Play Store: Google reicht Daten von App-Käufern weiter - DER SPIEGEL
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Play Store Google reicht Daten von App-Käufern weiter

Kauft man bei Google Play eine App, landen persönliche Daten beim Entwickler des Programms. Das ist nicht neu und kann Käufern sogar Vorteile bringen - doch ein aufgeregter Blogger beklagt nun ein Datenschutzproblem.
Nexus-Tablet mit eingebautem Google Play Store: Daten an App-Entwickler
Nexus-Tablet mit eingebautem Google Play Store: Daten an App-Entwickler

Nexus-Tablet mit eingebautem Google Play Store: Daten an App-Entwickler

Foto: dapd
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Die App-Stores von Apple und Google funktionieren auf den ersten Blick sehr ähnlich: Kauft man ein Programm, zieht das Unternehmen Geld ein, behält einen Anteil und reicht den Rest an den App-Entwickler weiter. Im Detail funktioniert es dann aber doch etwas anders.

Denn bei Google ist der Anbieter der App der Verkäufer - und der bekommt von Google nicht nur Geld, sondern auch Angaben zu den Downloadern einer App. Jedenfalls dann, wenn diese etwas gekostet haben. Das mag für einige eine Überraschung sein, zum Beispiel für den australischen App-Entwickler Dan Nolan, der jetzt mit einem aufgeregten Blog-Eintrag  eine Debatte losgetreten hat.

Nolans Kritik: Ein Entwickler könnte so gezielt gegen jemanden vorgehen, der einen negativen Kommentar zu seiner App verfasst hat. Neu ist die Datenweitergabe allerdings nicht. So richtig deutlich gefragt werden Nutzer nicht, die Datenweitergabe steht aber im Kleingedruckten der Nutzungsbedinungen zu Google Play,  in den Datenschutzhinweisen des Bezahlsystems Google Wallet  und in den allgemeinen Google-Nutzungsbedinungen .

Weitergegeben werden können demnach "Kredit- oder Debitkartennummer mit Ablaufdatum, Bankverbindung mit Ablaufdatum, Adresse, Geburtsdatum, die letzten vier Stellen Ihrer Sozialversicherungsnummer und, speziell bei Verkäufern oder Unternehmen, Ihre Unternehmenskategorie sowie bestimmte Informationen zu Ihrem Umsatz- oder Transaktionsvolumen." Auch die E-Mail-Adresse fällt darunter.

Barry Schwartz, der für das Branchenblog Marketing Land schreibt, springt Google bei:  Als App-Entwickler habe er ein Interesse daran, seinen Kunden Service anzubieten. Es seien schließlich seine Kunden, nicht die von Google oder Apple. Zum Beispiel könne man mit Google Wallet einem enttäuschten Kunden einfach Geld zurücküberweisen - ein Klick in der Wallet-Anwendung genügt. Das sei eine Funktion, die Apple fehle.

ore