Online-Werbung: American Airlines klagt gegen Google - DER SPIEGEL
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Online-Werbung American Airlines klagt gegen Google

Amerikas größte Fluglinie zieht gegen Amerikas größten Internet-Giganten vor Gericht. Begründung: Beim googeln nach American Airlines wird auch Werbung der Konkurrenz angezeigt. Schon andere versuchten, Google mit dieser Masche zu schröpfen - meist erfolglos.
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Fort Worth - Eine "Verletzung des Markenrechts beim Verkauf von Suchwörtern für Textwerbung" wirft American Airlines Google vor - und reichte beim Fort Worther Bezirksgericht im US-Bundesstaat Texas Schadenersatzklage ein.

Seine Markenrechte sieht American Airlines durch den Verkauf von Schlüsselwörtern in Googles Textwerbeprogramm AdWords verletzt. Bei der Suchabfrage des Vielfliegerprogramms "Aadvantage" erscheinen in der Anzeigenspalte auch Links zu Konkurrenten der Fluglinie. Dies könnte die Nutzer verwirren, sagte American-Airlines-Sprecher Billy Sanez. Sanez sagte auch, American Airlines habe zuvor erfolglos versucht, mit Google eine außergerichtliche Einigung zu erzielen.

Ein Google-Sprecher zeigte sich über den Ausgang des Verfahrens zuversichtlich und berief sich dabei auf bereits ergangene Urteile in ähnlichen Fällen, berichtet die "Futurezone" .

Zahlreiche ähnliche Klagen abgewiesen

Tatsächlich gab es in der Vergangenheit bereits mehrere ähnliche Vorstöße gegen Google. Vor zwei Jahren wies ein US-Gericht beispielsweise die Klage des Versicherers Geico ab. Das Unternehmen wollte verhindern, dass Anzeigen konkurrierender Unternehmen bei Google erscheinen, wenn man den Suchbegriff "Geico" eingibt. Weitere ähnliche Fälle in den USA gingen ebenfalls zugunsten Googles aus.

Lediglich in Frankreich hat der Suchmaschinenbetreiber eine Klage im Zusammenhang mit AdWords verloren. Im November muss sich Google in einem weiteren Prozess gegen die American Blind & Wallpaper Factory verantworten.

Adwords sind eine weit verbreitete Form der Internetwerbung. Der Werbekunde gibt für jede Textanzeige, die er schaltet, mehrere Stichwörter an, unter denen die Anzeige bei Google erscheinen soll. Der Werbende zahlt dann pro Klick auf den Werbelink einen bestimmten Betrag an Google. Google erzielt mit seinem Werbeprogramm AdWords den Großteil seiner Umsätze.

Die Klickstatistiken der Textanzeigen werden von Betrügern häufig frisiert. Kürzlich startete Google eine Webseite, die über die Methoden und Aktionen von Klickbetrügern informiert.

ssu/AP