Asos: Online-Shop zeigt Models ohne Photoshop – Frauen feiern es - DER SPIEGEL
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Warum Frauen gerade das Werbebild dieses Online-Shops feiern

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dieser Beitrag wurde am 07.06.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Auf den ersten Blick ist dieses Foto ganz normal: eine Frau in einem roten Kleid. Nichts Ungewöhnliches für einen Online-Shop, der Klamotten verkauft. 

Aber dann fällt doch etwas auf: Das Model ist nicht dünn. Auf ihrem Rücken sind Röllchen, ganz natürlich, nicht mit Photoshop bearbeitet.

Diese Unebenheiten zu retuschieren, wäre für die Modebranche üblich. Das britische Online-Versandhaus Asos hat sich aber dagegen entschieden.

Die Plus-Size-Influencerin Callie Thorpe  hat das Bild auf Twitter geteilt:

"Schaut euch dieses wunderschöne Model und ihre süßen Speckröllchen an. Sie zeigt Frauen, dass ihre Körper normal sind und dass das wahre Leben nicht gephotoshoppt und gefiltert ist."

Nicht nur Thorpe ist begeistert. Ihr Tweet wurde mehr als 2500 Mal gelikt und mehr als 400 Menschen haben ihn kommentiert.

Asos zeigt nicht zum ersten Mal so ein Bild. 

Der Online-Shop wurde schon einmal für seine körperpositive Darstellung gefeiert: Vergangenen Sommer hat Asos ein Bikini-Model mit Dehnungsstreifen am Oberschenkel gezeigt.

Was aber auch gesagt werden muss: 

Asos hat – wie die meisten anderen Online-Shops auch – in der Regel schlanke Models. Frauen, deren Körper dem Idealbild entsprechen. Es kann also auch einfach eine clevere Marketing-Strategie sein, solche ungeschönten Bilder zu zeigen. Damit es zur Normalität wird, müsste es viel mehr davon geben.