Sascha Lobos Podcast: Gibt es private Social-Media-Notwehr? - DER SPIEGEL
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Verbrechen und die Reaktionen im Netz "Pranger" ist nicht gleich Pranger

Jemand hat das Foto eines Mannes ins Netz gestellt, der eine Frau angegriffen hatte. Ist so etwas okay? In seinem Podcast diskutiert Sascha Lobo über Social-Media-Notwehr und den Umgang mit Gewalttaten.
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Wer jemanden attackiert, erst recht vor Zeugen, muss im Smartphone-Zeitalter damit rechnen, im Netz bloßgestellt werden. Im Podcast zu seiner jüngsten Kolumne geht Sascha Lobo der Frage nach, ob es eine Social-Media-Notwehr gibt und was ein solches Phänomen für die Gesellschaft bedeuten würde. Zu Wort kommen dabei neben Lobos Lesern die feministische Publizistin Nicole Schöndorfer  und "Falter "-Chefredakteur Florian Klenk.

In seinem Text "Ja zur privaten Social-Media-Notwehr!" hatte Lobo geschrieben, dass in den Köpfen vieler Menschen ein Täterschutzreflex verankert sei - das jedenfalls sei seine Erfahrung aus der intensiven Beobachtung sozialer Medien. Mit Schlagwörtern wie "Pranger" und "Unschuldsvermutung" werde auffallend oft versucht, verbale Schutzwälle um mutmaßliche Täter zu bauen.

Anlass für die Debatte über den Umgang mit Gewalttaten ist ein Fall aus Österreich, den Sascha Lobo in seinem Text folgendermaßen skizziert hatte: "Ein Mann hat in sozialen Medien das Foto eines gewalttätigen Typen veröffentlicht, der eine Frau angegriffen hatte. Mit der Veröffentlichung wollte er andere Frauen warnen."

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