Operation Pin: Britische Polizei stellt Fallen für Pädophile - DER SPIEGEL
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Operation Pin Britische Polizei stellt Fallen für Pädophile

Im Kampf gegen Kinderpornografie im Web greift die britische Polizei zu neuen Maßnahmen. Über Fallen-Webseiten werden Pädophile identifiziert. Therapiewillige lockt die Polizei mit einer Amnestie.
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Die britische Polizei intensiviert ihren Kampf gegen Kinderpornografie im Web. In einer international vernetzten Aktion produziert sie Lockseiten für Pädophile, über die diese zum einen gewarnt, zum anderen identifiziert werden.

"Operation Pin" setzt auf aussagekräftige Schlagworte und die Verbreitung der Adressen der Lockseiten über einschlägige Foren. Doch was die Kinderpornografie-Surfer dort zu sehen bekommen, ist alles andere als das, was sie erwarten: In scharfen Tönen werden sie gewarnt, dass ihr Tun eine Strafe von "bis zu zehn Jahren Gefängnis" nach sich ziehen könnte - und die Weitergabe ihrer Daten an die Polizeibehörden von 180 Ländern.

Die Strategie: Abschreckung, Therapie oder Strafe

Die internationale Kooperation von Polizeibehörden ist im Bereich der Kinderpornografie inzwischen Routine: Spektakuläre, internationale Fahndungsaktionen wie "Operation Ore" führten in diesem Jahr zur Erfassung der Identitäten von über 7200 Pädophilen und zu mehr als 3000 Computer-Razzien. Operation Pin gilt als direktes Spin-Off aus dieser bisher größten Fahndungsaktion.

Doch selbst Erfolge wie "Ore" reichen nicht, dem wachsenden Problem Herr zu werden. In Großbritannien stellten die Polizeibehörden vor knapp einer Woche eine "Festplatten-Amnestie" in Aussicht, wenn sich Kinderpornografie-Surfer selbst stellen und in eine Therapie begeben. Die Behörden hoffen, dass dieser Ansatz durch die Abschreckungsmaßnahmen von "Operation Pin" regen Zuspruch findet.