auch in geräuschempfindlichen Umgebungen dezent auf Anrufe hinzuweisen. Blöd nur, dass der Vibrator meist so energisch zur Sache geht, dass der Anruf garantiert niemandem in der unmittelbaren Umgebung entgeht. Wie "mobileburn.com" nun herausgefunden hat, ließ sich der Handy-Hersteller Motorola ein System patentieren, das eingehende Anrufe und Nachrichten mit leichten Elektroschocks signalisiert. Stärke und Frequenz der Entladungen können variiert werden. So könnte etwa ein kräftiger Stromstoß auf einen Anruf des Chefs hinweisen, derweil Anrufe von Freund oder Freundin durch ein sanftes Kribbeln angekündigt werden. Konkrete Pläne, das System in ein künftiges Mobiltelefon einzubauen, hat man bei Motorola, wo übrigens auch der Vibrationsalarm erfunden wurde, noch nicht.
Wie PCs sterben - und wie nicht
Ein Viertel aller verstorbenen PCs krepierten an fehlerhaften Netzteilen, ein weiteres Viertel erliegt mangelhafter Kühlung. So lautet das Ergebnis einer Umfrage, die "PCstats" unter seinen Lesern durchgeführt hat. Viel interessanter als die Statistiken sind jedoch die Schilderungen, wie es zu den jeweiligen Ausfällen kam. So berichtet ein Leser, dass ausgerechnet in dem Moment, als er bei einer kleinen LAN-Party eine virtuelle Rakete auf seinen Gegenspieler abfeuerte, dessen Netzteil in Rauch aufging. War das nur Zufall? Ein anderer berichtet von einem Freund, der sich nach dem erfolgreichen Zusammenbau seines neuen PCs über einen komischen Geruch wunderte. Zu spät wurde ihm klar, dass der Prozessorkühler samt Lüfter noch in seiner Hand lag. Die CPU war längst gegrillt. Gut, dass der Autor des Artikels zu jeder der acht häufig auftretenden Fehlerkategorien ein paar gute Ratschläge anführt, wie man dem plötzlichen Computertod zuvorkommen kann.