Raubkopien im Netz: Vorsicht beim Softwarekauf - DER SPIEGEL
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Raubkopien im Netz Vorsicht beim Softwarekauf

Teure Software billig kaufen - mit Online-Auktionen kein Problem. Sollte es sich dabei jedoch um Raubkopien handeln, könnte dem Schnäppchen sehr schnell eine Anzeige folgen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München - Softwareangebote in Online-Auktionen seien in der Regel illegal. Bei 90 Prozent aller Fälle handele es sich um Raubkopien, hat eine Studie des Interessenverbandes der Softwareindustrie, der Business Software Alliance (BSA) , ergeben. Die BSA warnte die Internetnutzer vor dem Kauf von Software über Online-Auktionen.

Die BSA hatte Auktionsseiten von Online-Auktionshäusern wie eBay, QXL und Ricardo.de durch verdeckte Internet-Ermittler untersucht und danach Anzeige gegen zwölf Personen im gesamten Bundesgebiet erstattet. Mit einem Blick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft warnte die BSA vor der Software-Schnäppchenjagd im Internet.

Raubkopien seien meist am niedrigen Preis zu erkennen. Illegal seien in der Regel auch Sammel-CDs - so genannte Compilation-CDs, mit Programmen verschiedener Hersteller. Wer via Internet gefahrlos Software kaufen möchte, sollte die Websites bekannter Computerhändler, Versand- oder Kaufhäuser nutzen, empfahl die BSA.

Kunden, die bereits einem Betrug zum Opfer gefallen seien, könnten sich in Deutschland über die gebührenfreie Hotline: 0800-1718010 mit der BSA in Verbindung setzen. In dem Verband haben sich führende Software-Unternehmen wie Microsoft, Adobe, Autodesk, Macromedia und Symantec zum Schutz von Software als geistiges Eigentum zusammengeschlossen.