News-Filter Rivva fließt wieder
Rivva: "Filtert das Social Web nach meist empfohlenen Artikeln und debattierten Themen"
Hamburg - Worüber spricht die Blogosphäre? Welche Nachrichten bewegen das deutschsprachige Internet? Rivva gibt Antworten, eine Sammelseite, auf der die derzeit meist empfohlenen Blogeinträge und Artikel übersichtlich aufgelistet werden, mitsamt aller Blogeinträge, Artikel und Tweets, die darauf verweisen. Was gerade wichtig ist, errechnet Rivva aus der Anzahl der Links, aus Twitter-Nachrichten und Facebook-Likes. Ein automatischer Crawler erschließt Rivva neue Quellen, Spam wird aussortiert.
Der Entwickler des Nachrichten-Filters, der Hamburger Programmierer Frank Westphal, hatte das Angebot bereits 2007 gestartet. Im Februar dieses Jahres war aber vorerst Schluss, aus finanziellen Gründen. Dazwischen hatte sich Rivva zum Lagerfeuer der deutschsprachigen Internet-Szene entwickelt. Wenn es hierzulande jemals so etwas wie das Gruppengefühl einer Netzgemeinde gegeben hat, war Rivva Ausdruck und Treffpunkt dieser losen Gemeinschaft.
Die Übersicht der derzeit angesagten Themen und Texte schuf einen Sammelpunkt der Netz-Öffentlichkeit, fast schon einen verbindlichen Kanon. Mit starkem Fokus auf technische Themen, auf Medienblogs und Meta-Diskussion. Trotzdem riss das Ende von Rivva eine Lücke, die nicht so schnell gefüllt werden konnte.
Zwar kündigten zwei Entwickler ein Projekt namens Newshype an, das auf der Re:publica und der Next-Konferenz beworben wurden - doch bisher plagen technische Probleme die Seite. Die Blog-Aggregation ist ein rechenintensives Geschäft. Auch Rivva hatte zum Teil mit Fehlern zu kämpfen, manchmal verschluckte sich der Server, der oft an der Belastungsgrenze lief.
Nun ist Rivva zurück - mit neuer finanzieller Unterstützung. Wie Frank Westphal am Dienstag in einem Blogeintrag erklärte, wird die Seite künftig von der Berliner Firma Mokono vermarktet. Der Autokonzern BMW unterstützt das Projekt, "tritt als erster Unterstützer des neuen Rivva auf". Mögen viele weitere folgen.