PDF-Lücke: Sicherheitsfirma warnt vor Adobe Acrobat - DER SPIEGEL
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PDF-Lücke Sicherheitsfirma warnt vor Adobe Reader

Der Aufruf einer PDF-Datei kann den Rechner infizieren: Eine Sicherheitsfirma hat nach eigenen Angaben eine kritische Sicherheitslücke im Adobe Reader entdeckt. Kriminelle nutzen die Schwachstelle angeblich bereits aus, ein Update steht noch nicht bereit.
Adobe-Hauptquartier in San José, Kalifornien: Sicherheitslücke im Acrobat Reader
Adobe-Hauptquartier in San José, Kalifornien: Sicherheitslücke im Acrobat Reader

Adobe-Hauptquartier in San José, Kalifornien: Sicherheitslücke im Acrobat Reader

Foto: PAUL SAKUMA/ ASSOCIATED PRESS
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Hamburg - Eine IT-Sicherheitsfirma hat entdeckt, dass Kriminelle mit manipulierten PDF-Dateien Trojaner in Umlauf bringen. Das gelingt offenbar über eine Sicherheitslücke im Adobe Reader. Das Programm ist auf vielen Rechnern im Einsatz, um PDF-Dateien anzeigen zu können.

Nach Angaben der Virenforscher lässt sich über die Lücke ein Windows-PC zum Beispiel mit einem Trojaner infizieren. Betroffen seien die Versionen 9.5.3, 10.1.5 und 11.0.1, heißt es auf der Website der Firma FireEye . Details nannte die Firma nicht, diese seien zunächst an Adobe weitergegeben worden. Adobe arbeitet nach eigenen Angaben an einem Update, mit dem die Sicherheitslücke behoben werden soll.

Dafür erklärte Adobe am Mittwoch , wie man im Reader manuell "erweiterte Sicherheit" aktivieren kann. Dann soll die Lücke nicht ausgenutzt werden können. Reader-Nutzer müssen dazu im Menü "Bearbeiten" die "Voreinstellungen" aufrufen. Dort gibt es das Menü "Sicherheit (erweitert)", wo sich für Dateien aus dem Internet oder alle Dateien "erweiterte Sicherheit" aktivieren lässt.

"ArsTechnica" kommentiert  den standardmäßig nicht aktivierten Schutz: Als würden Airbags im Auto nur funktionieren, wenn man sie extra einschaltet.

Erst in der vergangenen Woche waren kritische Sicherheitslücken bei Adobes Flash-Player entdeckt worden. Der Flash-Player ist wiederum ein weit verbreitetes Programm, damit lassen sich multimediale Inhalte abspielen. Im Gegensatz zur Reader-Lücke waren auch Nutzer von Linux- und Mac-Rechnern betroffen. Wer einen Flash-Player nutzt, sollte ihn dringend auf die neueste Version updaten.

Adobe warnt auf seiner Website  zudem vor E-Mails, in denen angeblich eine neue Version von Adobe Reader zum Download angeboten wird. Dabei handele es sich um den Versuch von Kriminellen, über eine vorgeschaltete Registrierung persönliche Daten abzugreifen.

ore