Projizierte Graffiti Lichtkünstler ärgert die NSA
Der Schriftzug "NSA in da House" und das stilisierte Victory-Zeichen auf der Fassade der US-Botschaft in Berlin.
Foto: Soeren Stache/ dpaDer Düsseldorfer Lichtkünstler Oliver Bienkowski hat am Wochenende ein Bild von US-Präsident Barack Obama an die Wand der US-Botschaft in Berlin projiziert. Neben dem Konterfei des US-Präsidenten, der mit einer Baseballmütze abgebildet wurde, prangten der Schriftzug "NSA in da House" und ein Victory-Zeichen.
Etwa fünf Minuten war die Lichtinstallation zu sehen, dann beendete die Berliner Polizei die Aktion. Schon im Mai hatte Bienkowski den Slogan genutzt. Damals leuchteten die Worte zeitgleich an den UN-Campussen in Bonn und Wien .
Es war auch nicht das erste Mal, dass Bienkowski die US-Botschaft in Berlin als Leinwand nutzte. Im Juli 2013, kurz nach Bekanntwerden der NSA-Affäre, strahlte er die Worte "United Stasi of America " und ein Bild von Kim Schmitz alias Kim Dotcom an die US-Residenz. Ein Making-of von damals gibt es hier .
In der US-Botschaft in Berlin sitzt unter anderem der Special Collection Service, eine gemeinsam von NSA und CIA betriebene Einheit. Das Gebäude am Pariser Platz ist auch Sitz des offiziellen Repräsentanten der US-Geheimdienste in Deutschland. Der Berliner CIA-Chef musste Deutschland auf Wunsch der Bundesregierung vergangene Woche verlassen.