Mondlandung: Beleuchtung nachgebaut
Raumfahrt-Simulator Illuminaten-Technik soll Mondlandung beweisen
Es soll da draußen immer noch Menschen geben, die nicht an die Mondlandung glauben. Was da 1969 über die Bildschirme lief , soll nicht etwa der erste Schritt eines Amerikaners auf dem Erdtrabanten gewesen sein, sondern eine Inszenierung. Apollo 11 ein Fake, nachgespielt in der Wüste Nevadas. Oder in einem Hollywood-Filmstudio.
Die Skeptiker haben für diese Theorie allerlei Anhaltspunkte gesammelt. Zum Beispiel die unverschämt gut ausgeleuchteten, knackscharfen Fotos von der Mondoberfläche: Kann ja gar nicht sein! Mit etwas Physik lässt sich dann aber doch alles erklären. Zwischenzeitlich hat außerdem eine Nasa-Sonde den Mond überflogen und Spuren der Apollo-Landung fotografiert.
Das letzte bisschen Restzweifel will jetzt Grafikkartenhersteller Nvidia ausräumen, sozusagen mit Illumination-Technologie. Eine detailgetreue Animation der Szene mit in Echtzeit berechneten Lichteffekten soll beweisen, dass die Astronauten nicht von Studio-Scheinwerfern angestrahlt wurden - sondern nur von Sonnenlicht. Dazu kommt eine Technik namens "Voxel Global Illumination" zum Einsatz.
Marslandung ganz in echt
Voxel sind dreidimensionale Pixel, die auch Informationen über die Reflektion von Licht enthalten können. So lässt sich darstellen, wie zum Beispiel Sonnenlicht vom weißen Anzug eines Astronauten oder der glänzenden Folie der Mondfähre reflektiert wird und eine schattige Szene ausleuchten kann. Genau das haben die Nvidia-Techniker getan: Sie haben den ersten Schritt des zweiten Mannes auf dem Mond nachgestellt und illuminiert.
Der Moment, in dem Buzz Aldrin die Leiter der Mondlandefähre hinunterklettert, wurde von Neil Armstrong fotografiert. Obwohl die Mondfähre von Armstrong aus gesehen im Schatten lag, ist Aldrin auf dem Foto gut zu erkennen, so als wäre er extra ausgeleuchtet. Die Erklärung: Das Sonnenlicht trifft auf Armstrongs Anzug und wird auf Aldrin geworfen.
Die Nvidia-Grafikkarte mit sogenannter Maxwell-Architektur dienen also als Simulator. Die nachgestellte Landung sieht dann auch der tatsächlichen recht ähnlich. Ob das nun der Beweis für die Mondlandung ist oder doch eher nur ein Funktionstest für die illuminierenden Rechenroutinen der Grafikkarte, sei mal dahingestellt.
Wer selbst eine gut ausgeleuchtete Mondlandung in Echtzeit auf seinem Computer nachspielen will, muss derzeit zwischen 400 und 600 Euro ausgeben. So viel kosten die neuen GeForce-Grafikkarten mit Mondlandungstechnologie. Damit lässt sich für diesen Preis dann sicher auch eine Marslandung nachstellen. So als hätte sie wirklich stattgefunden.