Oval Office: Nie wieder Zigarrenspielchen? - DER SPIEGEL
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Oval Office Nie wieder Zigarrenspielchen?

Der Internetgemeinde könnte demnächst ein Blick ins Amtszimmer des US-Präsidenten gewährt werden. Präsidentschaftskandidat Al Gore will nicht ausschließen, im Oval Office eine Webcam zu installieren.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Washington - Mit verträumten Schäferstündchen à la Monika Lewinski im Amtszimmer des Präsidenten dürfte es schwierig werden, wenn Gore im Fall seiner Wahl die Idee eines virtuellen Auges im Büro des Präsidenten wirklich umsetzt. "Vielleicht", antwortete der Demokrat auf eine Frage des Magazins "Yahoo's Internet Life", ob eine Webcam im Oval Office denkbar sei. Er habe allerdings Bedenken gegen einen ununterbrochenen Life-Stream. Es dürfe nicht sein, dass streng geheime Gespräche im Netz verfolgt werden können. Deshalb sei nur eine "zeitweise" Übertragung von Audio und Videodaten aus dem Amtssitz möglich, so Gore.

Was Gore scheinbar nicht weiß: Im Netz gibt es schon eine Webcam im Oval Office . Die Echtheit der Bilder wird allerdings von Experten bezweifelt.

Doch eine andere "Big Brother"-Idee des amtierenden Stellvertreters von Präsident Bill Clinton ist ein Stück wahrscheinlicher geworden. Im März 1998 brachte er eine 24-Stundenkamera im Weltall ins Gespräch, die Bilder von der gesamten Erde sendet. Der Etat für dieses frei zugängliche Projekt habe die erste Hürde genommen und müsse nun noch vom US-Senat genehmigt werden, berichtet das Magazin. Der so genannte "Tirana-Satellit" würde 35 Millionen Dollar kosten.