Online-Auktion: Polizei jagte Blumen-Bombe - DER SPIEGEL
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Online-Auktion Polizei jagte Blumen-Bombe

Das Ding stammte aus dem zweiten Weltkrieg und Opa wollte sich davon nicht trennen. Im Gegensatz zur Enkelin: Die bot die "Original Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg" im Web zum Verkauf an. Umgehend nahm die Polizei Ermittlungen wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz auf.
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Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, und wenn man daran denkt, was alles schon in Internet-Auktionen unter den Hammer kam, gilt anscheinend auch für Deutschlands Polizei: Nichts ist unmöglich. Als die Polizei in Warendorf darauf aufmerksam wurde, dass offenbar eine 27-jährige Frau aus Ennigerloh im Rahmen einer Online-Auktion eine "Original Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg" feilbot, wurden die Beamten tätig.

Kein Wunder, die Beschreibung der Ware hatte es in sich. "Sie bieten auf ein Erbstück meines Opas", pries die Anbieterin das gute Stück im typischen eBay-Jargon an, "der sich von diesem Stück nicht trennen konnte. Wir, also meine Mutter und ich, wollen sie nicht einfach wegwerfen und hoffen, auf diesem Wege einen verantwortungsvollen Käufer zu finden, der mit diesem Stück umzugehen weiß."

Darunter kann man sich eine Menge vorstellen. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ein, eruierte die Adresse der jungen Frau und schritt zur Hausdurchsuchung. Fündig wurde sie nicht, denn die Bombe hatte mittlerweile zum Sonderpreis von nur noch 45,50 Euro den Besitzer gewechselt.

Auch der bekam Besuch - und kurz darauf konnte die Warendorfer Polizei Entwarnung geben: Die Bombe entpuppte sich als Blumenvase. Eine nahe liegende Nutzung für eine bloße Bomben-Messinghülse: Sprengstoff und Zünder waren offenbar schon vor langer Zeit entfernt worden.