Offensive: ARD will im Web klotzen - DER SPIEGEL
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Offensive ARD will im Web klotzen

Eigentlich gehörte die ARD mit Angeboten wie "tagesschau.de" zu den deutschen Pionieren des Internets, ließ sich in den letzten Jahren aber links und rechts überholen. Das soll sich ändern: Der ARD-Vorsitzende Fritz Pleitgen will 22 Millionen Mark in die Web-Präsenzen pumpen.
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Leipzig - Die ARD vergrößert ihr Angebot im Internet: "ARD.de" soll als Einstiegsportal weiterentwickelt und "tagesschau.de" zum großen Nachrichtenportal ausgebaut werden. Das haben die Intendanten der ARD-Anstalten am Mittwoch in Leipzig beschlossen. Leiter der "tagesschau.de"-Redaktion wird Jörg Sadrozinski vom zuständigen Norddeutschen Rundfunk (NDR). "ARD.de" ist beim Südwestrundfunk (SWR) angesiedelt.

Der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Fritz Pleitgen sprach von einem großen Schritt nach vorn. "Wir geben zu, wir waren in letzter Zeit etwas abgehängt beim Internet", sagte Pleitgen vor Journalisten. Doch nun werde es ein sehr attraktives Angebot geben. Für das Nachrichtenportal würden alle Informationsquellen von Hörfunk und Fernsehen genutzt. Es könne sich auf das große Korrespondentennetz der ARD-Anstalten im Ausland und die Studios im Inland stützen.

Bei "ARD.de" sollen unter anderem Informationen aus dem Radioangebot des Senderverbundes neu hinzu kommen und insbesondere Themen aus den Bereichen Hörspiel, Features und Dokumentationen dargestellt werden. Auch Informationen über die Rundfunkorchester und Chöre sollen in Zukunft über das Eingangsportal abgerufen werden können. Für ihren Internet-Auftritt haben die Anstalten laut Pleitgen 22 Millionen Mark zur Verfügung.