Neues Windows-Virus: Computerwurm greift Tony Blair an - DER SPIEGEL
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Neues Windows-Virus Computerwurm greift Tony Blair an

Neuer Ärger für den britische Premierminister Tony Blair. Ein Computerwurm zielt darauf ab, die Homepage von Downing Street 10 lahm zu legen.
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Abingdon - Das Virus verbreitet sich nach Angaben der Anti-Viren-Firma Sophos über E-Mail und Chatrooms. Der Empfänger erhalte eine Nachricht mit der Betreffzeile "Your account information" oder einem ähnlichen Text.

Sobald der E-Mail-Empfänger die angehängte Datei öffnet, versuche das Virus, sich auf der Festplatte des Computers fest zu setzen. Auf infizierten Rechnern lässt der "Quaters" genannte Wurm eine Nachricht erscheinen, in der Blair vorgeworfen wird, er verschwende Steuergelder für illegale Einwanderer. Außerdem versuche der Wurm, die infizierte E-Mail an alle Adressen zu versenden, die im Programm "Microsoft Outlook" gespeichert sind.

Ziel des Störprogramms sei es, alle betroffenen Computer am 11. Tag eines Monats die Internetadresse www.number-10.gov.uk anwählen zu lassen, schreibt Sophos auf seiner Homepage. Nach Angaben der Software-Schmiede aus dem englischen Abingdon soll die Internetseite des britischen Regierungschefs dadurch vorübergehend gestört werden.

Bisher sei das Virus Sophos aber nur einmal gemeldet worden und noch kaum verbreitet.

Tony Blair ist nicht der erste britische Regierungschef, der sich einem virtuellen Angriff ausgesetzt sieht. In den neunziger Jahren existierte laut Sophos ein Computervirus, das es auf Margaret Thatcher abgesehen hatte. Das Programm mit dem Namen "Fu Manchu" ersetzte auf den infizierten Computern den Namen der Ex-Premierministerin mit einem Schimpfwort.