Phishing Neuer Trick zum Stehlen von Google-Passwörtern
Google-Drive-Website: Für einen neuen Phishing-Trick genutzt
Kriminelle setzen auf eine neue Methode, um an die Passwörter von Internetnutzern zu gelangen. "Uns begegnen jeden Tag Millionen von Phishing-Nachrichten", schreibt Nick Johnston im Blog des Virenscanner-Anbieters Symatec . "Aber neulich fiel uns eine besonders auf: Eine ausgeklügelte Masche, die auf Google-Docs- und Google-Drive-Nutzer zielt."
Die Attacke, die der Sicherheitsexperte beschreibt, besticht tatsächlich durch eine gewisse Cleverness, zumindest im Vergleich zu vielen Phishing-E-Mails, die manchmal schon wegen Tipp- oder Grammatikfehlern dubios wirken.
Wie andere Tricks beginnt aber auch die neue Masche mit einer E-Mail: In ihrer Nachricht mit der Betreffszeile "Documents" fordern die Kriminellen den Empfänger auf, ein wichtiges Dokument auf Google Docs zu öffnen. Der Link führt scheinbar zu einer Anmeldemaske von Google, auf der Nutzer ihr Passwort und ihre E-Mail-Adresse eingeben sollen. Tatsächlich ist die Maske aber eine Fälschung. Die Kriminellen haben lediglich einen öffentlichen Google-Drive-Ordner angelegt, um ihre Datei auf diesem Weg zugänglich zu machen.
Dadurch, dass die Datei tatsächlich bei Drive gespeichert ist, hat sie sogar eine Google-URL, der Zugriff ist per SSL möglich. Entsprechend könnte es auch erfahrenen Nutzern schwerfallen, die Seite auf den ersten Blick von echten Google-Seiten zu unterscheiden.
Wer auf der Phishing-Seite sein Passwort eingibt, wird im Anschluss übrigens wirklich zu Google Docs umgeleitet - nachdem der eigene Zugangscode bei den Angreifern gelandet ist. Für Kriminelle sind Google-Passwörter besonders interessant, da sie sich in der Regel gleich für mehrere Dienste nutzen lassen.
Schützen kann man sich vor der Attacke auf konventionelle Art: Indem man auf E-Mails unbekannter Absender am besten gar nicht reagiert und vor allem keine Links darin anklickt. Stattdessen sollte man die unerwünschte Post lieber direkt löschen.