Print-Offensive: Google baut Annoncen-Geschäft aus - DER SPIEGEL
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Print-Offensive Google baut Annoncen-Geschäft aus

Google prescht auf dem Printmarkt vor: Über das "Print Ads"-Programm werden Inserenten künftig Annoncen in 225 US-Zeitungen aufgeben können. Zu Googles neuen Kunden zählen auch bekannte Blätter wie die "New York Times" und die "Washington Post".
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San Francisco - Durch den neuen Service wollen Google und die Verlage neben Werbeagenturen auch Internetnutzer ansprechen, die normalerweise nicht in den traditionellen Medien annoncieren. Zudem werden Lokalzeitungen durch den Dienst möglicherweise auch Inserenten gewinnen, die nicht aus dem eigenen Einzugsgebiet stammen.

Auch Yahoo hat seine Zusammenarbeit mit Verlagen im Anzeigengeschäft weiter ausgebaut. Das Programm des Google-Rivalen deckt mit 400 US-Zeitungen inzwischen mehr als doppelt so viele Publikationen ab wie zuvor. Im Gegensatz zu "Print Ads" zielt das Yahoo-Programm allerdings auf Verlage ab, die Werbeflächen auf ihren Internetseiten verkaufen wollen. Zu diesem Zweck bietet Google ein gesondertes Programm an.

Yahoo-Gründer Jerry Yang gerät im Kampf gegen Google derweil immer mehr in die Defensive: Nur einen Monat nach seinem Wechsel auf den Chefsessel des Internet-Konzerns musste der 38-Jährige einen erneuten Gewinnrückgang einräumen und die Geschäftsprognosen zum wiederholten Male senken. Der gebürtige Taiwaner versprach zwar, in den kommenden 100 Tagen eine neue Strategie "ohne heilige Kühe" zu erarbeiten; überzeugen konnte er die zunehmend ungeduldigen Börsianer damit aber nicht. Die Yahoo-Aktie fiel um mehr als vier Prozent.

Yang steht als neuer Yahoo-Chef unter enormen Druck: Die Unzufriedenheit der Aktionäre kostete bereits Yangs Vorgänger den Job. Der 64-jährige Terry Semel nahm im Juni nach sechs Jahre an der Spitze des Konzerns mit 12.000 Mitarbeitern seinen Hut.

ssu/Reuters/dpa