#RefRef: Anonymous kündigt neues Blockade-Tool an - DER SPIEGEL
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#RefRef Anonymous kündigt neues Blockade-Tool an

Ein paar Befehle, dann blockiert sich ein Webserver selbst: Hacker aus dem Anonymous-Umfeld haben ein Programm angekündigt, das eine weitverbreitete Sicherheitslücke ausnutzen soll.
Website-Blockadetool Low Orbit Ion Cannon: Neues Tool nutzt Sicherheitslücke
Website-Blockadetool Low Orbit Ion Cannon: Neues Tool nutzt Sicherheitslücke

Website-Blockadetool Low Orbit Ion Cannon: Neues Tool nutzt Sicherheitslücke

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Hamburg - Die Web-Guerilla Anonymous bekommt offenbar ein neues Werkzeug, mit dem sich Websites lahmlegen lassen sollen. Das Programm namens #RefRef soll eine verbreitete Sicherheitslücke im Zusammenhang mit der Datenbank-Sprache SQL ausnutzen, über die sich JavaScript-Code direkt auf dem angegriffenen Server ausführen lässt. Das berichtet "The Hacker News"  unter Berufung auf einen Chat mit den Entwicklern.

Bei den meisten Servern sei diese Sicherheitslücke bisher nicht geschlossen worden, teilten sie demnach mit. So ließe sich ein Script plazieren, das auf dem Webserver selbst ausgeführt wird und diesen überlasten soll. Bekannte Websites könne man auf diese Weise aber wahrscheinlich nur ein paarmal angreifen, bevor derartige Attacken blockiert würden. Im September soll das Tool veröffentlicht werden.

Getestet wurde #RefRef  offenbar bereits Ende Juli. Über Twitter meldeten sich  die Betreiber von Pastebin.com, einer bei Hackern beliebten Seite zur Veröffentlichung von reinen Textdateien: "Bitte probiert eure Software nicht noch einmal an uns." Eine 17 Sekunden dauernde Attacke soll den Server für 42 Minuten praktisch außer Gefecht gesetzt haben.

Um sogenannte Denial-of-Service-Angriffe auszuführen, massenhafte Abfragen, die einen Server in die Knie zwingen können, konnten Anonymous-Anhänger auf ein Tool namens Low Orbit Ion Cannon zurückgreifen. Das JavaScript-Programm ermöglicht massenhafte Abfragen - ohne zusätzliche Vorkehrungen lassen sich die Urheber der Angriffe relativ einfach zurückverfolgen.

Dies wurde offenbar Anonymous-Anhängern zum Verhängnis, die über ihren Internetanschluss bei einer Blockade des Online-Zahldienstes PayPal mitgemacht haben. Das Unternehmen hatte zuvor WikiLeaks das Spendenkonto gesperrt. PayPal will dem FBI eine Liste mit den tausend Internetadressen übergeben haben, von denen die meisten Zugriffe ausgingen. Die ersten Hausdurchsuchungen und Festnahmen erfolgten bereits.

Laut "The Hacker News" gilt es aber als gesichert, dass Anonymous außerdem auf Botnets für DoS-Angriffe zurückgreifen kann.

ore