Pannen im Überwachungszentrum: - DER SPIEGEL
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Utah: Die NSA und ihr Mammut-Datencenter

Foto: Patrick Semansky / AP / dpa

Panne im Überwachungszentrum Stromschwankungen bringen NSA-Technik zum Schmelzen

Der US-Geheimdienst NSA kann sein neues, milliardenteures Rechenzentrum in Utah nicht in Betrieb nehmen. Laut "Wall Street Journal" gibt es massive technische Probleme: Immer wieder treten Stromschwankungen auf, die sogar Metall zum Schmelzen bringen.
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New York - Der US-Geheimdienst NSA bekommt die Servertechnik in seinem neuen Rechenzentrum offenbar nicht in den Griff. Die Anlage im Bundesstaat Utah werde von Stromschwankungen geplagt, die sogar Metall zum Schmelzen brächten, berichtet das "Wall Street Journal " unter Berufung auf Projektdokumente und Regierungsbeamte.

Ein Beamter habe die Stromstöße als "Blitz in einer 60-Zentimeter-Kiste" beschrieben. In den vergangenen 13 Monaten habe es zehn davon gegeben. Die Probleme hätten Technik für Hunderttausende Dollar vernichtet und die Eröffnung des Rechenzentrums um rund ein Jahr verzögert.

Das Rechenzentrum sollte eigentlich in diesem September in Betrieb gehen - das hatte 2012 das US-Magazin "Wired " berichtet. Wegen der Geheimhaltung der NSA ist öffentlich nicht einmal bekannt, ob die milliardenschwere Anlage überhaupt wie geplant in Betrieb ging. Der Bericht des "Wall Street Journal" ist der erste konkrete Hinweis auf technische Probleme und Verzögerungen.

Wie viel das Rechenzentrum die Geldgeber der US-Regierung gekostet hat, ist unklar. Im Sommer kursierten in US-Medien diverse Summen: Auf 1,5 bis zwei Milliarden Dollar wurden die Baukosten geschätzt, das "WSJ" spricht jetzt von 1,4 Milliarden Dollar - dazu kämen aber noch die Hardware-Kosten für die Cray-Supercomputer, die das Zentrum schließlich beherbergen soll.

Eine NSA-Sprecherin sagte dem "Wall Street Journal", dass es in der Testphase technische Probleme gegeben habe, die aber inzwischen eingedämmt seien. Rechenzentren sind notorische Stromfresser - vor allem die Kühlung der Computer erfordert viel Aufwand.

Je nach Quelle wollen US-Medien herausgefunden haben, dass der Bau nach Fertigstellung 100.000 bis 150.000 Quadratmeter Fläche für Server bietet. 65 Megawatt Strom soll die Anlage fressen und 4500 Liter Kühlwasser pro Minute brauchen. Die Energiekosten sollen mehr als eine Million Dollar pro Monat betragen.

lis/dpa