Pünktlich zum neuen Virus Schily legt Maßnahmenkatalog vor
Die Bundesregierung in Berlin hat am Freitag vor dem neuen, aggressiven E-Mail-Virus "Newlove" gewarnt. Im Gegensatz zu dem vor zwei Wochen verbreiteten Virus "I love you" greife diese neue Variante alle Informationen auf der Festplatte an. Das Innenministerium forderte in einer Mitteilung zu besonderer Wachsamkeit auf, obwohl das Virus bisher in Europa noch nicht aufgetaucht sei. Der von Schily Anfang Mai angekündigte Maßnahmenkatalog mit Empfehlungen zum Schutz vor Viren liegt inzwischen vor.
"Der neue Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit angemessener sicherheitstechnischer Vorkehrungen", erklärte Bundesinnenminister Otto Schily (SPD). Die neue Virusattacke zeige, dass solche Bedrohungen keine technischen Spielereien seien, sondern kriminelle Aktionen, denen durch Gegenmaßnahmen frühzeitig begegnet werden müsse.
"Newlove" nutzt wie sein Vorgänger das E-Mail-Programm Outlook von Microsoft und verschickt sich automatisch an alle dort gespeicherten Adressaten. Gefährdet sind damit erneut Computer mit dem Betriebssystem Windows. Die neue Version verbreite sich zwar langsamer als das Virus vor zwei Wochen, könne aber viel größere Schäden anrichten.