Google-Reader-Ersatz Diggs RSS-Leser startet noch im Juni
Digg.com: Alternative zum Google Reader
In weniger als zwei Wochen, am 1. Juli, schaltet Google seinen kostenlosen RSS-Reader ab - viele Nutzer suchen noch immer nach einem geeigneten Ersatz. Während Feedly auf dem Weg zur beliebtesten Alternative zu sein scheint, bietet bald auch das New Yorker Unternehmen Digg eine eigene Software zur RSS-Feed-Verwaltung an.
Eine Betaversion des Digg-Readers soll spätestens am 26. Juni allen Interessierten zur Verfügung stehen, heißt es in der Ankündigung . Der Start erfolge phasenweise, ab kommender Woche. Das Blog "Engadget" berichtete am Montag , eine geschlossene "Freunde und Familie"-Beta starte bereits diese Woche.
Neben einer Webversion soll zum Start des Dienstes eine App für iPhone und iPad erscheinen, schreibt Diggs technischer Geschäftsführer Michael Young als Kommentar unter dem Blogpost . Zudem soll der Reader zum Start die Dienste Pocket und Instapaper unterstützen. Nach Angaben von Digg ist das Angebot vor allem auf Intensivnutzer zugeschnitten, auf "Leute, die täglich auf die Nutzbarkeit, Stabilität und Geschwindigkeit des Readers angewiesen sind."
Während die Betaversion augenscheinlich kaum mehr als die Basisfunktionen eines RSS-Readers bietet, will sich Digg innerhalb von 60 Tagen nach Release weiteren Funktionen widmen, konkret etwa einer Android-App. Auch mit den Diensten "Evernote" und "Buffer" soll der Reader möglichst bald zusammenarbeiten können. Eine Suchfunktion scheint Diggs Dienst zunächst zu fehlen.
Vermarktet per Freemium-Modell
Digg will seinen Reader per Freemium-Modell vermarkten, das heißt: Eine Grundversion der Software bleibt kostenlos, was darüber hinausgeht, könnte Geld kosten. Trotzdem sei die Betaversion kein Lockangebot, schreibt das Unternehmen: "Alle Features, die kommende Woche eingeführt werden - genau wie viele, die noch ausstehen - werden Teil der kostenlosen Erfahrung sein."
Bislang ist Digg vor allem als Social-News-Anbieter bekannt. Unter dem Slogan "What the Internet is talking about right now" präsentiert das Unternehmen auf seiner Startseite beispielsweise Blogposts, Nachrichten und Videos, die im Web und innerhalb der eigenen Nutzerschaft populär sind.